NÖ: Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderung

Schwarz: Monitoring-Ausschuss wacht über Einhaltung von Rechten und Bedürfnissen

Ortschild mit Aufdruck Niederösterreich
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Im Vorfeld des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember beschäftigten sich am 26. November, im NÖ Landhaus in St. Pölten im Rahmen eines Fachsymposiums Menschen mit Behinderungen, Trägerorganisationen von Behinderteneinrichtungen, politische Vertreterinnen und Vertreter sowie Fachexpertinnen und -experten mit Niederösterreichs Weg zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderungen.

An dem Symposium mit dem Titel „Dialog“ nahm auch Landesrätin Mag. Barbara Schwarz teil. Die Landesrätin zeigte sich erfreut, dass es in Niederösterreich in Zukunft ein eigenes Monitoringgesetz zur Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention geben wird.

„Der eingerichtete Monitoring-Ausschuss unter dem Vorsitz von Dr. Christine Rosenbach wird darüber wachen, dass in Zukunft die Rechte und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen eingehalten werden“, sagte Schwarz und unterstrich, dass die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen ein zentrales Thema im Rahmen der zukünftigen Sozialpolitik des Landes Niederösterreich sei.

„Es liegt noch ein langer Weg vor uns. Wir können diesen Weg nur gemeinsam, unter Einbeziehung aller Beteiligten, gehen – den Menschen mit Behinderungen und ihren Stellvertreterinnen und Stellvertretern genauso wie den Trägerorganisationen von Tagesbetreuungseinrichtungen und Wohnhäusern oder den Eltern und ihren Vertreterinnen und Vertretern. Ziel unserer Politik muss es sein, dass alle Menschen, die unsere Unterstützung benötigen, mit uns und unter uns leben. Denn Ihre Behinderung ist einfach Bestandteil ihrer Persönlichkeit. Sie haben Fähigkeiten, Stärken und Schwächen wie alle anderen Menschen auch und sind daher eine wertvolle Bereicherung für unsere Gesellschaft“, so Schwarz.

Neben Sozial-Landesrätin Schwarz referierten und diskutierten im Rahmen des Symposiums unter anderem die Vorsitzende des Bundesmonitoring-Ausschusses, Mag. Marianne Schulze, Mag. Michael Prunbauer von der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, der Direktor des Kompetenzzentrums für Nonprofit Organisationen der Wirtschaftsuniversität Wien, Dr. Christian Schober, und auch die zukünftige Vorsitzende des Monitoring-Ausschusses in Niederösterreich, Dr. Christine Rosenbach.

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0 Kommentare

  • Über die Einhaltung von Rechten gibt’s im menschenrechtlichen Niemandsland Niederösterreich erst was zu wachen, wenn sie zuvor realisiert sind. Vordringlich müssen die elementaren Menschenrechte für behinderte Menschen erst mal genussfähig zubereitet werden und dürfen nicht länger als „Zukunftsmusik“ vermaledeit werden, wie dies z.B. durch den Leiter der NÖ Sozialabteilung, Herrn Mag. Martin Wancata geschieht.
    Ob tatsächlich über die Einhaltung von Bedürfnissen, womöglich sogar die „besonderen“, gewacht werden soll, hab‘ ich so meine Bedenken. Naja, wenn’s so zu verstehen sei, dass alle behinderten Menschen ihre Notdurft erledigen dürfen, wann immer sie müssen, dann wär’s ja OK, aber gleich überwachen?

  • Wenn wir laut Frau Soziallandesrätin Schwarz diesen Weg nur gemeinsam gehen können, unter Einbeziehung aller Beteiligten, wie es sehr schön formuliert wurde, warum wurde ich dann von dieser „Dialog“-Veranstaltung exkludiert?
    Und zwar sowohl als Sprecher einer schwerst mehrfachbehinderten Person, als von anhaltenden und existenzvernichtenden mittelbaren Diskriminierungen der NÖ Sozialabteilung betroffener pflegender Angehöriger, als Sprecher der österreichischen Bürgerinitiative „Daheim statt Heim“, deren Forderungen von etwa 800 behinderten Menschen, Angehörigen und Freunden unterstützt werden und lettlich auch als Vertreter des ÖZIV.
    Die Begründung durch den Organisator der Tagung, Leiter der NÖ Behindertenhilfe Dr. Cernelic: Ich würde nicht in die Zielgruppe der Veranstaltung passen.