New York führt als erster US-Bundesstaat neues Barrierefreiheitspiktogramm ein

Das bekannte Rollstuhl-Symbol wird somit durch ein Piktogramm ersetzt, das einen modernen Zugang zum Thema Behinderung darstellen soll.

Neues Rollstuhlsymbol zeigt aktiveren Lebensstil
The Accessible Icon Project

Als erster US-Bundesstaat hat New York letzte Woche ein Gesetz erlassen, dass ab nun ein neues Piktogramm für Behinderung verwendet wird. (UPDATE: Weil wir viele Anfragen erhalten haben, ist es nun auf unserer Homepage bestellbar.)

Es zeigt einen Rollstuhlfahrer oder eine Rollstuhlfahrerin in einer nach vorne gelehnten Position, der oder die gerade dabei ist, den Rollstuhl zu „fahren“. Die Räder sind durchbrochen, so soll die Bewegung symbolisiert werden.

Gleichzeitig wird bei Parkplätzen die Bezeichnung „handicapped“ durch „accessible“ ersetzt.

Die Seite acessible icon erläutert die Änderungen der graphischen Elemente im Detail.

„Diese Änderungen sind ein wichtiger Schritt, das Verständnis von Barrierefreiheit in der Gesellschaft zu korrigieren und die Stigmatisierung zu beseitigen“, so Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates New York. Dieses neue Symbol ist auch ADA-konform.

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0 Kommentare

  • @Markus Ladstätter/BIZEPS
    Ich darf Sie auszugsweise zitieren:
    —Zitat Beginn — Neuentwicklung schon weg.

    Ich sehe es als einen Schritt von vielen. Ob die US-Amerikaner eine Ö-Norm heranziehen für ihre Entscheidungen wage ich zu bezweifeln. —Zitat Ende—
    Mitunter tun sie Besser daran keine Ö-Normen für Ihre Entscheidungen heranzuziehen.

  • Also ich weiß nicht, das sieht so aus, als ob dem Kollegen ein Furz stecken geblieben ist. Nein, muss jetzt nicht sein.

  • Man hat Assustenten und keine BetDas neue Piktogram zeigt, als Rollstuhlfahrer lebt man und wird nicht gelebt. Man hat Assistenten, Helfer und Freunde und keine Betreuer, die über einen verfügen.

  • Man sollte im Hinterkopf behalten, dass dieses Symbol aus einem Kunstprojekt heraus entstanden ist. Der Hauptgedanke war das Erregen von Aufmerksamkeit.

    Außerdem ist ein Symbol natürlich immer stark vereinfacht und naturgemäß „symbolisch“.

    Wieso das Piktogramm so entworfen wurde, habe ich hier erklärt:
    http://www.etikettenwissen.de/wiki/Symbol_f%C3%BCr_Barrierefreiheit

  • Ich schließe mich den Bedenken der Vorposter Erwin Kapl und Wolfgang Zagler an. Das Symbol halte ich für zu selektiv, es repräsentiert nur eine kleine Minderheit behinderter Menschen. Man kann eben auf beiden Seiten vom Pferd fallen.

  • Liebe Leute,
    was soll das Neu schön und gut jedoch welche Formen an Rollifahrer gibt es an die im Elektro wurde kein Bezug genommen daher wundert es mich das sich Hr. ladstätter dazu nicht geäußert hat, ich als Rollifahrer habe damit so meine Bedenken und wo bleibt hier die Inklusion es gibt mehr Behinderungsformen als den Rollifahrer es wäre besser die Amerikaner würden ein Symbol bringen was ALLE Arten von Behinmderung einschließt. Also Bitte Herr Ladstätter wenn Sie nicht mit den Subventionen kämpfen müssen wäre dazu eine Stellungnahme sicher etwas brauchbares für Menschen mit BEHINDERUNG.
    MfG
    Erwin Kapl

  • Lieber Herr Zagler!

    Ich verstehe ihre Bedenken, möchte aber noch kurz weiter erläutern:

    Diese Piktogramm haben keine New Yorker Kolleginnen und Kollegen erfunden sondern ging von einer Privatperson aus.

    Der Ideengang war glaube ich, das Symbol moderner zu gestalten und gleichzeitig es aber so ähnlich zum alten zu lassen, dass es auch den bereits existierenden Regelungen und Gesetzen zum Anbringen von Rollstuhl-Schildern entspricht. Dadurch fällt einer komplette Neuentwicklung schon weg.

    Ich sehe es als einen Schritt von vielen. Ob die US-Amerikaner eine Ö-Norm heranziehen für ihre Entscheidungen wage ich stark zu bezweifeln 😉

  • Eine Chance verpasst!

    Grundsätzlich ist ja gegen das neue Symbol nichts einzuwenden, trotzdem finde ich, daß es sich lediglich um billige Kosmetik handelt. Sowohl Betroffene als auch Expertinnen und Experten (das eine schließt das andere nicht aus) für barrierefreie Gestaltung bemühen sich seit vielen Jahren, ein Bewußtsein dafür zu schaffen, daß Barrierefreiheit (Accessibility) ein umfassender Begriff ist. Es geht um viel mehr als um die Zugänglichkeit für Menschen, die einen Rollstuhl benützen. Es geht um mehr als Türbreiten und Rampen die sind Grundvoraussetzung, aber nicht alles). Es geht um Kontraste (siehe Flughafen Wien), es geht um Untertitel und Gebärdensprachen, es geht um Induktionsschleifen und „Leichter Lesen“ und es geht auch um die Gestaltung von Webseiten und und und … – es geht um eine umfassende Bewußtseinsbildung und Neuorientierung in den Köpfen von allen, die mit Planen und Gestalten befaßt sind.

    Das neue Symbol schreibt nur das alte mechanische Denken der vergangenen Jahrhunderts fort, das darin gipfelt, daß nur Stufen aus Beton die einzig wahren und zu bekämpfenden Barrieren sind.

    Ich hätte mir daher von den Kolleginnen und Kollegen in New York Besseres und mehr Weitsicht erwartet (ein Bliick in die ÖNORM B 1600 hätte genügt). Vor allem hätte ich erwartet, daß sie sich vorher mit der ISO (der internationenlen Normungsoreganisation) und der WHO (Weltgesundheitsorganisation) ins Einvernehmen setzen, bevor ein solcher engstirniger und zu kurz greifender Entworf in die Welt gesetzt wird.

    Ich würde erwarten, daß sich Organisationen von Menschen mit Behinderungen (wie BIZEPS oder People First) vehement gegen solche Klischees aussprechen – mögen sie graphisch auch noch so anspruchsvoll sein, sie bleiben dann eben doch nur Feigenblätter.

    … das meint in aller Bescheidenheit

    Wolfgang Zagler

  • Ja, ich würde neue Piktogramme auch schön finden, aber aktiv sollten doch die von uns gewählten Politiker sein, die kassieren dafür, nicht nur wie, die wie es im Alltag ohnehin viel schwerer haben.

  • Das neue Piktogramm finde ich sehr gut, denn es zeigt uns Rollifahrer als aktiven Menschen, der genauso wie jeder andere seinen Platz braucht.

  • Ich kann mich nur der Meinung von Martin Wolkerstorfer anschließen.

  • Solche Versuche gab es schon viele. Haben wir nicht andere Probleme?

    Zum Beispiel die katatstrophale Arbeitslosenrate von MmB: Von 360.000 Arbeitslosen sind rund 60.000 Behinderte!!! Ein Skandal!
    Oder die fortwährende Verringerung von Förderungen (NoVa, IV-Pension, Pflegegeld, geringerer Mobilitätszuschuss, nach wie vor keine zeitgemäßen Bauordnungen in vielen Bundesländern, kein Rechtsanspruch auf viele Förderungen…).

  • Eine beeindruckende Demonstration über die Macht und Wirkungskraft von Bildern und Symbolen!! Das neue Symbol hat 100% eine andere Aussage als das bisherige: ein baldige weltweite Verbreitung wäre begrüßenswert!