NEOS: Volle Barrierefreiheit bei Zugreisen

Verkehrsausschuss debattiert über Planungen im Bereich der Schieneninfrastruktur

ÖBB Bahnhof
BIZEPS

Reisen mit der Bahn sei für Menschen mit Behinderung immer noch von zahlreichen Hindernissen geprägt, kritisieren NEOS-Verkehrssprecher Johannes Margreiter und NEOS-Behindertensprecherin Fiona Fiedler. Das halten sie in einem Entschließungsantrag fest (2703/A(E)). (Verkehrsausschuss)

Das Mobilitätsservice der ÖBB, das Inklusion im Bahnverkehr sichern solle, sei ein überholtes und inflexibles System. Die NEOS fordern die volle Barrierefreiheit aller Bahnhöfe und personenbefördernden Züge, die von österreichischen Eisenbahnunternehmen im Fernverkehr betrieben werden.

Im Ausschuss bekräftigte Katharina Werner (NEOS) die Forderungen und meinte, Menschen mit Behinderung seien bei der Nutzung der Bahn mit großen Schwierigkeiten konfrontiert.

Andreas Ottenschläger (ÖVP) erklärte, die Koalitionsfraktionen würden die Intention des Antrags teilen. Barrierefreiheit sei ein breites Anliegen. Die ÖBB investiere daher viel Geld in den barrierefreien Umbau ihrer Bahnhöfe und in die Neubeschaffung barrierefreier Züge, wie es auch im Rahmenplan festgehalten sei. Daher stellte er einen Vertagungsantrag.

Auch Verkehrsministerin Gewessler verwies auf den ÖBB-Rahmenplan, in dem die Barrierefreiheit einen Schwerpunkt darstelle. Bereits 2006 sei ein dahingehender Etappenplan entwickelt worden, der seither nach und nach umgesetzt werde. Schon jetzt würden 86 % der Fahrgäste barrierefrei Bahnhöfe nutzen können und bis 2027 sollen 90 % erreicht werden. Dabei gehe es hauptsächlich noch um kleinere Bahnstationen.

301 Mio. € seien für den Etappenplan Barrierefreiheit vorgesehen, die unter anderem in die Nachrüstung bei den Bahnhöfen und die Neubeschaffung barrierefreier Züge investiert würden. Bei Letzteren werde laut Gewessler etwa besonders auf Niederflureinstiege, starke Farbkontraste oder breite Eingänge geachtet.

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