Oberösterreich: Gehörlose darf nicht Sonderschullehrerin werden

Eine gehörlose Linzerin will Sonderschullehrerin werden. Das Bildungsministerium ist dagegen. Denn die "körperliche Eignung" ist Voraussetzung für den Lehrberuf, heißt es dort.

Astrid Weidinger
ORF

Astrid Weidingern, eine 22-jährige gehörlose Linzerin, möchte eine Ausbildung zur Sonderschullehrerin absolvieren, doch das Bildungsministerium lehnt dies mit Hinweis auf die gesetzlichen Bestimmungen, in denen eine körperliche Eignung Voraussetzung für eine Abschluss an einer Pädagogischen Akademie (PädAk) ist, ab, berichtet die Tageszeitung „Standard“. Besonders grotesk ist dies deswegen: Die junge Frau möchte nämliche gehörlose Schülerinnen und Schüler unterrichten.

„Es geht mir nicht darum, eine Symbolfigur zu sein. Ich möchte einfach das Gleiche erreichen können, wie jemand, der hört“, erklärt die Weidinger in der Tageszeitung.

Sie ist derzeit außerordentliche Studentin an der PädAk und ist entschlossen um ihr Recht auf ein ordentliches Studium zu kämpfen. „Es gibt sehr wenige Lehrer, die mit gehörlosen Eltern und Kindern in Gebärdensprache kommunizieren können“, kritisiert die Studentin im Standard.

Bildungsministerium dagegen

Das Ministerium sieht das ganz anders: „Wir sind als Ministerium verpflichtet, auf die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen zu achten“, erklärt Heinz Gruber, Sektionschef im Unterrichtsministerium. Es gebe eben den Passus der körperlichen Eignung im Gesetz, erläutet die Zeitung. „Es gibt ein allgemeines Lehramt für Volks- und Sonderschullehrer und keines für Gebärdensprachlehrer.“

Die PädaK unterstützt Weidinger

„Die Studentin ist durch diese Entscheidung bei der Berufsausübung sehr eingeschränkt. Sie kann von der Schulbehörde nur als Zweitlehrerin angestellt werden“, zitiert die Tageszeitung Josef Fragner, Direktor der Bundes-PädAk in Linz.

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0 Kommentare

  • ICH BIN NICHT ANONYM; ICH BIN FRAU STAVROU; SIE ZOCKERN BUCHSTABEN BEIM SCHREIBEN AB; DAMIT MAN DENKT; DASS AUSLÄNDER NICH RICHTIG SCHREIBEN KÖNNEN

    FRAU STAVROU

  • wENN SIE FRAU UND HERR WEIDINGER SONDERSCCHULLEHRERIN SIND, DARFF EINE GEHÖRLOSE SONDERSCHULLEHRERIN WERDEN. MICH HAT AUCH HERR WEIDINGEER AUS DEM DIENST AUSGESCHLOSSEN WEIL ICH AUSLÄNDERIN BIN.

  • Hey Marc 😉 schön dich zu sehen. Der Bericht ist jetzt 5 Jahre her, hat sich zwischen zeit (positiv) verändert? Es ist sehr traurig, dass für uns (GLs, Blinde, Rollstühlfahrer, Sexualität, Andersgläubige) noch immer! keine freie Zugang ohne barriere besitzen.

  • In tirol hat ja einige schwerhörig Lehrerin absolvieren. Das ist voll diskimíermung und nicht normal Minster.

  • Viele schimpfen immer über Ausländerdiskriminierung, was ist dann das??? Für mich ist dies eine Diskriminierung aller Gehörlosen. Diese Linzerin ist fest davon überzeugt und hat ein klares Ziel vor Augen, wie viele Jugendliche haben das heute noch? Ich würde kein Problem darin sehen, diese Person unterrichten zu lassen, es ist ihr größtes Ziel und sie würde bestimmt mit mehr Engagement an die Sache ran gehen, als so manch anderer Lehrer!
    Liebe Astrid, kämpfe weiter, gib nie auf! Beweise es ihnen, dass es möglich ist.

  • auf meinem mail ging sich leider nicht alles aus also schreibe ich hier noch einmal den schluss:unser staat sollte froh sein wenn jemand arbeiten möchte oder haben wir zu wenig arbeitslose?wir finden das krotesk sie nicht unterrichten zu lassen.

  • mein mann und ich finden das unglaublich.wir haben zwei söhne und unser älterer sohn ist schwerhörig und mit geräten versorgt, ich denke er fände es gut eine lehrerin zu haben die selbst betroffen ist mit dieser einschränkung zu leben.michael so heißt unser sohn war in einer normalen volksschule und wurde von einer mobilen schwerhörigen lehrerin betreut eine wirklich gute lehrerin man konnte mit ihr über alles sprechen sie arbeitete ausgezeichnet mit seiner volksschullehrerin zusammen danach kam er in eine private hauptschule leider betreute ihn dort jemand anders ,dieser meinte michi wäre doch in der schwerhörigenschule besser aufgehoben,leider haben wir diesen lehrer glauben geschenkt, er besuchte für kurze zeit die schwerhörigen schule in wien 22,es war ein alptraum denn in der klasse waren 4 schwerhörige kinder den rest der schüler nennt man stark verhaltensgestört,wir hatten auch nicht das gefühl das die lehrer auf schwerhörige kinder eingehen wollen,wir dachten alle wären so tolle lehrkräfte wie unsere moblie lehrerin von der volksschule,es war nicht so.nun geht er wieder in eine normale schule wird wieder mobil betreut von einem ausgezeichneten mobilen lehrer und bemüht sich unter lauter hörenden den unterricht zu verstehen,meine frage: wer nimmt sich das recht zu urteilen das schwerhörige oder gehörlose weniger wert sind als wir hörenden und das sie nicht die gleichen rechte auf berufe haben die sie gerne ausüben möchten,unser staat sollte froh sein wenn jemand arbei

  • Meines Wissens nach, gab es Proteste durch die Eltern gegen die Einrichtung des Sonderschulwesens bereits bei der Einführung des Gesetzes zur Einweisung in die Sonderschulen – was ich als nur zu verständlich empfinde. Denn in ihrer eigenen Familie waren die Kinder – zwar nicht immer, aber doch zumeist – ja auch integriert. Was den Kostenfaktor anbelangt, so machen „Sondereinrichtungen“ auch „Sonderausgaben“ – Ausgaben, die mit der Einschulung in Regelschulen plus Zweitlehrer immer noch billiger kommen dürften. Und, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, dann brauchen behinderte Kinder keine Benachteiligung zu befürchten, nein im Gegenteil, sie haben mehr Lernchancen. Und solche lasse ich mir auch als Erwachsene nicht absprechen -auch nicht durch starke Ausleseverfahren, wie es sie durch gegenwärtige Politik wieder gibt – in allen möglichen unglaublichen Formen bis hin zu den Universitäten. Wo steht geschrieben, daß derart extreme Auslese IMMER da war???

    Gottlob war das nicht immer der Fall und ich bin dankbar für die Chancen, die ich hatte und die man mir auch heute noch gibt. Alles Gute für Sie auch weiterhin, liebe Astrid Weidinger! Einige Gedanken für Sie: Selbst, wenn Sie es schaffen, eine volle Lehramtsverpflichtung als Lehrerin zu erhalten, so heißt das noch lange nicht, daß Sie von weiterem Mobbing durch hörende Lehrerkolleg/inn/en verschont bleiben könnnten. Es ist also gut, rechtzeitig Gegenstrategien zu kennen …

  • Hey, Danile! Das wäre aber echt ein Traum, dass du hörend geworden bist *applaudier*! Aber was nützt den Gehörlosen, wenn das Gehörnerv durchgetrennt??? Und wie ist’s möglich per geistige Kraft Nervenstränge wiederzuherstellen??? NIEMALS …

  • ES GIBT KEIN UNHEILBAR! TAUB ODER GL IST VERZERRTER SEELENAUSDRUCK! IHR KÖNNT ALLE HÖREND WERDEN!! EINZIGE VORAUSSTZG: SELBER ANWESEND SEIN BEI EINEMGEISTHEILER!! ICH SELBER HABE MEINE GL SEIT GEBURT( 140db) vollkommen innerhalb von 5 wochen verlOREN!! ICH HÖRE ALLES NUN!! SEIT 55 J GL!! http://www.bruno-groening.de############### psi forum .de

  • FORTSETZUNG, da man nicht mitgeteilt bekommt wenn der Beitrag zu lang wird …

    Astrid ist geradezu PRÄDESTINIERT diese Sprache anderen Gehörlosen beizubringen, es gibt kein Argument der Welt das die Gebärdensprache und die Lehrfähigkeit tauber Lehrer wirklich in Abrede stellen könnte. Bitte um Mitteilung wo und wie ich beitragen kann für die Selbverständlichkeit der Berechtigung der Gebärdensprache einzutreten.

  • Es paßt zur engstirnigen, genaugenommen respektlosen, ja, menschenverachtenden Ansicht daß sich alle UNS „Normalen“ anzupassen haben daß man Gehörlose und Schwache zu Hörbehelfen, Implantaten zwingt, die nur eine ganz kleine Hilfe, aber nie ein Ersatz für das normale Gehör sein kann. Daß man sie zwingt Sprechen zu lernen, Lippenlesen, wo es eine vollwertige SPRACHE mit Grammatik und Regeln, die Gebärdensprache gibt.

    Warum diese Sprache offiziell als solche nicht anerkannt ist bei uns kann wohl kein mensch verstehen , der auch nur die leiseste Ahnung hat von Gehörlosigkeit.
    Ich bin Musiker, seit ein paar Jahren auf einem Ohr taub (da nützt kein Hörgerät), auf dem anderen schon frequenzeingeschränkt und weiß, wie isoliert man sein kann wenn man beeinträchtigt ist.

    Abgesehen von der Chance daß die gebärdensprache zu einer internationalen Verständigungssprache werden könnte, die alle Sprachbarrieren durchbricht verweigern die Verfechter der Hörbehelfe und Lautsprachaufdrängung ´die erwiesene Tatsache, daß Kinder, die gehörlos auf die Welt kommen durch das Fehlen einer SPRACHE (und das ist die Gebärdensprache) Entwicklungsdefizite erleiden und wie behindert wirken, wofür sie auch oft gehalten werden.

    Sprache ist ein wichtiger Teil der Intelligenzentwicklung, die denen Vorenthalten wird welche diese Chance der Gebärdensprache nicht bekommen.

    Astrid ist geradezu PRÄDESTINIERT diese Sprache anderen Gehörlosen beizubringen, es gibt kein Argument der Welt das dieses wide

  • Ich finde es schlimm, dass eine gehörlose Frau in Österreich nicht das Recht hat gehörlose Kinder zu unterrichten. Ich meine, sie will ja nicht an einer „normalen“ Schule unterrichten. Ich denke (ist auch durch Studien belegt), dass Gehörlose dann die größtmögliche Chance auf eine relativ weitreichende Bildung haben, wenn sie sowohl Laut- als auch Gebärdensprache erlernen, und da 90% der Gehörlosen hörende Eltern haben, lernen sie die Lautsprache bereits zuhause. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass ein gehörloses Kind so gut wie möglich Gebärdensprache lernt, und das geht nun mal am Besten, wenn es jemand unterrichtet, der es selbst schon sein ganzes Leben praktiziert.

  • Ich finde es Schwachsinn, dass eine Gehörlose nicht als Lehrerin arbeiten darf, denn sie hat die gleichen Vorraussetzungen und Ausbildung mitgemacht wie andere Lehrer. Zu dieser Lehrerin habe die Kinder eine bessere Verständiigung.

  • *** Vorsetzung *** Eine einheitliche, für alle deutschsprachigen Länder ,Gebärdensprache soll daneben unterrichtet werden. Das würde es „Normalhörenden“ leichter machen sie zu lernen. Damit vermeidet man eine starke Ausprägung von Dialekten. Amerika Du hast es besser! So lets go West, in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Begrenzt nur durch den Inhalt eigenen Geldbeutels 😉

  • Es ist schon erstaunlich wie schwer es hörgeschädigten und begabten Menschen von „Normalhörenden“ immer wieder gemacht wird einen Beruf seiner Neigung zu erlernen. Betrachtet man die Geschichte der hörgeschädigten Bildung,so stößt man unweigerlich auf das Buch“Mit der Seele hören“ von Harlan Lane, erschienen im dTV-Verlag. Die ersten gl-Lehrer waren auch gl! Persönlich kenne ich eine gehörlose Grundschullehrerin an der Gehörlosenschule Nürnberg. Natürlich muss ein intellektueller Befähigungsnachweis erbracht werden, dass das Pädagogikstudium ein Studium erfolgreich abgeschlossen werden kann. Das ist in bei dieser Frau aber zweifellos gegeben.

    Es kommt aber auch vor, dass Österreich eine Vorreiterrolle spielen kann, was besonders in der „Lebenswelt Schenkenfelden“ zu Ausdruck kommt. Die Barmherzigen Brüder Linz bieten eine Ausbildung für Gl an, die mehrfachbehinderte GL betreuen, ohne das ein Abitur/Matura vorgeschrieben ist. Das findet man in Deutschland bis jetzt noch nicht. Neuere Angebote sind in Wilhelmdorf und in Schleswig-Holstein zu finden. Von einer Beschäftigungsmöglichkeiten für Absolventen ganz zu schweigen. Persönlich vertrete ich als Schwerhöriger die Meinung, dass die Lautsprache, und damit der Aufbau eines aktiven und passiven Wortschatzes unbedingt nötig ist um abstrakt zu denken zu lernen um in einer „Hörenden“ Umwelt bestehen zu können. Andernfalls führt es zu einer bleibenden Ghettoisierung.

  • Kann die gehörlose Linzerin in der hörgeschädigter Schule in unserer ganz Deutschland (irgendwo egal!) arbeiten, um eine Stelle finden, da sie dort zeigen kann, was sie so machen kann, bestimmt wird der Ministerium neidisch und sprachlos sein! Warum nicht?
    In Österreich ist abergläublich, bzw. streng katholisch, bestimmt gibt es keine Chance, damit das kat. Gesetz nicht verändern darf, glaube ich vielleicht! Leider habe ich keine Ahnung für österreisches Gesetz!!! Sorry!

  • zum Beitrag Joachim (11.3.2003,3x gesendet): ich habe nichts über Zölibat gemeint, sondern die Formulierung des Gesetzes und die Beweggründe,aus dem dieses Gesetz entstanden ist, und wo es überall angewendet wird.

  • Wir schreiben das Jahr 2003: In Europa ist das „Jahr der Behinderten“ ausgerufen. Doch in Österreich verwehrt man behinderten Menschen die Ausübung der verschiedensten Berufe.
    Seit Jahren versuchen wir unsere Kinder in Integrationsklassen mit dem Umgang mit Menschen, die nicht der allgemeinen Vorstellung von „Norm“ entsprechen, vertraut zu machen. Die Hoffnung, daß wenigsten diese Generation einen selbstverständlichen Umgang mit Behinderten pflegen kann, wird durch das Vorgehen der Institutionen ad absurdum geführt. In beispielloser Art wird die soziale Ausgrenzung von unseren Ministerien und öffentlichen Institutonen als offenbar adäquate Verhaltensweise Behinderten gegenüber vorgelebt.
    Eine Anderung der gesellschaftlichen und sozialen Ausgrenzung wird so lange nicht erfolgen, solange Behinderte ausschließlich als Beihilfe und Mitleidsempfänger am geschützen Arbeitsplatz, statt in verantwortungsvollen und gesellschaftlich wertvollen Positionen zu finden sind.

  • Die Gesetze sind Regeln, die ein Miteinander ermögichen soll. Die Gesetze sind auch derart unflexibel, von Menschen gemacht die in bestimmten Bereiche keine Kompetenz besitzen. Wenn es um Behinderung und um Gesetzesregelung geht, dann soll je ein Mandat, welches Selbstbetroffen ist und für seine eigene Behinderung steht, im Parlament einen Platz zur Verfügung gestellt werden und gemeinsam eine Lösung finden. So lange aber die Bewustseinsbildung des „perfekten Menschen“ nicht Vorhanden ist, können wir noch lange davon Träumen.

  • UNBESCHRÄNKTEN ZUGANG ZU DEN BERUFEN, DEN JEDE(R) ERLERNT, OHNE DIE GESETZE EINMISCHEN!

  • Immer wieder höre/lese ich etwas, die aktuell sind, über die gl Menschen und deren Beruf, die sie erlernen wollen. Jede(r) hat das Recht, irgendeinen Beruf zu erlernen, ohne das Menschenrecht verletzt wird. Als das Behinderteneinstellungsgesetz neu „formuliert“ wurde, ändern sich andere (veraltete) Gesetze GAR nicht! Das Ganze klingt ja nach dem US-amerikanischen Modell mit den Gesetzes-Dschungel, das immer wieder mit den US-Verfassungsgesetzen widerspricht. Die Leute, die „fast nie“ mit den Behindertenbereichen zu tun haben, haben oft falsche Vorstellungen, die mit dem GL-Bereich nicht zur Gänze (Zusammenrühren verschiedener Minderheitsgruppen in den grossen Topf) entsprechen soll(t)en, obwohl sie nie gl bzw. behinderte Leute angefragt haben… Ich verstehe ja, warum d. Oralismus in den letzten 100 Jahren besonders in Österreich Misserfolge gebracht hat. Wenn kein Erfolg mehr vorhanden ist, warum bemühen sich die Leute wie das Unterrichtsministerium immer noch HARTNÄCKIG auf der selben Linie zu bleiben? Das heisst, GL müssen der österreichischen Gesellschaft kommunikativ anpassen? Meiner Meinung nach ist dies die Bequemlichkeit eines „perfekten Menschen“, wenn der totale Perfektionismus gar nix klappt. Alle reden von einem grossen Reform, und ich sehe keine weitere Schritte …

    Österreicher sind ja gewohnt mit grossem Mund zu plappern, ohne was zu tun und das Geld in die eigene Tasche zu stecken …

  • Alte gesetz soll abschaffen und komplett neue Gesetz einfuhren machen damit alles in der Alle Schule pflicht und verantwortung machen. Die wichtigste kommunikation wächst in der zukunft und darf niemals AUSSTERBEN. Die gehörlose Schuler brauch gehörlose Lehrerein weil beser verstehen und besser kommuniieren damit nicht verloren geht. Viel glück

  • Die Gebärdensprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel zwischen Schülern (Kindern) und Erwachsenen (LehrerInnen). Integration ohne Gebärdensprache ist bei gehörlosen Kindern sowieso unvorstellbar. Gib nicht auf, kämpf es weiter. Wir brauchen das ordentliche Gesetz, dass Bildung ein grundlegendes Menschenrecht für ALLE (Nichtbehinderten und Behinderten) ist. Ich wünsche ihr viel Glück.

  • Nachtrag: Das Zölibat verbietet katholischen Geistlichen ein Zusammenleben mit einer Frau bzw. eine Ehe. Das Sakrament der Ehe ist auch für alle katholischen Pfarrern ein Tabu. katholische Geistliche müssen ihrem Bischof Gehorsam versprechen und sich zur sexuelle Enthaltsamkeit verpflichten. Wer Mitglied der katholischen Kirche und verheiratet ist, der kann nur zum Diakon geweiht werden, auch wenn er katholische Theologie studiert hatte und anschließend ins Priesterseminar eingetreten ist.
    Die in Kirchen beider konfessionen herrschende Überzeugung, dass hörgeschädigte nicht geeignet sind als Priester oder Seelsorger zu arbeiten, wird von Bürokraten immer noch sehr streng angewandt und kann nur durch eine Einzelfallprüfung aufgehoben werden. – Das ist leider immer noch so, auch wenn sich schon viele Hörgeschädigte gegen diese Bestimmungen aufgelehnt hatten. Da das Kirchenrecht ein willkürlich gestaltetes Recht ist und es in der Kirche keine unabhängige Instanz gibt, die Klagen annimmt und verhandelt (wie beispielsweise das Bundesverfassungsgericht in Deutschland), ist es auch nicht möglich die Kirche zu zwingen diese diskriminierenden Tatbestände aufzuheben.

  • Nachtrag: Das Zölibat verbietet katholischen Geistlichen ein Zusammenleben mit einer Frau bzw. eine Ehe. Das Sakrament der Ehe ist auch für alle katholischen Pfarrern ein Tabu. katholische Geistliche müssen ihrem Bischof Gehorsam versprechen und sich zur sexuelle Enthaltsamkeit verpflichten. Wer Mitglied der katholischen Kirche und verheiratet ist, der kann nur zum Diakon geweiht werden, auch wenn er katholische Theologie studiert hatte und anschließend ins Priesterseminar eingetreten ist.
    Die in Kirchen beider konfessionen herrschende Überzeugung, dass hörgeschädigte nicht geeignet sind als Priester oder Seelsorger zu arbeiten, wird von Bürokraten immer noch sehr streng angewandt und kann nur durch eine Einzelfallprüfung aufgehoben werden. – Das ist leider immer noch so, auch wenn sich schon viele Hörgeschädigte gegen diese Bestimmungen aufgelehnt hatten. Da das Kirchenrecht ein willkürlich gestaltetes Recht ist und es in der Kirche keine unabhängige Instanz gibt, die Klagen annimmt und verhandelt (wie beispielsweise das Bundesverfassungsgericht in Deutschland), ist es auch nicht möglich die Kirche zu zwingen diese diskriminierenden Tatbestände aufzuheben.

  • Nachtrag: Das Zölibat verbietet katholischen Geistlichen ein Zusammenleben mit einer Frau bzw. eine Ehe. Das Sakrament der Ehe ist auch für alle katholischen Pfarrern ein Tabu. katholische Geistliche müssen ihrem Bischof Gehorsam versprechen und sich zur sexuelle Enthaltsamkeit verpflichten. Wer Mitglied der katholischen Kirche und verheiratet ist, der kann nur zum Diakon geweiht werden, auch wenn er katholische Theologie studiert hatte und anschließend ins Priesterseminar eingetreten ist.
    Die in Kirchen beider konfessionen herrschende Überzeugung, dass hörgeschädigte nicht geeignet sind als Priester oder Seelsorger zu arbeiten, wird von Bürokraten immer noch sehr streng angewandt und kann nur durch eine Einzelfallprüfung aufgehoben werden. – Das ist leider immer noch so, auch wenn sich schon viele Hörgeschädigte gegen diese Bestimmungen aufgelehnt hatten. Da das Kirchenrecht ein willkürlich gestaltetes Recht ist und es in der Kirche keine unabhängige Instanz gibt, die Klagen annimmt und verhandelt (wie beispielsweise das Bundesverfassungsgericht in Deutschland), ist es auch nicht möglich die Kirche zu zwingen diese diskriminierenden Tatbestände aufzuheben.

  • Das Gesetz nach welchem Gehörlose in Österreich nicht Lehrer werden können, ist in der Tat äußerst diskriminierend, die strenge Auslegung ist in vielen Fällen nach dem Gusto der Bürokraten. Dass aber taubblinde Männer, die zudem verheiratet sind, in der katholischen Kirche nicht Pfarrer werden können, liegt nicht an der körperlichen Eignung bzw. am vermeintlichen Handicap, sondern weil in der katholischen Kirche grundsätzlich keine verheirateten Männer Pfarrer werden können (wenn auch dies immer noch eine äußerst antiquierte Bestimmung in der katholischen Kirche ist, so ist aktuell immer noch das Kirchenrecht gültig).

  • Habe soeben die Diskussion durchgelesen. Es wundert mich, dass Hartmut Teuber meinen Namen erwähnt, die Tagung ist schon lange her. Herrn Sektionschef Dr. Gruber kenne ich schon länger. Das erwähnte Gesetz wurde oft zitiert, zuletzt in der Sendung „Sehen statt Hören“ im Zusammenhang mit einem taubblinden Diakon. Der durfte auch nicht Pfarrer werden, (wegen körperliche Eignung) es wurde im Fernsehen ein ähnlicher Gesetztext zitiert. Ich glaube daher, es ist auch in Deutschland bekannt. In der gleichen Stadt wie in der Diskussion angeführt, wollte eine andere junge gehörlose Frau, Absolventin der HTL eine Ausbildung ander Pädak machen, erhielt jedoch keine Unterstützung. Das ist wirklich schade, wir haben wenig technisch versierte Gehörlose, die etwas erklären können.Es ist immer eine Auslese gegeben und man sollte sich immer mit dem Direktor der jeweiligen Gehörlosenschule absprechen, ob ein Bedarf gegeben ist. Es gibt nicht soviele Gehörlosenschulen und die Eltern wollen alle „Integration“. Ich erinnere mich an ein Elternseminar, dem Dr.Gruber vorstand. Es ging um Integration. Der SC sagte fast verzweifelt“ Früher wollten die Eltern Sonderschulen, es wurden Sonderschulen gebaut, jetzt wollen sie Integration mit Hilfslehrern. Es geht immer alles auf Kosten der Steuerzahler …“ Was wollen die Eltern eigentlich?“ Ohne dem Beamten recht zu geben verstehe ich, das es nicht immer leicht ist, es allen Leuten recht zu machen.

  • Bei der Bodenseelaendertagung Mai 1992 in Wien sass derselbe Gruber mit mir auf dem Podium bei der Abschlussveranstaltung. Trude Dimmel sass auch auf ddem Podium. Ich fragte ihn spezifisch nach Gesetzen mit Angabe der Paragraphennummer und Wortlaut, nachdem man tauben Kandidaten die Lehrberichtigung an Schulen fuer taube Kinder weigern kann. Er konnte keinen geben und hat auf den Direktor Koskarti von der dortigen Bildungsinstitut fuer Gehoerlose zur Beantwortung dieses Sachverhaltes gebeten. Das deutet klar daraufhin, dass es kein Gesetz gibt, das klar vorschreibt, dass keine taube Person Lehrer werden kann und dass nur die Lautsprache in den Schulen angeboten werden darf. Der Gruber muss den relevanten Paragraph und das Gesetztext zitieren, worauf er die Entscheidung begruendet. Die taube Kandidatin soll daher Gruber gerichtlich verklagen und ihn der Willkuerlichkeit zitieren.

  • Auf die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen müssen man EU-Gesetz, nicht nur in Österreich, zu achten. Das ist leider schwere Menschenrechtsverletzung. Aber die Ministerium wissen schon genau, aber sie wollen nicht und versuchen gegen Menschheit, egal ob hörend oder hörgeschädigte.

  • Es ist bekannt, dass sich im Verlauf der Regierungsverhandlungen alle Parlamentsparteien positiv zu einem Gleichstellungsgesetz geäußert haben. Außerdem gibt es Diskriminierungsverbote für Menschen auf Grund ihrer Behinderung auf Bundes- und Ländrebene. In Oberösterreich ist darüber hinaus die Gebärdensprache auch in der Landesverfassung verankert. An diesem Beispiel der jungen Studentin zeigt sich jedoch, dass all diese Bekenntnisse die erste Nagelprobe nicht bestanden haben und als traurige Lippenbekenntnisse entlarvt wurden. In Oberösterreich werden wir, die wir für Gleichberechtigung eintreten, diese Entscheidung sicher nicht so zur Kenntnis nehmen und alles daran setzen, um diesen Akt von Diskriminierung zu beenden.

  • Fortsetzung zu unten: An den sogenannten Internationalen Schulen mit mehrsprachigem Unterricht werden ja auch keine Sprachen ausgegrenzt. Zu wünschen wäre außerdem, daß man in Österreich den Lehrplan für Gehörlose demjenigen für alle Schulen angleicht – andernfalls bliebe die Diskriminierung gehörloser Kinder und Jugendlicher in Sachen Bildung und Ausbildung weiter bestehen bzw. bliebe ein Privileg für einige wenige.

  • Daß die Gebärdensprache eine vollwertige Sprache mit großem, ausbaufähigem Wortschatz ist, der der Lautsprache in nichts nachsteht, und auch eine eigenständige Grammatik hat, das war das große AHA-Erlebnis für mich! Wir brauchen uns als Gehörlose ihrer nicht schämen, im Gegenteil, sie ist unser kreatives Mittel zu besserer Kommunikation & Bildung, Grundlage für Gehörlosenkultur und – eben eine visuelle Sprache, die uns sehr hilft, nicht in der Isolation zu landen oder geistig zu veröden. Gebärdensprache ist besser sichtbar als das kleine Mundbild, besonders auf Entfernung. Was die hörenden Eltern gehörloser Kinder anbelangt, so nehme ich an, daß sie einfach Angst haben, daß ihre Kinder ohne Zugang zur Lautsprache zu Außenseitern werden – etwas, was sie bei mangelndem Selbstbewußtsein leicht auch wirklich werden – durch die vielen Unterdrückungs- und Abwertungsmechanismen … Es war für mich nicht einfach, diese Minderwertigkeitsgefühle bei mir selber immer besser abzubauen – zu erkennen, was alles hier zusammenspielt. Hörende sind darüber hinaus in den wenigsten Fällen über Gehörlosigkeit und Gebärdensprache gut informiert, wie Umfragen immer wieder zeigen – aber es wird durch die Öffentlichkeitsarbeit der Gehörlosen selbst immer besser werden – braucht aber eben seine Zeit … Integration ohne Gebärdensprache ist bei gehörlosen Kindern sowieso unvorstellbar. Ich wüßte keinen Grund, warum hörende Kinder nicht auch ihren Spaß an der Gebärdensprache haben sollten. An den sogen

  • Aber bei den meisten Gehörlose ist das nicht so. Hörende haben ganz andere Vorstellungen über die Sprache der Gehörlosen, also die Gebärdensprache. Sie denken, sie sei eine Affensprache oder irgendwelches Papperlapapp. Es ist alles nur ein Unsinn, von dem die Hörenden denken. Gehörlose können ganz normal kommunizieren wie normale Leute. Man darf die Gebärdensprache also nicht als negativ ansehen!

    In einigen anderen europäischen Ländern haben Gehörlose das Recht, Lehrer zu werden, da dort die Gebärdensprache im Unterricht akzeptiert wird. In Österreich nicht – warum? Es gefällt mir ganz und gar nicht, dass Heinz Gruber und Elisabeth Gehrer „gegen“ die GS sind. Möglicherweise werden sie nicht genau informiert, dass es auch gute GL-Bildung für GL gibt.

  • Die Sprache der GL ist auch zum Teil eine angeborene Sprache, d.h. manche von sich gegebene Laute wie z.B. Lachen, Ach so!, Ah!, … Brief des Zorns: Wie kann die Zeitung so etwas einige Zeilen über Behinderte schreiben? „körperliche Eignung“ – was soll das heißen? Niemand kann diesen Ausdruck richtig beschreiben und erklären, was eine gehörlose keine vollständige „körperliche Eignung“ bedeuten soll! In Österreich hält man häufig Vorträge über Integration, die für die Zukunft sinnvoll ist. Und Österreich selbst ist überhaupt keine Integration, da Behinderte noch immer unter der Diskriminierung leiden. Selbst die Bevölkerung Österreichs muss sich genieren, da sie nicht dem Sozialismus und der Solidarität zugewandt ist. Schon gehörlose, Blinde oder andere Behinderte werden schon als „behindert“ bezeichnet, obwohl sie nicht das Gefühl haben, behindert zu sein. Sie werden behindert, sind aber nicht behindert.

    Warum ist Österreich gegen die Gebärdensprache, die Muttersprache der Gehörlosen? Weil die Bevölkerung Österreichs denkt, dass die Gehörlosen dadurch viel schlechter sprechen. Das stimmt ganz und gar nicht. Die Gebärdensprache hilft herbei, die Wörter und die Gebärden parallel zu verstehen, und zuletzt unterstützt sie die Lautsprache. Warum muss denn die Lautsprache immer auf der ersten Ebene sein, obwohl Gehörlose sie nicht vollkommen beherrschen können.

  • Gehörlose Kinder brauchen gehörlose Erwachsene. Gehörlose Schüler brauchen gehörlose Lehrer. Sonst werden sie glauben, dass es keine gehörlosen Erwachsenen gibt und sie dafür früher sterben müssen. Integration ist nicht gut für gehörlose Kinder. Wenn sich nur ein gehörloses Kind, egal, ob es ein Hörgerät- oder ein CI-Träger ist, unter vielen nicht-behinderten Kindern befindet, kann es glauben, dass es nur eine einzige Person auf der Welt ist, die nicht hören kann.

    Vor allem müssen GL etwas für H tun: die Lautsprache. Und die Gegenleistung von H für GL gibt es kaum. GL brauchen GS. Warum ist GS wichtig? Warum gibt es solche Sprache wie GS? Weil sie die natürliche Sprache, also die Muttersprache der GL ist. Egal, ob taub, spätertaubt oder schwerhörig ist, jeder braucht die GS, auch wenn sie etwas durch Hören wahrnehmen. GS ist sinnvoll für GL. Aber nicht allein die GS, sondern auch NVK, inklusive Mimik und Gestik gehören in die Sprache der GL dazu. Es ist klar, dass die Lautsprache für H zwar angenehm und sogar bequem ist, aber für GL recht anstrengend ist, das zu verstehen und sie für ewig zu beherrschen. Wenn GL sich stundenlang in Lautsprache mit H unterhalten, wird die Stimme der GL „gerostet“ sein. Es handelt sich nicht um die Verstummtheit, sondern um die Anstrengung des Sprechens. Manche GL wissen nicht, ob sie laut oder leise reden sollen, fühlen auch manchmal nicht, dass sie so laut reden.

  • Gehörlose Lehrer/innen wären nicht nur der Vorbildfunktion wegen wichtig, sondern vor allem zur Vorbeugung von Identitätskrisen Gehörloser im Erwachsenenalter. Als Tochter hörender Eltern blieben mir solche nicht erspart – trotz hervorragender Bildung (bis hin zur Matura und abgebrochenem Studium) wurde ich von Personalchefs als „bildungsunfähig“ eingestuft, als es im Alter von 38 Jahren darum ging einen Berufswechsel anzustreben (nach der Babypause plötzlich als „dumm“ und „nicht vermittelbar“ abgestempelt
    zu werden, bei einem zu jener Zeit gemachten IQ-Test-Ergebnis (nonverbal) von 120, das war ein Schock …) Es war für mich nur eine Bereicherung in jeder Hinsicht, als ich mit 40 Jahren doch noch die Gebärdensprache erlernte. Also, warum will man uns Mehrsprachigkeit – sowohl visueller wie oraler/ lautschriftsprachlicher Art nicht vergönnen??? Warum immer wieder diese Diskriminierungen von pädagogischer und politischer Seite?!? Oft habe ich den Eindruck, daß gewisse Personen seelisch auf „Taub“ schalten – etwas bei sich selber nicht wahrhaben wollen und sich jene „Hörenden“ gewissermaßen selber „behindern“, indem sie verdrängen, daß ihre Wahrnehmung auch oft nur bruchstückhaft ist. Nobody is perfect! 😉 Gerade die „Pädagogischen Akademien“ sollten sich bewußt sein, daß Bildung ein grundlegendes MENSCHENRECHT FÜR ALLE ist!!!

  • Wann begreifen Menschen endlich, dass Gebärdensprache das wichtigste und sinnvollste Kommunikationsmittel für gehörlose Menschen ist? Und von wem könnten gehörlose Kids besser lernen??? Hoffentlich geht den zuständigen Amtsärschen bald ein Licht auf!

  • Wo liegt Österreich? Auf dem Mond oder innerhalb der Europäischen Union? Wo steht Österreich? In der Entwicklung der Integration von Menschen mit Behinderungen und des barrierefreien Lebens dieser Menschen irgendwo im 19. Jahrhundert? Nein, es gibt auch viele positive Beispiele, z.B. beim Einsatz von Gebärdensprachdolmetschern, aber dieser Fall zeigt, das das Selbstverständliche für gewisse Beamten noch lange nicht selbstverständlich ist. Ob „Auswandern“ eine Möglichkeit wäre, weiß ich nicht, aber ich lade die Studentin und den zuständigen Sektionschef gern in die Hermann-Schafft-Schule nach Homberg ein, um zu hospitieren und zu erfahren, wie wichtig gehörlose Erwachsene als Vorbilder für gehörlose Schülerinnen und Schüler sind.

  • es ist eine frechheit, dass wir zwar das gleichheitsgesetz haben, aber es leider nicht gelebt wird. alle menschen sollten das recht auf erlernen ihres wunschberufes haben.

  • Bemerkung eines Professors aus Finnland anlässlich seines Österreichbesuchs: „Was mir in Österreich am meisten aufgefallen ist: Ihr überlegt immer, warum etwas NICHT geht. Bei uns fragt man sich: Was kann ich tun, DAMIT es geht!“ Wäre im Jahr der Menschen mit Behinderung doch eine Chance, Maßnahmen anzugehen, die auch für die Zukunft eine nachhaltige Verbesserung im Bereich Gleichberechtigung brächten!

  • So ein gemein, was der Ministerium so machte. Eine reine Diskrimminierung! Gib nicht auf, kämpf es weiter! Eine Ohrfeige an Heinz Gruber!

  • Mann! Das ist eine massive Diskrimminierung! Da hört für mich jede Diplomatie auf! Und jetzt? Sitzstreik vor dem Büro des Ministeriums, wo Heinz Gruber arbeitet!

  • Ein typischer Fall, wie bei uns Integration zwar von jedem prinzipiell bejaht wird, in der Praxis dann aber ausschließende Gesetzestexte herangezogen werden, um eine Partizipation von Menschen mit Behinderungen zu verhindern. Wie sieht es diesbezüglich eigentlich mit dem Antidiskriminierungsparagraphen in der Verfassung aus? Und wie sieht es mit dem politischen Willen aus, diskriminierende Gesetze zu ändern. Es wäre doch durchaus sinnvoll, wenn eine gehörlose LehrerIn gehörlose Kinder unterrichtet, oder?

  • An diesem Beispiel sehe ich wieder einmal, wo Österreich steht! Gegen alle Lippenbekenntnisse von PolitikerInnen und höheren BeamtInnen sind Einstellungen und die Entscheidungen im Alltag extrem diskriminierend.
    Ich würde mir wirklich qualifizierte Vergleichsstudien mit anderen europäischen Ländern wünschen um diese Relikte in den Gesetzen zu beseitigen.

  • Also wozu haben wir dann das Diskriminierungsverbot in der Bundesverfassung? Ist dieses Gesetz nicht höher als die anderen Schulgesetze? Und dann auch noch im EU-Jahr der Menschen mit Behinderungen???!!!! Eine Schande!

  • verdammt, strengt endlich mal einen prozess an. was ist mit der blinden kärntner juristin, die nicht richterin werden durfte? sie müsste ja das know-how haben, sowas durchzufighten. lasst euch nicht alles gefallen! es reicht. gleichstellung jetzt!

  • Die Nachricht von DerStandard traf wieder einmal in den Herzen der Hörbehinderten. Und uns (gehörlose Vater&Mutter zweier hörende Kinder) besonders. Welche körperliche Eignung wird da in welche „gesetzliche Bestimmungen“ verlangt?
    Die Studentin hat genauso wie die wenigen anderen gehörlose Menschen große Hürden zu überwinden und schwere Barrikaden zu kämpfen. Ihr Mangel an „körperliche Eignung“ zu unterstellen ist menschenverachtend und dazu noch diese gesetzliche Bestimmung ist für alle Behinderten eine schlimme Diskriminierung. Es kommt in diesem Jahr von der EU ausgesprochene „Jahr der Behinderten“ günstig die diskriminierende und menschenverachtende Gesetze aus der Welt (… dem österreichische kleine Alpenland) zu schaffen!
    Die Angst Hörbehinderten wegen der Hörfähigkeit nicht im Beruf, um für/mit ihre Gleichgesinnten zu arbeiten, ist einfach unbegründet. Die Studentin hat mit ihre lautsprachliche Kompetenz trotz ihrer Hörbehinderung die Matura abgeschlossen. Für solche (oft) Einzelgängern ist der Weg holprig und härter als die „hörenden“ Mitschülern. Am Ziel ankommend steht sie wieder vor einer Barrikade, nicht ihren Wunsch nachkommen zu können um ihre jüngeren Gleichgesinnten auf dm Weg zu helfen, sie einmal auch Ausbildungen wie sie zu erreichen.

  • Hier sieht man ganz deutlich, daß nicht jeder Behinderte gleich ist! Nichts gegen Angehörige von Politiker aber es gibt doch eine Blinde Lehrerin die Ihre Aufgaben sehr gut macht !Dies war sogar eine Reportage in einer Zeitung nachzulesen!!!!! Also wen es hier geht warum geht es da nicht????? Außerdem bin ich der Meinung das es Behinderte besser machen als nichtbehinderte!!! Das ist das Jahr der Behinderten????

  • Traurig, traurig, was in diesem Bereich abgeht! Eine Frau im Rollstuhl soll nicht geeignet sein, den Kindern eine gute Religionslehrerin zu sein! Dass unsere Regierung Lichtjahre von der Realität entfernt ist, war mir bewusst, aber dass sie sich immer weiter entfernt … Ich hab an anderer Stelle mal festgehalten, dass Politiker gerade im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen, wo sie nur können, Lippenbekenntnisse loswerden. Leider bewahrheitet sich das immer wieder aufs Neue. Welche Jobs sollen den Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ausüben: Die blinde Frau kann nur Telefondienst machen und nicht Richterin werden, die Frau im Rollstuhl ist wahrscheinlich arbeitsunfähig, … Jedes Land hat die Regierung, die es verdient. Im Moment bin ich mir da nicht so sicher! Ausserdem war da nicht mal was mit einem Gleichstellungsgesetz???

  • Meiner Meinung nach gehört hier einiges in vielen Gesetzen geändert. Ich finde, das Leute mit Behinderungen, die es eh schon schwer genug haben, ein Recht auf Ausbildung ihres gewählten Berufes haben sollten.

  • Solches Situation macht das Leben & Zukunft kaputt. Soetwas darf nicht sein! Wir brauchen Gesetz und kann helfen.

  • eigentlich sollten politik und schule vorbilder sein. zweitlehrer hin oder her, die praxis zeigt, dass hörende eltern zumeist berührungsängste mit gebärdenden haben. nichts desto trotz gibt es bereiche in denen wir von gebärdenden mitmenschen lernen können. dieser zugang zu wirklichkeit und sprache stelle ich mir spannend vor. das alleine sollte schon würdigung und anerkennung verlangen. ich wünsche ihr auf ihrem lebensweg viele bereichernde begegnungen.

  • Der Gesetztext ist mir bekannt, er wurde auch bei einem Lehramtskandidaten, der stotterte angewandt.Der Text ist alt. Man müsste einen Nachweis erbringen, dass die Vorurteile überholt sind.

  • „Ausländische Erfahrungen weisen auf die Notwendigkeit hin, qualifizierte gehörlose Lehrer einzusetzen, die zum Vorbild natürlicher Einprägung der Zeichensprache, Gesellschafts- und Kulturentfaltung und nicht zuletzt der Steigerung vom Selbstbewußtsein gehörloser Schülern werden.“

    aus: http://www.deafworldweb.de/Tschechien/deaf_teachers.html

    … sogar in Tschechien denkt man weiter !! Oh – Mann, Österreich !!!

  • Zu diesem Artikel als Stellungnahme ein Auszug meines Postings im Taubenschlag-Forum (www.taubenschlag.de):

    wir haben übrigens seit einigen jahren mit diesem problem zu kämpfen. seit der ära bundeskanzler klimas, der die damalige und heutige leider immer noch sesselklebende ohrenarschunterrichtsministerin elisabeth gehrer in seinem ressort hatte, wurde dieses unsinnige gesetz beschlossen, dass ein behindeter lehrer nicht unterrichten darf – auch wenn er gleichbehinderte unterrichtet. wie bitte kann ein hörbehindeter lehrer gl die lautsprache beibringen oder ihnen sagen, wo´s mit der musik langgeht? … ist doch völlig überflüssig!
    einen gehbehindeten lehrer wird man wohl auch kaum als turnlehrer anstellen, aber sicher in anderen fächern, wo seine behinderung überhaupt kein problem darstellt. ich bin dafür, diesen ressortchef nicht nur nen oasch mit ohren zu verleihen, sondern ihm diesen auch auf die stirn zu picken, nachdem er vorher mit teer und federn bekanntschaft machte!

  • Bei so einem Fall von Diskriminierung kann man sich wirklich nur ein Antidiskriminierungsgesetz wünschen. (mit möglichst harten Strafen)