ÖVP-Praniess-Kastner: Gleiche Chancen für behinderte Kinder

Inklusion funktioniert ohne Bewusstseinsbildung nicht

Karin Praniess-Kastner
ÖVP

„Fehlende Bildungschancen für Kinder mit Behinderung haben viel mit Bewusstseinsbildung zu tun. Wenn in Wien die Entscheidungsträger/innen im Magistrat nicht mitziehen, dann ist es unmöglich, Inklusion zu verwirklichen“, betont die Behindertensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner, in Reaktion auf die heutige gemeinsame Pressekonferenz der Vereine Integration Wien und Lobby4kids.

Jahrelang wurde es verabsäumt, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um Chancengleichheit zu erreichen. Als „skandalös“ bezeichnet die ÖVP-Politikerin die Tatsache, dass in Wien 30 Familien, die sich an Integration Wien bzw. Lobby4kids gewandt haben, ohne integrativen Kindergartenplatz auf der Straße stehen.

„Die Dunkelziffer liegt deutlich höher, denn viele Eltern resignieren früher oder später, weil sie keinen Kindergartenplatz bekommen und von der Stadt Wien lediglich vertröstet werden“, berichtet Praniess-Kastner. Es mangle jedoch nicht bloß an Ressourcen bei Räumlichkeiten und Personal, betont die ÖVP-Behindertensprecherin.

„Eltern werden in erster Linie mit dem „Nicht-Können“ ihrer Kinder im Vergleich zu nicht behinderten Kindern konfrontiert, statt dass die Chance für Inklusion in den Vordergrund gerückt wird. Genau hier muss die Politik ansetzen und bei der Bewusstseinsbildung verstärktes Engagement zeigen“, fordert Praniess-Kastner abschließend.

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0 Kommentare

  • Genau in diese Bewusstseinsarbeit und in die dafür nötigen Schritte hätte die Politik in Österreich schon vor Jahrzehnten investieren sollen, aber da wollte ja niemand was davon hören. Jetzt haben wir das Schlamassel und es wird in zwei Parallelstrukturen investiert und weiterhin (behinderten) Kindern ihre Zukunft inmitten der Gesellschaft geraubt.

  • Die Eltern „resignieren“, weil ihnen von vornherein gesagt wird, dass sie keine Chance haben, weil entweder kein Geld da ist für die Integration, oder ihnen wird gesagt, dass sie froh sein sollten, dass sie in dieser Zeit leben, oder ihnen wird wirkich das Nicht-können ihres Kindes an den Kopf geworfen, indem ihnen gesagt wird, dass dieses Kind z.B. ja durch seine Behinderung immer eine beaufsichtigungsperson benötigen würde, was andere gesunde Kinder auch nicht haben könnten, und somit „ja ungerecht gegenüber den gesunden Kindern wäre“, die sich mit einer Lehrerin oder Kindergartentante als ganze Gruppe zufriedengeben müssten.
    -ist mir alles passiert, und ich wünsche es NIEMANDEN, denn es ist furchtbar.