NeSoVe und ÖZIV laden zum ANDEREN Dialog

Das Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe) und der Österreichische Zivil-Invalidenverband (ÖZIV) veranstalten am 12. Dezember 2011 eine Tagung zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen gegenüber Menschen mit Behinderungen.

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Ziel der Tagung ist es, mit Betroffenen, ihren Interessenvertretungen, Politik und Wirtschaft die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und den damit verbundenen politischen Forderungen zu diskutieren.

Es werden insbesondere freiwillige und regulative Maßnahmen einer gesellschaftlich verantwortlichen Unternehmensführung diskutiert. Dabei wird es darum gehen, wie ernst Unternehmen das Recht von Konsumentinnen und Konsumenten auf Barrierefreiheit nehmen, was Unternehmen dazu beitragen können, um die Situation von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben zu verbessern und welche Forderungen hinsichtlich der Einstellung von Menschen mit Behinderungen denkbar sind.

Ein besonderes Augenmerk soll auf die Situation in Großbritannien gelegt werden. Die Aktivistin Christiane Link wird die Vorbildrolle dieses Landes im Bereich Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen beleuchten.

Podiumsgäste und Vortragende sind Helene Jarmer (Behindertensprecherin der Grünen), Hansjörg Hofer (stv. Behindertenanwalt), Christiane Link (Journalistin), Jutta Pisecky (ÖSB), Anita Fleckl (ehem. CSR-Beauftragte), Franz Fiala (NeSoVe) und Erika Plevnik (ÖZIV)

Hintergrund

Österreichische Großunternehmen (zB REWE, OMV) halten regelmäßig Veranstaltungen ab, die den sogenannten Stakeholder-Dialog gewährleisten sollen. Dabei sollten die unterschiedlichen Interessengruppen eines Unternehmens die Möglichkeit haben Ihre Anliegen vorzutragen aber auch Kritik am unternehmerischen Handeln zu üben. Die Praxis zeigt aber, dass die unterschiedlichen Interessengruppen selten die Gelegenheit dazu bekommen und mit dem Gefühl zurück bleiben, nicht ernst genommen worden zu sein.

NeSoVe und der ÖZIV reagieren deshalb erstmals mit einer Tagung, die anders sein wird. Sie wird von der Interessenlage der Betroffenen ausgehen und damit den Forderungen der Menschen mit Behinderung besonderes Gewicht verleihen.

Weiters wird derzeit an einem Nationalen Aktionsplan CSR (Corporate Social Responsibility [deutsch: gesellschaftlich verantwortliches Handeln von Unternehmen]) gearbeitet. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass sich gesellschaftlich verantwortliches Handeln von Unternehmen auf rein freiwilliger Basis nicht durchsetzt. Eine österreichische CSR-Politik kann sich daher auch nicht auf Fördermaßnahmen und die Regulierung der Rahmenbedingungen von CSR-Aktivitäten beschränken. Dies zeigt sich einmal mehr bei den Maßnahmen zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, einem für Unternehmensmarketing unattraktivem Thema.

Informationen zur Veranstaltung

Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Menschen mit Behinderung

Der ANDERE Dialog. Gleichstellung: Wer behindert wen?

Montag, 12. Dezember 2011 von 14 bis 18 Uhr
Aula des Uni Campus, Altes AKH – Hof 1, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Die Programm ist online verfügbar. Anmeldung bitte mit dem Anmeldeformular an office@sozialeverantwortung.at.

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0 Kommentare

  • Meiner Meinung bringen solche Veranstaltungen viel zu wenig. Diese „bewusstseinsbildenden Massnahmen“ wurde ja schon genügend praktiziert. Natürlich ist „Freiwilligkeit“ immer besser, jedoch ist die Realität eine andere. Wir fordern klare Gesetze und eine radikale Erhöhung der Ausgleichstaxe, gerade bei Großfirmen wie REWE und OMV, denn die zahlen die Ausgleichstaxe aus ihrer „Portokassa“. Wieder einmal ist die Politik gefordert ihre Verantwortung gegenüber behinderten Menschen ernsthaft wahrzunehmen.