Niederlande: Euthanasie bei Neugeborenen?

Niederländische Ärzte fordern ein Gesetz, das die Sterbehilfe bei Neugeborenen mit unheilbaren Krankheiten erlaubt.

Flagge Niederlande
Bandera de los Países Bajos von Elentir / CC BY-SA 2.0

Niederländische Ärzte fordern ein Gesetz, das die Sterbehilfe bei Neugeborenen mit unheilbaren Krankheiten erlaubt, berichtet Pressetext Austria mit Berufung auf die BBC.

Geregelt soll es von einer einzusetzenden Kommission werden ob und unter welchen Kriterien bei Babys Sterbehilfe angewandt wird.

Die niederländische Regierung will in den nächsten Monaten dazu Stellung nehmen, doch schon im Vorfeld ist eine kontroverse Euthanasie-Debatte aufgeflammt.

Laut Befürworter der zu treffenden Regelung beträfe dies rund 600 Kinder weltweit (10 bis 15 werden in den Niederlanden erwartet), die mit sehr schweren Missbildungen zur Welt kommen. Genannt wird in diesem Zusammenhang beispielsweise das Fehlen des Gehirns.

Eines der Universitätskrankenhäuser hat bereits ein Dokument ausgearbeitet, das die Umstände festlegt, in denen die Sterbehilfe für neugeborene Babys begründet werden kann. Dieser Text wurde vom Vatikan auf das Äußerste kritisiert.

Seit 2002 ist in den Niederlanden die Euthanasie legalisiert. Die Möglichkeiten der Euthanasie werden seither laufend ausgeweitet.

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0 Kommentare

  • @Ruppert: Der Mensch ist des Menschen größter Feind. Es ist schon lange „fünf nach zwölf“! Siehe: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=6496

  • Ärzte, die ihren Hippokrates-Eid verleugnen und zu Totmachern werden, sind eine der Ausgeburten der Kulturperversionen unserer Zeit. Sie lehren uns, die Menschen wieder zu fürchten. Eines Tages werden wir sie meiden, wie die Pest.

  • Ich bin Mutter eines Kindes mit einem Gendefekt. Mein Sohn lebt gern, er freut sich jeden Tag auf seine Schule (selbst wenn es nur eine Behindertenschule ist). Mit seiner schweren geistigen Behinderung hätte er zu den Zeiten des Nationalsozialismus keine Lebenschance gehabt. Jetzt wäre er sicher auch von den Plänen betroffen. Wer entscheidet hier über Leben und Tod? Oder geht es hier nicht nach Interessen des Geldes? Wasist mehr wert, das Lachen eines schwerbehinderten Kindes oder seine Kosten der Pflege bis zum normalen Tod? LG Carola

  • Das auch Menschen,die mit einer solch schweren Behinderung zur Welt kommen Gefühle haben wird ja garnicht abgestritten. Mir scheint dass dies aber eher eine Argument für den Infantizit ist als dagegen. Gängige Praxis ist es nämlich Kinder die mit einem offenén Rücken zur Welt kommen einfach nicht zu operieren und sozu sagen einfach dahinsiechen zu lasse. Stellt sich hier nicht die Frage was nun humaner ist?

  • Wie weit ist die Menschheit schon gesunken, daß sie nicht einmal vor Kindern mit behinderung halt macht, was kann ein behindertes Kind dafür, wenn es behindert auf die Welt kommt, es ist ein Lebewesen mit Gefühlen, es wird trotzdem von den Eltern geliebt und groß gezogen, darüber hat noch keiner nachgedacht, besonsers nicht die Götter in weiss, traurig aber wahr.

  • Woher nehmen wir dass scheinbare Recht über Leben und Sterben eines Menschen zu befinden? Kein noch so umfangreiches Argumentieren wird je jemand von uns dieses Recht geben! Es löst Ärger, Ohnmachtsgefühle … aus über unsere Überheblichkeit zu lesen und ich wünsche mir weiter zu üben ihr nicht Macht zu geben in meinem Leben und meiner Umgebung, überall dort wo ich die Chance habe mich und andere Menschen daran zu erinnern und ich mitbestimmen kann.

  • Die Entwicklung in den Niederlanden ließ es befürchten, daß es nicht bei der Sterbehilfe bei „entscheidungsfähigen“ bleiben wird. Ein „Dammbruch“ war zu erwarten. Man wird an die NS-Zeit erinnert. Jede Form und Art der Euthanasie ist strikt abzulehnen. Weder das Leben noch das Sterben steht zu unserer Disposition.