Neuer Incubator für Barrierefreiheit

Am Tag der Inklusion 2023 eröffnet die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs ihr Gründerzentrum im Bereich Barrierefreiheit.

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Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs

Neue technologische Projekte und Ideen für eine barrierefreie und inklusive Zukunft fördern – so lautet das Ziel des neuen Accessible Technology Incubator Austria der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, das am heutigen europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, kurz Tag der Inklusion, eröffnet wird.

Ziel ist es, Startups und bestehende Unternehmen bei der Entwicklung assistierender Technologien und barrierefreier Produkte für Menschen mit Behinderungen zu unterstützen.

Erste Projekte im Incubator

Seit kurzem werden bereits zwei erste Projekte im Incubator betreut. Brian Mwiti Mwenda aus Kenya hat Sixth Sense entwickelt, ein Produkt, welches blinden und sehschwachen Menschen die Orientierung ermöglicht und sich dabei der Technologie von Delfinen bedient.

Neha Arora aus Indien möchte mit Planet Abled Tourismus inklusiv machen, in Form von Consulting, der Bereitstellung von Informationen über Barrierefreiheit und einem Zertifikat für Unternehmen im Tourismus, aus dem ein allgemeiner Standard für barrierefreien Tourismus entstehen soll.

Für den Accessible Technology Incubator hat sie sich entschieden, weil Wien ein Tourismus-Hotspot ist, mitten in Europa liegt und ein sehr aktives Netzwerk im Bereich Behinderung hat. Den Fokus des Incubators findet sie sehr wichtig:

Es gibt kaum Incubators, die sich mit Inklusion befassen. Die wenigen konzentrieren sich eher auf Frauen, aber nicht auf neue Lösungen für Menschen mit Behinderungen.

Idee zum Incubator für Barrierefreiheit

Assistierende Technologien bieten viel Potenzial für ein selbstbestimmtes Leben. Durch den nationalen und internationalen Austausch wurde den beiden Vorständen der Hilfsgemeinschaft schnell klar, dass es eine Vielzahl an Lösungen für Barrierefreiheit gibt, die teilweise kaum leistbar sind. Gleichzeitig gibt es einen großen Markt für assistierende Technologien.

Als Interessensvertretung blinder und sehbehinderter Menschen kennt die Hilfsgemeinschaft die Bedürfnisse und Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen. Im Sinne des Leitsatzes „Nothing about us without us“ ist es zudem sinnvoll, die Interessen der Community von vornherein miteinzubeziehen.

Klaus Höckner, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hilfsgemeinschaft: „Es gibt viele Gründerzentren, doch kaum welche, die sich auf Barrierefreiheit und assistierende Technologien konzentrieren. Dabei sollten wir bei neuen Produkten und Services an die Verwendbarkeit durch Menschen mit Behinderungen denken.“

Elmar Fürst, Vorstandsvorsitzender der Hilfsgemeinschaft: „Assistierende Technologien ermöglichen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben und verbessern das Leben aller Menschen, auch ohne Behinderungen. Das war der Grund für uns, in diesem Bereich aktiv zu werden und neue Lösungen zu finden.“

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Ein Kommentar

  • Eine großartige Initiative, danke für die immer aktuellen Informationen