Öllinger: „Postleitzahl darf nicht über Pflegeleistung entscheiden“

Regelmäßige Valorisierung des Pflegegeldes gefordert

Karl Öllinger
GRÜNE

In Reaktion auf den heute vom IHS veröffentlichten Bericht zum österreichischen System der Langzeitpflege meint Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen: „Es ist höchst an der Zeit, dass endlich eine bundesweit einheitliche Pflegeplanung mit vergleichbaren Qualitätsstandards kommt. Es geht nicht an, dass jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht und dadurch die Ungleichheit beim Zugang zu Pflegeleistungen immer stärker steigt. Sozialminister Rudolf Hundstorfer darf die bundeseinheitliche Pflegeplanung nicht noch länger hinausschieben.“

Die Schaffung eines Pflegefonds zur Finanzierung des Pflegesystems müsse daher Priorität haben, so Öllniger. „Schließlich soll nicht die Postleitzahl des Wohnortes über die Art der Pflegeleistung entscheiden, sondern der tatsächliche Bedarf. Derzeit sei das Leistungsniveau und der Ausbau der Pflegeleistungen in den Bundesländern höchst unterschiedlich und mangels Transparenz kaum vergleichbar.“

„Die regelmäßige Valorisierung des Pflegegeldes ist ein Gebot der Fairness gegenüber den PflegegeldempfängerInnen. Denn auch die Pflegeleistungen werden Jahr für Jahr teurer und das Pflegegeld stellt ohnehin nur einen Zuschuss zu den tatsächlichen Pflegekosten dar“, meint Öllinger, der auch bei den Pflegegeldverfahren großen Reformbedarf sieht.

„Die Zersplitterung der Pflegegeldverfahren auf 280 Stellen verursacht einen völlig unnötigen bürokratischen Aufwand. Ein dezentraler Entscheidungsträger für die Pflegegeldverfahren würde auch hier für mehr Transparenz und Qualität sorgen“, so Öllinger.

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