ÖVP gegen das Aus der Sonderschule?

Keine Abkehr von der Sonderschule, sondern weiterhin zweigleisig fahren, fordern Platter und Karmasin (beide ÖVP). Sie sind gegen die Abschaffung der Sonderschule.

ÖVP Logo
ÖVP

ÖVP-Politikerinnen und Politiker wie Familienministerin Sophie Karmasin und der Tiroler Landeshauptmann, Günther Platter, sprechen sich öffentlich lautstark für den Erhalt der Sonderschule aus.

Inklusion stoße in der Praxis an ihre Grenzen, so Platter in einer Presseaussendung in der er auch betont, dass Sonderschulen keine Schulen zweiter Klasse seien. Er widerspricht damit auch einer kürzlich getätigten Aussage von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ), dass Sonderschulen bald der Vergangenheit angehören werden und Inklusion das Konzept der Zukunft ist.

Auch ÖVP-Parteikollegin und Familienministerin Sophie Karmasin ist gegen das Aus der Sonderschulen. Nicht jedes Kind sei ihrer Meinung nach für Inklusion geeignet, so Karmasin gegenüber dem Standard. Sie schlägt daher vor, Sonderschulklassen für bestimmte Fächer und Tagesabschnitte in der Regelschule einzuführen.

Huainigg: Inklusion ist unteilbar!

ÖVP-Behindertensprecher Franz-Joseph Huainigg spricht sich gegenüber BIZEPS hingegen für Inklusion aus: „Inklusion ist unteilbar! In den einzelnen Parteien, so auch in der ÖVP, gibt es unterschiedliche Positionen und einen Meinungsbildungsprozess, bei dem ich mich aktiv einbringe. Die Umsetzung der Inklusion ist im nationalen Aktionsplan bis 2020 beschlossen worden, dazu gibt es die Modellregionen, die vom Bildungsministerium evaluiert werden müssen.“

Er verweist auf einen kürzlich von ihm verfassten Kommentar „Inklusion – die Frage ist nicht ob, sondern wie“ im Standard.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert