Gedenktafeln mit den Namen / Hartheim

ÖAR: Menschen mit Behinderungen waren Opfer des Nationalsozialismus

Auswirkungen auf die Behindertenpolitik bis in die Gegenwart

Zahlreiche Feste und Feiern erinnern in diesen Tagen an das Ende des 2. Weltkrieges und auch an die Opfer des Nationalsozialismus. Die ÖAR begrüßt und unterstützt auf ideeller Basis alle in Österreich stattfindenden Aktionen zum Gedenken an die behinderten Opfer des NS-Regimes. Sie wurden ermordet, weil sie dem Idealtypus des perfekten Menschen, des „Übermenschen“, nicht entsprochen haben.

Die Behindertenpolitik seit 1945 war lange Zeit nachhaltig von den Folgen des Zweiten Weltkrieges geprägt. So wurde man etwa erst zu Ende des ausgehenden 20. Jahrhunderts mit der Aufgabe der Betreuung und Begleitung der älteren Menschen mit geistiger Behinderung konfrontiert, denn bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine über 50-jährigen Menschen mit geistiger Behinderung, da diese zu den Mordopfern des Nationalsozialismus gehörten.

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0 Kommentare

  • lol

  • @Ali: Muss leider voll zustimmen, zumal nach ´45 Menschen mit gutverächtlich bestätigter (Gross, Wurst, Scrinzi …) „Altersdemenz“ einfach zu Kindern umgefälscht („Entmündigung“) in sog. Siechenhäusern ohne adäquate Behandlung dem Verrecken preisgegeben wurden.

  • „Die Behindertenpolitik seit 1945 war lange Zeit nachhaltig von den Folgen des Zweiten Weltkrieges geprägt.“ Selbstoffenbarte ‚Vernichtungslogik‘ des ÖAR: „Behindertenpolitik“ wird vom ÖAR wohl (ganz im Sinne der Nazis?) als eine politische Instrumentalisierung „behinderter Opfer“ begriffen, wo abscheidend nach wie vor der ‚Volkszorn‘ über den „Zeitpunkt“ befindet, ab welchem das ‚kritische Quantum‘ 50-jähriger Menschen „mit geistiger Behinderung“ erreicht ist.
    So würde der ÖAR „etwa erst zu Ende des ausgehenden 20. Jahrhunderts mit der Aufgabe der Betreuung und Begleitung der älteren Menschen mit geistiger Behinderung konfrontiert“ sein — also ein jahrzehntelanges, vertretungsfremdes Däumchendrehen auf den Rücken behinderter Menschen aus einer Logik notorischer Vernichter und Infantilisierer zur ‚heilvollen‘ Gestaltung des ‚Volkskörpers‘ unter Hochhaltung eigener Fälschungen ??!

  • Ich erlebe es jeden Tag als behinderte Mitarbeiterin der Gemeinde Wien. Nicht nur eine Frau – auch noch behindert, wenn es ginge, wäre ich schon längst „entsorgt“. Von den verschiedensten Personen und sogenannten toleranten Chefs, Vorgesetzten und Mitarbeitern. Eine geistige Behinderung würde mir vielleicht die täglichen Demütigungen ersparen. Die Scheinheiligkeit der Mitmenschen ist erbärmlich.