Österreichischer Behindertenrat startet Interviewreihe mit SpitzenkandidatInnen

Gespräche werden in der Zeitschrift monat publiziert

Österreichischer Behindertenrat
Österreichischer Behindertenrat

Der Österreichische Behindertenrat, die Dachorganisation der Behindertenverbände, startet seine Interviewreihe mit den SpitzenkandidatInnen aller Parteien. Den Auftakt bildete ein Gespräch mit Bundeskanzler Christian Kern zu behindertenrelevanten Fragen.

Behindertenrat-Präsident Herbert Pichler, Vizepräsident Klaus Widl und monat-Chefredakteurin Barbara Forstner wollen wissen, wie sich die Parteien, so sie gewählt werden, für Menschen mit Behinderungen einsetzen werden. Rund 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind Menschen mit Behinderungen. Angesprochen werden Arbeitsmarktthemen, Mindestsicherung, Bildung, Persönliche Assistenz oder Pflege.

Knapp 80.000 Menschen mit Behinderungen in Österreich haben keinen Job. Nur drei Prozent oder 19.500 Unternehmen im Lande unterliegen der Einstellungspflicht (mehr als 25 MitarbeiterInnen). Der Großteil der Unternehmen zahlt jedoch Ausgleichstaxe, anstatt mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Was die Politik hier tun will, wird ein spannendes Thema sein.

Kanzler Kern hat in seinem bereits präsentierten Wahlprogramm unter dem Kapitel „Höchste Zeit für Inklusion“ bereits einige Fragen vorweggenommen. Die SPÖ bringt darin Vorschläge, wie die Aufgaben Arbeit, Selbstbestimmt Leben, Bildung sowie Diskriminierungsschutz angegangen werden können.

Der Behindertenrat befürwortet dezidiert, dass hier konkrete Schritte geplant sind. „Es ist positiv, wenn sich die Politik endlich für Menschen mit Behinderungen einsetzen will“, sagt Präsident Pichler. „Auch das klare Bekenntnis von Kern zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist zu begrüßen.“

Nachzulesen werden alle Interviews in der Zeitschrift monat sein, der Rundschau des Österreichischen Behindertenrates. Die nächste Ausgabe von monat erscheint Ende September – also rechtzeitig vor dem Wahltermin 15. Oktober. 

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Ein Kommentar

  • Hoffentlich, wie schon so oft nur Versprechungen und keine Taten.