Österreichischer Behindertenrat präsentiert Forderungen für faire Begutachtungen

Darin fordert die gesetzliche Interessenvertretung grundlegende Verbesserungen bei medizinischen Begutachtungen, die über Leistungen und Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen entscheiden.

Österreichischer Behindertenrat (2023)
Österreichischer Behindertenrat

Der Österreichische Behindertenrat hat am 28. Juli 2026 ein Positionspapier zur Reform von Begutachtungen veröffentlicht.

Nach Ansicht des Österreichische Behindertenrats weisen die derzeitigen Begutachtungsverfahren zahlreiche Mängel auf. Dazu gehören unter anderem:

  • fehlende Fachkenntnisse von Gutachter:innen, insbesondere bei seltenen oder unsichtbaren Behinderungen,
  • zu wenig Zeit für Begutachtungen,
  • unzureichende Berücksichtigung vorliegender Fachbefunde,
  • mangelnde Barrierefreiheit der Verfahren,
  • fehlende unabhängige Beschwerdemöglichkeiten.

Der Österreichische fordert deshalb umfassende Reformen. Zu den wichtigsten Vorschlägen zählen:

  • bessere Aus- und Weiterbildung von Gutachter:innen,
  • Begutachtungen durch multiprofessionelle Teams,
  • barrierefreie Begutachtungsverfahren,
  • die Möglichkeit, Vertrauens- oder Assistenzpersonen beizuziehen,
  • organisatorisch unabhängige Begutachtungsstellen,
  • ein unabhängiges Beschwerdemanagement sowie regelmäßige Qualitätskontrollen.

Ziel der vorgeschlagenen Maßnahmen ist ein faires, transparentes und menschenrechtskonformes Begutachtungssystem, das die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen besser berücksichtigt.

Siehe: Österreichischer Behindertenrat: Position des Österreichischen Behindertenrats zu Begutachtungen, MS-Gesellschaft

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