Nach EU-Wahl wird Helene Jarmer ins Parlament nachrücken

"Bei der Nationalratswahl hatte die Obfrau des Gehörlosenbunds den Einzug ins Hohe Haus aufgrund des mäßigen Abschneidens der Grünen nicht geschafft", erinnert der Standard.

Helene Jarmer und Eva Glawischnig
BIZEPS

Ulrike Lunacek wird als Spitzenkandidatin der Grünen nach der EU-Wahl am 7. Juni 2009 ins EU-Parlament einziehen.

„Mit 54,7 Prozent der Delegiertenstimmen legte die 51-jährige Nationalratsabgeordnete beim Bundeskongress in Klagenfurt nun das Kunststück hin, dem etablierten Johannes Voggenhuber den Spitzenplatz auf der Liste für die kommende EU-Wahl wegzuschnappen“, informiert der Kurier von der Kampfabstimmung beim Bundeskongress der Grünen am 18. Jänner 2009 in Kärnten.

„Die gehörlose Grüne Helene Jarmer wird das Mandat der am Sonntag zur EU-Spitzenkandidatin gekürten Abgeordneten Ulrike Lunacek übernehmen“, berichtet der Standard und erklärt: „Technisch funktioniert das Nachrücken Jarmers so, dass Karl Öllinger, der über die Bundesliste in den Nationalrat eingezogen ist, nun das von Lunacek freigewordene Wiener Mandat annimmt und Jarmer auf sein Bundesmandat nachfolgt.

Bei den Grünen schaffte Mag. Helene Jarmer den Einzug in den Nationalrat 2008 nicht, weil die Partei erstmals seit ihrem Einzug ins Parlament im Jahr 1986 keine betroffene Person auf einem realistischen Platz gereiht hatte. (siehe Interview in Gebärdenwelt.at)

Jarmer musste daher hoffen, dass sie die Möglichkeit einer Nachrückung erhält, was nun durch die Abwahl von Voggenhuber und die Wahl von Lunacek zur Spitzenkandidatin bei der EU-Wahl Wirklichkeit wurde.

Helene Jarmer kann international auf einige Beispiele von gehörlosen Abgeordneten verweisen: In Belgien wurde Helga Stevens und in Island Sigurlín Margrét Sigurðardóttir Abgeordnete.

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0 Kommentare

  • da können wir uns ja auf was gefasst machen wenn diese total unfähige politikerin in die eu kommt kanns nur schlechter werden sicher nicht besser

  • also ich würde an ihre stelle keine grosse hoffnung machen, sie ist bei der grünen

  • Gratulation! Bravo Helene! Endlich eine „nichtbehinderte“ Expertin, die die Anliegen von Menschen mit Behinderung nicht aus partieller Betroffenheit sondern aus ganzheitlichem Verständnis vertreten kann!