ÖVP-Praniess-Kastner: Initiative „Ideensprizz“

Neue Maßnahmen zu selbstbestimmtem Leben mit und für behinderte Menschen in Wien - "Wien ist anders" muss auch für behinderte Menschen Realität werden

Karin Praniess-Kastner
BIZEPS

Mit der im Juli dieses Jahres begonnenen Veranstaltungsreihe „Ideensprizz im Rathaus“ startete LAbg. Karin Praniess-Kastner, Behindertensprecherin der ÖVP Wien, ihre neue Initiative zur Entwicklung von Perspektiven für ein rundum barrierefreies Leben in Wien für die Legislaturperiode 2010 bis 2015: „Behinderte Menschen sind ExpertInnen in eigener Sache, wenn ihre gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gelingen soll“, so Praniess-Kastner.

Deshalb entsteht seit vergangenem Juli unter breiter Beteiligung engagierter behinderter Menschen und engagierter Angehöriger betroffener Menschen ein neuer Maßnahmenkatalog, der dem einzelnen behinderten Menschen die Dispositionsfreiheit eingesetzter Förderungen ermöglichen, bestehende Barrieren und bürokratische Schikanen abbauen sowie den Einbezug der Betroffenen in die Behindertenpolitik garantieren soll.

Denn in Wien liegt einiges im Argen. Trotz jahrzehntelanger und teilweise, weil beharrlich verfolgter, erfolgreicher Politik für behinderte Menschen stehen diese heute vor einer Vielzahl von Barrieren:

  • Wenn etwa das Wiener Chancengleichheitsgesetz ohne Beteiligung betroffener Menschen konzipiert worden ist
  • Wenn etwa Menschen mit 100prozentiger Behinderung mit ihren Angehörigen alle zwei Jahre einen unwürdigen Spießrutenlauf durch eine Phalanx von Amtsärzten, Beamten und Behördenvertretern hinter sich bringen müssen, um ihre Behinderung bestätigt zu bekommen
  • Wenn etwa Geschäftslokale nach baulichen Veränderungen – gesetzeswidrig – neue Barrieren aufweisen

Das soll sich in der nächsten Legislaturperiode in Wien ändern. Zwei Veranstaltungen des „Ideensprizz“ wurden bereits abgehalten. In der ersten sondierte man das gesamte Terrain der Themen, in der zweiten verdichteten die Betroffen die Beiträge auf die Schwerpunkte Bildung/Ausbildung, Arbeit/Wirtschaft sowie Freizeit/Wohnen. Die vorläufig abschließende Veranstaltung findet kommenden Donnerstag, 8.10.2009, wiederum im Rathaus statt, wo die gesammelten Ideen in einen Maßnahmenkatalog an umfassenden Forderungen münden, welcher in politische Realität umgesetzt werden soll.

Bei diesem Termin wird auch der Landesparteiobmann der ÖVP Wien, BM Dr. Johannes Hahn, anwesend sein, dem der Weg behinderter Menschen vom Bittsteller zum Anspruchsberechtigten vor dem Hintergrund des Grundsatzprogramms der ÖVP ein Anliegen ist. Die wesentlichsten Ergebnisse der letzten Veranstaltung werden als Forderungen an die Politik am kommenden Freitag veröffentlicht.

„Die Vielfältigkeit der Bedürfnisse behinderter Menschen entspricht der Fülle des menschlichen Lebens und kann deshalb nicht über einen Leisten geschlagen werden. Dieser Mannigfaltigkeit müssen auch neue Maßnahmen zur Realisierung eines Selbstbestimmten Lebens für alle behinderten Menschen entsprechen. Hier könnte Wien beweisen, dass es wirklich anders ist“, so Praniess-Kastner.

Die Behindertensprecherin der ÖVP Wien steht im Anschluss an den „Ideensprizz im Rathaus“ am kommenden Donnerstag, 8. 10. 2009, ab 20.00 Uhr für etwaige Gespräche mit Medienvertretern im Rathaus, Arkadenhof. Top 24, zur Verfügung.

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