NÖ: Behinderte über Aktion uneinig

Unterschriften für Umbau der Busse könnten Gesprächsklima mit Stadt stören

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Die Kritik an der Behindertenpolitik der Stadt Wiener Neustadt zieht weite Kreise, berichtet die Tageszeitung Kurier. Jene Gruppe von Rollstuhlfahrern, die seit zwölf Jahren an den sogenannten „Rollstuhlfahrer-Besprechungen“ im Rathaus teilnimmt, ist über die Unterschriftenaktion für den behindertengerechten Umbau der Stadtbusse empört.

Wie berichtet, wurde die Initiative von der Rollstuhlfahrerin Brigitte Tischler ins Leben gerufen. Sie fordert mit Nachdruck die Umrüstung der Busse. „Mit solchen dummen Aktionen wird unsere jahrelange Zusammenarbeit mit der Stadt einfach zunichte gemacht. Man kann nicht von heute auf morgen alles verlangen“, ärgert sich Christian Pinkernell, selbst Rollstuhlfahrer.

Vor zwölf Jahren, schildert der Querschnittgelähmte, sei die heutige Bürgermeisterin Traude Dierdorf an ihn mit dem Vorschlag heran getreten, Rollstuhlfahrer-Besprechungen in der Stadt einzurichten.

„Seither gibt es alle paar Monate diese Treffen, an denen rund zehn Behinderte teilnehmen“, erklärt auch Brigitte Haberstroh. Die Rollstuhlfahrer dürfen mit entscheiden, wo Behindertenparkplätze oder Toiletten eingerichtet werden oder sie sind bei Baubesprechungen dabei.

„Uns wurde gesagt, dass die neuen Busse mit Rollstuhl-Rampen ausgerüstet werden. Jeder Versuch, jetzt etwas anderes zu erzwingen, schadet nur dem guten Klima“, so Pinkernell.

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