NS-Präparate in vier Uni-Instituten

Profil: Massive Proteste gegen den sogenannten "Pernkopf-Anatomie-Atlas" haben die Universität Wien zu bisher einzigartigen Nachforschungen veranlaßt.

Opfer der NS-Zeit
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

„Es wurde untersucht, wieweit Wiens Medizin Opfer des NS-Regimes für Studien benützte und ob sie noch Leichenteile besitzt. Die eben abgeschlossene Untersuchung zeigt, daß zahlreiche Leichen der fast 1400 in Wien Hingerichteten sowie von Menschen, die in Tschechien exekutiert worden waren, und auch von Gestapo-Opfern an die Anatomie geliefert worden sind“, berichtet das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe.

Zuliefern ließen sich – so Profil weiter – die Ärzte an den universitären Kliniken auch von NS-Arzt Heinrich Gross, der im Kinder-„Euthanasiepavillion“ am „Spiegelgrund“ tätig war.

„Die Nachforschungen dauerten eineinhalb Jahre und stießen bei den Medizinern zuerst auf Erstaunen, dann auf Erschrecken: Vier Universitätsinstitute hatten bis jetzt medizinische Präparate dieser Opfer, meist unbeachtet in Kellerräumen, liegen“, hält Profil abschließend fest.

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