Neues U-Bahn WC am Wiener Stephansplatz

An sechs U-Bahn-Stationen soll es 2019 modernere Anlagen mit höheren Hygienestandards und eigenem Servicepersonal geben, berichteten wir im Februar 2019. Nun ist die erste davon fertiggestellt.

SANIFAIR WC am Stephansplatz - außen
BIZEPS

Seit 2013 haben die Wiener Linien den Auftrag, das Problem der WC-Anlagen zu lösen. Sie sträubten sich dagegen hartnäckig; mussten aber schlussendlich reagieren.

Die Wiener Linien reduzieren daher die Anzahl ihrer WC-Anlagen im U-Bahn-Netz dramatisch. Von einst 70 Anlagen sollen in Zukunft knapp mehr als 30 übrigbleiben. Diese allerdings qualitätsvoller, heißt es.

25 WC-Anlagen in U-Bahn-Stationen sollen selbstreinigend sein, an den Standorten Stephansplatz, Praterstern, Karlsplatz, Schwedenplatz, Volkstheater und Westbahnhof werden betreute Anlagen durch ein externes Unternehmen betrieben. Gewonnen hat diese Ausschreibungen das Unternehmen SANIFAIR.

Sechs Jahre nach dem Auftrag der Stadt Wien wurde nun im September 2019 die erste neu errichtete und betreute Anlange am Stephansplatz eröffnet. Und so sieht sie von außen aus:

Türe des SANIFAIR WC am Stephansplatz - Eingang barrierefreies WC
BIZEPS

Das barrierefreie WC

„Als weiteren Service bietet das SANIFAIR Stephansplatz ein mit Euro-Schlüssel kostenlos zugängliches Behinderten-WC sowie einen Babywickelraum“, informieren die Wiener Linien.

Sie hatten uns im Vorfeld mitgeteilt, dass die Ausschreibungen die Ausstattung barrierefrei laut ÖNORM vorgesehen haben.

Wir haben uns die Anlage angesehen und folgende Situation vorgefunden. Die Ausstattung ist besser als der bisherige Standard der WC-Anlagen der Wiener Linien. Manche Details sind allerdings verbesserungswürdig. (Spiegel, Platz für Schalter, …)

SANIFAIR barrierefreies WC am Stephansplatz - Innenansicht
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9 Kommentare

  • Ja, ja es braucht einen 2. Lift am Stephansplatz.
    Und: vielleicht denken wir mal nicht nur an unser Pinkel-Bedürfnis, sondern an das von Hunderten und Tausenden Menschen, die in Heimen etc zwangsuntergebracht sind, und weder essen, trinken oder pinkeln können, wann sie wollen. Und denen es auch verwehrt wird, ihre sonstigen Menschenrechte auszuüben. Und ein Ausflug auf den Stephansplatz kommt sowieso nicht in Frage, weil das nicht im Leistungskatalog der Heime steht!
    Also liebe Volksanwaltschaft und Vertretungen: machts was!

  • Von 70 auf 30 Stück reduziert? Was macht man in den anderen U-Bahn Stationen?

    Geht man da in eine dunkle Ecke im Stiegenhaus, wie schon einst in Versailles?
    Oder macht man auf die Gleise, weil es unten frei ist?
    Vielleicht sägt auch jemand Löcher in die Sitzbänke, damit man sich im Sitzen erleichtern kann?

  • Die WC wären schon super, wenn wir mobilitätsbeeinträchtigten Menschen es auch rechtzeitig errechen könnten. Wer am Stefansplatz steht und den Lift braucht um auch zum WC zu kommen, muss über eine/n sehr große/n und vor allem „fest“ dichtende/n Blase bzw. Darmausgang „verfügen“ bzw. damit „ausgestattet“ worden sein, damit wir uns nicht in die Hosen machen müssen. Wer den Lift am Stefansplatz kennt, der kann nicht übersehen, ein zweiter Lift muss her! Liebe Wiener Linien – auch wenn er für Sie in Spucknähe nicht gebraucht wird und daher auch nicht kommt, Frau Sima hat das federführend mitentschieden, dann habt ihr zwar eine nutzbares WC für jene, die „unten“ sind gemacht, für die, die „oben“ auf den Lift warten müssen, dass er überhaupt kommt, wenn er nicht schon wieder kaputt ist, ja auch schon was oder? Wer also „unten“ ist, kann das WC benutzen, dafür wenn überhaupt, kann er nicht nach „oben“. Ein zweiter Lift muss her und zwar schnell!!!

  • …und die riesigen Waschbecken, die vor allem im Weg sind…

    • ja Klaudia, das riesige Waschbecken gleicht einer öffentlichen Säuglingsbadewanne. Die wird jedoch in einem Wickelraum kaum angeboten, deshalb wird es in Rollstuhl WC Anlagen eingebaut, irgendwer muss sie doch kaufen – und die Wiener Linien sind ein Garant dafür! Bitte kleine Waschbäcken installieren, auch wenn die Firma Laufen dann sauer auf die Wiener Linien ist, weil dann wirklich kein Mensch so ein großes Waschbecken kauft, weil dafür Null Bedarf ist. Außerdem es behindert gewaltig jene, die auf ein Rollstuhl WC angewiesen sind. Weg mit diesem Dreck, hat mir ein Rollstuhlfahrer gesagt! ich stimme zu!!!

  • werde ich demnächst ausprobieren

  • Ich freu mich, dass diese fast endlose Geschichte einen erfolgreichen Anfang hat!
    In den Bezirken wird es noch ein Weilchen dauern, zB in der Station Josefstädter Straße muss erst für das neue WC Platz geschaffen werden.
    Wir bleiben dran, lG Jutta Sander

    • wie lange dauert den ein „Weilchen“, ich denke das kann nicht lange sein, weil es ja auch verniedlicht ist.