Neue Aufkleber „Wir dürfen nicht hinein!“ eingetroffen

Gehen Sie in die Offensive und markieren Sie nicht barrierefreie Objekte! Gemeinsam können wir etwas bewegen.

Aufkleber Wir dürfen nicht hinein!
BIZEPS

Viel zu häufig treffen wir auf Barrieren, die uns in unserer Mobilität einschränken. Um passend darauf hinzuweisen, gibt es bei uns aussagekräftige Aufkleber zu bestellen.

Sie zeigen ein Verbotsschild mit einem Rollstuhlfahrer, darunter einen Hund und den Text „Wir dürfen nicht hinein!“.

Provokant, aber Realität und gerade deswegen so wirksam.

Aufkleber jetzt im Shop bestellen.

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0 Kommentare

  • @Doris: Ich war vor 12 Jahren zum 1.Mal im Rollstuhl in den USA, heuer zum 4.Mal. Ich wollte, ich könnte hier in so viele Gebäude/Attraktionen wie dort! Besagte Verbotsschilder habe ich nirgends gesehen, nur Rollstuhlsymbole an jedem größeren Haus, die auf einen elektrischen Türöffner aufmerksam machten.

  • @Klaus Ladner: Jeder hat seine Denkweise – ich kann zwar Ihre nachvollziehen, stimme Ihnen aber nicht zu, da ich langfristig die Erfahrung gemacht habe, dass behinderte Menschen oft ausgegrenzt werden – manchmal aus Gedankenlosigkeit, aber auch oft ganz bewusst – und dass mit Tieren – auch mit Hunden öfter besser umgegangen wird als mit sogenannten „Krüppeln“, die man in der Öffentlichkeit in der „Fun- und Spaßgesellschaft“ nicht sehen will – da man eventuell selbst einmal betroffen sein könnte und dies will man verdrängen. Dies trifft, Gott sei Dank, nicht auf Alle zu. Speziell E-RollifahrerInnen haben es besonders schwer, da sie mehr Platz brauchen.

  • @meia und @markus ladstätter: Es ging mir bei meinen Ausführungen nicht darum, dass allen Menschen recht getan wird, sondern habe meine Erfahrungen eingebracht. Mit so einer schnappigen Antwort ist allerdings tatsächlich niemandem recht getan, schon gar keiner so weit als möglich objektiven Auseinandersetzung mit dem Thema.

  • @Doris: Wenn sie mit „Amerika“ die USA meinen, dann kann ich mir das (vor allem in den letzten 10 Jahren) nur sehr schwer vorstellen, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Das wäre für jeden ADA-Anwalt ein gefundenes Fressen.

    Haben sie dazu auch Fakten?

    Zu den Aufklebern (danke meia): „Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!“

  • wussten Sie, dass vor ca. zehn Jahren solche Schilder- ernst gemeint- viele rRestauranttüren in Amerika „zierten“????
    Und anstelle des ständigen Krampfes um Gleichstellung -von Mann und Frau
    -von schwarz und weiss
    -von Behinderten und nichtBehinderten
    wie wäre es, die Andersartigkeit des Anderen als Chance zu sehen.
    Der Rollstuhlfahrer kommt keine Treppe allein hinauf, dafür braucht er unsere Hilfe, aber vielleicht hat er etwas zu bieten, das wir nicht haben?
    Voneinander lernen wäre besser als zu provozieren … Ich habe noch nie erlebt, dass Provokation geholfen hätte. Freundliche Grüsse Doris

  • Mich würde interessieren, was die rollifahrenden Servicehundeführer zu dem Schild sagen …

  • @Klaus Ladner: Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!

  • @Hubert Hecher und @meia: Ich schließe mich den Fragen von Hubert Hecher an.
    So glasklar, wie meia formuliert, ist der Zusammenhang zwischen „Rolli“ und Hund nicht; und das geht nicht nur mir so. Ich wollte wissen, ob nur ich bzw. einige hier im Forum „danebenstehen“. Habe am Wochehende zwei Freundinnen gefragt, was ihnen zu dem Aufkleber einfällt, eine ist übrigens mit Krücken unterwegs und oft mit Barrieren konfrontiert. Dass es ein Hinweis auf nichtbarrierefreie Gebäude sein soll, wäre ihnen dazu nicht eingefallen. Eine meinte sogar, dass sie sich durch die Gleichsetzung mit einem Hund eher beleidigt fühlen würde. Und dass Menschen, die mit der Notwendigkeit von Barrierefreiheit nix zu tun haben, mit einem solchen Aufkleber darauf aufmerksam gemacht werden können, haben beide stark angezweifelt. „Nur“ den Rolli abzubilden, hätten beide besser gefunden. Die Idee an sich finden sie übrigens toll.

  • @Hubert Hecher: Sie sollten dies eher plakativ sehen. Schon alleine, dass ein Rollstuhlfahrer mit einem Hund auf dem Logo ist, weist auf die Diskriminierung von Betroffenen hin und die geringe Wertschätzung von gedankenlosen Menschen in unserer Gesellschaft bezogen auf behinderte Menschen – mit einem Tier „gleichgestellt“ zu sein. Wobei es sicherlich einen Unterschied macht, einen Hund z.B. aus hygienischen- oder Sicherheitsgründen nicht „hinein zu lassen“ oder RollstuhlfahrerInnen auszugrenzen, nur weil man diese aus welchen Gründen auch immer, nicht in der „Öffentlichkeit“ haben oder sehen will!

  • Ich bedanke mich für die Aufklärung, doch wieviele sehen das so wie sie es erklärt haben? Ich bin gespannt, bis wann jemand zu mir sagt: „Sie und ihr Hund dürfen da nicht rein!“

  • Lieber Herr Hubert Hecher, der Zusammenhang ist doch glasklar – Der Satz: „Wir dürfen nicht hinein“ wird normalerweise nur in Zusammenhang mit einem Hund bzw. Tier verwendet. Das zusätzliche Rollstuhllogo unterstreicht die Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen die auf Rollstühle angewiesen sind, die wie Tiere bzw. Hunde nicht hinein kommen können! „Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht!

  • Noch einmal zurück zum Aufkleber. Wer kann mir genau erklären, was der Zusammenhang von Rollifahrer und Hund hat. Ich kenne viele Orte, wo ich rein kann – der Hund aber nicht und dann wiederum gibt es viele Orte wo der Hund rein könnte, ich als Rollifahrer aber nicht. Wie erklärt sich jetzt der Zusammenhang?

  • S.g. Herr Walchshofer, vom Prinzip her, haben Sie recht! Wenn Sie jedoch diese Maßstäbe im „Öffentlichen Raum“ strikt anwenden wollen, dürften die meisten Einrichtungen aus Sicherheitsgründen von „Rollis“ nicht benutzt werden. Von den Öffis – U-Bahn angefangen bis zu den meisten Gebäuden. Dieses Risiko, dass bei Gefahr etwas passieren kann, gehe ich als Betroffener ein, wenn ich diese Einrichtungen benutze – Oder wäre es Ihrer Meinung besser, wenn Rollis diese Einrichtungen aus Sicherheitsgründen nicht benutzen dürfen? Dieses Problem ist den Verantwortlichen sehr wohl bewusst, es gibt auch diesbezügliche Konzepte. Jedoch sind diese Sicherheitsmaßnahmen mit erheblichen Mehrkosten verbunden und die will man nicht ausgeben! Den Aufkleber finde ich gut, so wie er ist!

  • Das eigentliche Problem der Barrierefreiheit von Gebäuden ist viel größer als allgemein angenommen. Es geht ja nicht nur darum wie man ins Objekt kommt, sondern ob es auch eine Möglichkeit gibt im Gefahrenfall das Obkjekt wieder sicher zu verlassen.

    Die Regel ist leider, daß es bei vielen Objekten, die barrierefrei erreichbar sind keine Möglichkeit für Rollstuhlfahrer vorgesehen ist, im Gefahrenfall das Objekt zu verlassen. Die Lifte dürfen ja im Brandfall nicht benutzt werden. Wohin denn?

    Heute war ich in einem Einkausfzentrum mit Flächen bis im dritten OG, ordentlich ausgestattet mit Liften. Aber im dritten OG waren die Fluchtwege Stahltreppen im Freien. Wohin als Rollstuhlfahrer? Das oberste Podest war zu klein, denn die Türen öffneten richtigerweise in Fluchtrichtung nach außen. Darf man als Rollstuhlfahrer da dann einfach die Treppen hinuntergestoßen werden? Es sind ja „nur“ drei Stock in einer gereade Stiege.

    Das Problem war auch bei Hochhäusern der Fall, obwohl dort an sich eine Sicherheitsaufzug vorgeschrieben ist. Hier hat ja der Lift Notstomversorgung und würde fahren können. Zuvor aber nur für die Feuerwehr vorgesehen. Soweit ich weiß wurde die entsprechende TRVB aber jetzt geändert. Der Lift sollte also für Bergungsfahrten verfügbar sein (konnte es nicht prüfen weil seit Februar erst im Spital und jetzt in Rekonvalezenz).

    Wichtig ist, wo ich hineinkomme muß ich im Gefahrenfall auch wieder gefahrenfrei hinauskönnen. Dieser Punkt wird leider noch nicht ernst genommen. Es fehlen die Konzepte und Regeln. Die Bauordnung hat dafür überhaupt keinen Raum gefunden. Wir alle (Planer, Behörden, Bizeps im Eigeninteresse) sind gefragt hier über praktikable Lösungen nachzudenken.

  • @Klaus Ladner: Absolut korrekt! Für eine Version, die ALLE Barrieren einschließen sollte, ist das „Rolli-Symbol“ ev. ein wenig zu sehr in eine Richtung gelenkt … Denn selbst bei den körperbehinderten Menschen gibt es vom Nicht-Behinderten zum Rolli-Fahrer seeeeehr große Unterschiede …

  • Ich finde die Idee mit dem Aufkleber ebenfalls ausgezeichnet! Und habe mich auch gefragt, wie das mit dem Hund zusammengeht – wahrscheinlich stellen sich manche „Nicht-Eingeweihte“ dieselbe Frage. Idee: Vielleicht wäre es geschickt, zum „Rollipiktogramm“ dazu ein Pikto mit „Blindenstock“ zu nehmen? Denn auch sehbehinderte Menschen werden z.B. durch Stufen behindert – und die Message des Pickerls wäre somit klarer.

  • @Georg Schober: Es ist auch ein Wink mit Apartheid – siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Apartheid bei Wikipedia.

    Dort wird ein Foto mit dem Text „Zutritt für Hunde und Nicht-Weiße verboten“ gezeigt.

  • danke und herzliche gratulation zu diesem super aufkleber. eines ist mir allerdings nicht ganz klar: handelt es sich bei dem hund um einen blinden- bzw. therapiehundhund, oder geht es um einen solidarisierungseffekt zwischen menschen mit behinderung und hundebesitzerInnen?

  • Gratulation zu diesem sehr aussagekräftigen Aufkleber. Bezeichnend ist auch, dass Übertretungen des Tierhaltegesetzes strenger geahndet werden als die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung (Rollifahrer). Ich wünsche der Aktion sehr, sehr viel Erfolg!