Johannes Hahn

ÖVP-Hahn: Breite Diskussion über PID notwendig

Im Anfang August vorgestellten Entwurf ist erstmals die Einführung der PID vorgesehen.

„Die so genannte PID (Präimplantationsdiagnostik) zielt auf die Selektion von befruchteten Eizellen ab, und ist daher ein sehr umstrittenes Instrument. Wer entscheidet, welches Leben lebenswert ist? Bei einer so heiklen Frage erwarte ich mir zumindest eine breite gesellschaftspolitische Debatte“, so die Reaktion von Landesparteiobmann Dr. Johannes Hahn zum aktuellen Entwurf des Gesundheitsministeriums für die Novellierung des Gentechnikgesetzes.

Im Anfang August vorgestellten Entwurf ist erstmals die Einführung der PID vorgesehen. „Mitten im Sommer die Begutachtungsfrist enden zu lassen, kaum dass sie richtig begonnen hat, erweckt den Eindruck, dass man eine Diskussion zu dieser Frage überhaupt vermeiden möchte. In einem gesellschaftspolitisch so wichtigen Thema halte ich diese Vorgangsweise und das ‚überfallsartige‘ Tempo für problematisch“, so der Landesparteiobmann der ÖVP Wien.

Hahn abschließend: „Erst letztes Jahr haben fast 64.000 Bürgerinnen und Bürger in Wien gegen die Zulassung der PID unterschrieben, unter anderem hat sich auch Kardinal Franz König sehr deutlich gegen die Einführung der PID ausgesprochen. Die Auseinandersetzung mit relevanten Stimmen innerhalb unserer Gesellschaft gehört zum normalen demokratischen Prozess und sollte gerade in einer so sensiblen Frage beachtet werden. Ich ersuche daher die zuständige Bundesministerin Maria Rauch-Kallat die Frist zur Begutachtung zu verlängern, da in dieser Frage keine Eile geboten erscheint.“

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  • Der stellvertretende Vorsitzende der Ethik-Kommission, Univ.Prof. Dr. Pöltner, betonte 2004: „Man muss unterscheiden zwischen Lebensfähigkeit bzw. Lebensunfähigkeit und lebenswert und lebensunwert. Das ist eine ganz wesentliche Unterscheidung.“

    Ich, als Vater eines Mädchens (11.Lj.) mit Mehrfachbehinderung durch Rett-Syndrom, sage: „Es gibt keine Unterscheidung, da alles Leben lebenswert ist. Egal wie es sich uns darstellt und ob es von uns, in unserer begrenzten Wahrnehumngsfähigkeit, als sinnvoll begriffen werden kann. Jede Form von Lebenswert-Vorselektion ist abzulehnen. Alles Leben ist gleichwertig und für alle gleich wichtig, dass es gelebt werden kann!

  • Der stellvertretende Vorsitzende der Ethik-Kommission, Univ.Prof. Dr. Pöltner, betonte 2004: „Man muss unterscheiden zwischen Lebensfähigkeit bzw. Lebensunfähigkeit und lebenswert und lebensunwert. Das ist eine ganz wesentliche Unterscheidung.“

    Ich, als Vater eines Mädchens (11.Lj.) mit Mehrfachbehinderung durch Rett-Syndrom, sage: „Es gibt keine Unterscheidung, da alles Leben lebenswert ist. Egal wie es sich uns darstellt und ob es von uns, in unserer begrenzten Wahrnehumngsfähigkeit, als sinnvoll begriffen werden kann. Jede Form von Lebenswert-Vorselektion ist abzulehnen. Alles Leben ist gleichwertig und für alle gleich wichtig, dass es gelbt werden kann!