Neue Studie: Leicht verständlich gendern? So ist es möglich!

Leichte Sprache und Gendern verfolgen ein wichtiges gemeinsames Ziel: Inklusion.

Walburga Fröhlich
Matthias Niggl

Eine neue empirische Studie der Universität Graz zeigt, wie Gendern und Leichte Sprache zusammenpassen und gibt Empfehlungen für das Schreiben in inklusiver Sprache.

Dazu beurteilten 54 Personen, die Leichte Sprache brauchen, die Verständlichkeit von Texten mit verschiedenen Formen des Genderns. Darunter waren zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Menschen, die gerade Deutsch lernen.

Möglich wurde die Studie durch eine Zusammenarbeit mit dem im gesamten deutschen Sprachraum tätigen Netzwerk von capito: capito führt seit über 22 Jahren Textvereinfachungen durch, die immer auch durch Menschen aus den Zielgruppen auf Verständlichkeit überprüft werden.

Die Untersuchungen wurden an den capito Standorten in Graz, Berlin, Hamburg, Nordbayern und Stuttgart durchgeführt, um auch mögliche geografische Unterschiede abzudecken.

„Die neue Studie beweist, dass Verständlichkeit und Barrierefreiheit keine Gründe sein müssen, um auf das Gendern zu verzichten“, freut sich Walburga Fröhlich, Co-Gründerin von capito.

Die Studie finden Sie hier: www.capito.eu/genderstudie

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6 Kommentare

  • Dazu hilfreich ist z.B. eine Webseite, über die man Geschlechtsneutrale Alternativvorschläge zu oft schwierigen Wörtern finden kann.

    Siehe hier: https://genderapp.org/home?spr
    Es gibt dort auch ein AddIn für Microsoft Word, das genauso Alternativvorschläge unterbreitet.

  • „Graz, Berlin, Hamburg, Nordbayern und Stuttgart“
    Welchem Teil dieser illustren Liste entsprechen dann alle Menschen in Wien, Linz, Eisenstadt, Klagenfurt, Salzburg, Innsbruck und Bregenz?
    Rein von der gesprochenen Sprache gibt es hier viele Varianten, kulturelle Räume und „Wortschätze“.

  • Wieso überhaupt gendern?

    • Wieso nicht gendern?

    • Stellen Sie sich nur mal einen Streik aller Genderaposteln vor. Keine Bescheide mehr, auf dem erst mal erklärt wird, dass eh auch Vaginainhaber und -inhaberinnen gemeint sind, keine Dauerheulsirene in den Medien, die ständig Ansprüche an Andere stellt und sie korrigiert, selbst jedoch mehr Aufmerksamkeit und Rücksicht benötigt als jemand in der Pflegestufe 7.
      Alptraum?
      Im Gegenteil. Ich hätte so viel mehr Ressourcen frei für Andere und für mich.

    • ihre argumente gegen das gendern sind wohlbekannt und zeugen von geringer wertschätzung allen gegenüber, die immer als „eh mitgemeint“ gelten. wenn gendern einmal als selbstverständlich gilt, werden sie sehen, dass es überhaupt keine mühe bereitet. oder ist ihnen ein generisches feminimum lieber, das zb männer „eh mitmeint“?