ÖVP stellt Pflegegeldbezieher in eine Reihe mit Betrügern

Die jüngsten Äußerungen des ÖVP-Generalsekretärs, Fritz Kaltenegger, sind offensichtlich der Startschuss der christlichsozialen Partei zu einer Hetzkampagne gegen behinderte und pflegebedürftige Personen. Ein Kommentar.

Fritz Kaltenegger
ÖVP/Jakob Glaser

Nun hat die Sozialschmarotzerkampagne der ÖVP auch den Personenkreis der Pflegegeldbezieher erreicht. In seinen jüngsten Äußerungen im Zusammenhang mit der geplanten „Transparenzdatenbank“ hat der ÖVP-Politiker nunmehr auch die Bezieherinnen und Bezieher des Pflegegeldes ins Visier genommen.

Transparenzdatenbank

Der ÖVP-Generalsekretär möchte „Sozialbetrügern den Kampf ansagen“ und, mithilfe der „Transparenzdatenbank“, möglichen Missbrauch des Pflegegeldes verhindern. Durch diese dümmliche Äußerung hat der ÖVP-Politiker seine absolute Inkompetenz in diesem Bereich öffentlich gemacht.

Denn was wäre denn mit der Information, dass jemand Bezieher von Pflegegeld ist, schon „bewiesen“? Vielleicht, dass diese Person das Geld zu unrecht bezieht? Dass die Familie das Geld kassiert, den Großvater aber verwahrlosen lässt?

Kalteneggers Äußerungen sind schäbig

Die Äußerungen Kalteneggers sind aber nicht nur dümmlich, sie sind auch schäbig und einer Partei, die sich christlichsozial nennt, absolut unwürdig. Und sie zeigen uns Betroffenen recht klar auf, dass die Österreichische Volkspartei nunmehr auch noch den Ehrgeiz hat, mit der SPÖ gleichzuziehen.

Wir Betroffenen werden uns gegen alle, die den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft aus machtpolitischen Gründen bewusst aufs Spiel setzen und damit unsere Existenzgrundlage gefährden, zur Wehr setzen!

Anscheinend sind die Spitzenrepräsentanten dieser Regierung der Meinung, sie können sich mit behinderten, alten und pflegebedürftigen Menschen sowie deren Angehörigen alles erlauben: Jahrelange Nicht-Valorisierung des Pflegegeldes, Umwandlung in Sachleistungen, Einführung eines „Pflegechecks“, Gleichsetzung mit „Sozialschmarotzern“ etc.

Vermutlich bereitet die Koalitionsregierung in diesen Tagen tief reichende „Einschnitte“ bei den Leistungen für behinderte und pflegebedürftige Menschen vor, weil das so praktisch ist und „die“ sich ohnehin nie wehren.

Wie lange soll das noch so weitergehen? Wann ist unsere Geduld am Ende?

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0 Kommentare

  • Weil es zur Thematik passt. Menschen mit Behinderung sind eher selten Betrüger (diese findet man eher in feinsten Zwirn gekleidet, beispielsweise besonders oft bei Banken und Assekuranzen), ganz im Gegenteil. Sehr oft werden Leistungen vorenthalten, ob beim Pflegegeld (Einstufung…), bei Hilfsmitteln, bei benötigten Therapien, bei Sozialhilfeleistungen und auch bei Zahlungen von Unfallversicherungen, wie der aktuelle Profil Artikel zeigt. http://www.profil.at/articles/1013/560/265644/versicherungen-der-kampf-unfallopfer-entschaedigung
    Dabei wird klar, dass man deutliche Verbesserung im Schadenersatzrecht (Schmerzensgeld u.v.a.m) und analog dem Verbrecheropfergesetz einen Vorschuss der Gerichts- und Therapiekosten bräuchte. Denn derzeit verlieren die Betroffenen durch elends lange Gerichtsprozesse die wirtschaftliche Existenz und sind dann vollends auf staatliche Transferleistungen angewiesen. Neben dem Schaden bleibt ihnen – von manchen Kreisen forciert – dann auch noch das Etikett Schmarotzer.

  • Unsere Geduld ist schon lange am Ende, aber leider interessiert das herzlich wenige Volksvertreter. Denn auch nach diesen Diskussionen die diese so tollen Politiker leider nur in Zeitungen lesen, und aber die Realität NICHT für notwendig halten , sich diese einmal nur einen einzigen Tag anzusehen, (ich habe schon sämtl. Politiker zu mir nach Hause eingeladen, um mal LIVE dabei zu sein am GESCHEHEN, ein behindertes Kind tägl. 15 Stunden durchgehend ohne Pause zu beaufsichtigen 7 Tage die Woche !) bringen scheinbar sehr wenig, solange es uns nicht wirklich einfällt, uns zusammenzutun und GEMEINSAM stark zu sein!
    Die Politiker haben leider Keine ZEIT für soetwas, denn laut ihrer Meinung gibt es ja eh Heime für Alte und Kranke Menschen wenn man es nicht mehr schafft. Nur dass diese Unterkünfte das 5-6 Fache von der Betreuung zuhause kosten würde, interessiert sie nicht, dann dafür ist ja eh der Staat da, anstatt die pflegenden Angehörigen zuhause mehr zu unterstützen. Heime sind wertvoll, möchte ich festhalten, aber nicht jeder Pflegebedürftige möchte ins Heim, sondern viele Menschen wünschen sich ihren Lebensabend zuhause zu verbringen, auch behinderte Kinder! Dies erlaube ich mir zu sagen.:
    Nämlich : ich bin als Mutter einer schwerstbehinderten Tochter sicherlich KEIN Sozialschmarotzer, im Gegenteil, dadurch, dass ich sie zu hause betreue, helfe ich dem Sozialstaat Geld sparen! Und übrigens: ich habe mir mein behindertes Kind nicht ausgesucht, aber ich liebe es von ganzem Herzen, ausserdem stinkt mir die ganze Diskussion zum Thema ob ein behindertes Kind ein Schaden ist schon so zum Himmel, da man durch absolut keine einzige Untersuchung feststellen kann, ob ein Kind geistig behindert sein wir oder nicht.
    Denn es gibt Krankheiten wie z.B Autismus und schwere andere Krankheiten wie Epilepsie, die erst nach der Geburt entstehen und was sagen Sie den Müttern ins Gesicht ! Selber schuld, hättest du abgetrieben, dann hättest du keinen Schadensfall ? Wer bestimmt sowas?

  • Wie schon aus meinen Einträgen ersichtlich, schließe ich voll der Meinung von Heidi Leitenbauer an. Bei großen Demos kann man besser Unterschriften sammeln, aber auch wichtige Forderungen der Behindertenbewegung einer breiteren Öffentlichkeit medial „rüberbringen“.

  • Ich finde, dass die Petition ein richtiger erster Schritt ist und ich habe diese deshalb auch unterzeichnet! Allerdings bin ich aufgrund des Ausmaßes der notwendigen Budgetsanierung und der nicht zufälligen Verunglimpfungen von der SPÖ und der ÖVP überzeugt, dass die Protestform Petition diesmal alleine nicht reichen wird! Diesmal geht es nämlich nicht um eine Verschlechterung, die weh tut, sondern wirklich ums Eingemachte.
    Möglicherweise um einen Systemwechsel von Geld- zu Sachleistungen (zumindest zum Teil). Diffus ist da gar nichts, weil ja die Strategie nicht ist, mit den Vertretern der MmB offen zu verhandeln, sondern sie zuerst anzupatzen in der öffentlichen Meinung und dann drüber zu fahren.

    Das funktioniert genau so wie beispielsweise mit Menschen, die bei uns Asyl suchen. Denen wird pauschal unterstellt, dass des eh alles Verbrecher sind, um dann im Anschluss strengere Asylgesetze zu machen zu können.

    Da man sich in anderen Bereichen wie z.B. der Verwaltungsreform, den Beamten, der Gesundheit so kurzfristig sicher die Zähne ausbeißt beim Kürzen, bleiben dann noch die weniger laut jammernden Teile der Gesellschaft.
    Eigeninitiative wurde schon einige Male angedacht, im Sinne von Protesten und Demos… Warum wollen das die Vereine nicht?

    Die absolut erfolgreichste Gruppe (in Relation zur Größe), die Bauern, bedienen sich – neben Unterschriften und Ähnlichem – aller anderen Möglichkeiten des zivilen Protests. Und wenn sich da ein Traktor irgendwo, irgendwie, irgendwann wo hinstellt, interessiert das keine Sau. In organisierter Form schaut das dann schon ganz anders aus. Das trifft auf Menschen mit Behinderung wohl ebenso zu.


  • @Klaus Widl: Ich bin ganz bei Dir. Wir werden gemeinsam was machen müssen, oder man wird einfach über uns drüberfahren.

  • @ anonym Zu Ihrem Beitrag von heute um 9:49 Uhr möchte ich nur Folgendes deponieren:
    Mir ist sehrwohl bewusst, dass Mensdorff-Kallat eine blinde Tochter hat, allerdings räume ich natürlich auch gerne ein, als ich sie nicht aufgelistet habe. Ebenso froh dürften einige jedoch darüber sein, dass ich mir weitere Auflistungen im Detail jetzt spare, derer ich mir leider auch bewusst bin. Nur so viel: Blindes Kind ist nicht gleich blindes Kind, wie es sich auch bei nicht beeinträchtigten Kindern verhält, deren Eltern über oder über keine Machtkomponenten verfügen. Daher hätten Sie für den Fall, als ich näher ins Detail ginge, mit dieser Ihrer Bemerkung weder der Dame noch der Sache jetzt nicht den Dienst erwiesen, den sie ihr erweisen wollten.

  • WO BLEIBEN DIE EIGENINITIATIVEN? Ich verfolge die begründete Aufregung, Empörung, insbesondere aber die berechtigte Sorge über diffuse aber zunehmende mediale Diskussion zu Fragen des Pflegegeldes, vor allem nämlich die Art und Qualität, in der diese geführt wird, schon seit längerer Zeit.

    Was ich jedoch nicht erkennen kann, sind Gegenmaßnahmen, Eigeninitiativen. Eine Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen wäre z.B. die Petition des ÖZIV zum Thema „Pflegegeld“ zu unterschreiben (siehe anhängendes pdf-Formular bzw. nachstehender link: http://www.oeziv.org/index.php?lang=1&f=text&nID=1357&sna= ).

    Die bisher zögerliche Unterschriftsbeteiligung der Pflegegeld-Petition wäre meiner Ansicht so ein Beispiel und eine mögliche Chance, unsere Stimme zu erheben!


  • Liebe Bizeps Redaktion!
    Ich arbeite jetzt an der Lebenshilfe Sozialberatung seit 8 Jahren, und vermittle Sozialleistungen, die behinderte Personen in Anspruch nehmen können. – Von ca. 1200 Beratungen diesbezüglich waren genau 4 sogenannte Sozialschmarotzer, z.B ein autofahrender Sehbehinderter, oder eine Mutter, die das Einkommen gänzlich selbst verbraucht hat und dem behinderten Kind nichts zukommen ließ. Sie können versichert sein, wir handeln entsprechend. – In allen anderen Fällen waren die Sozialleistungen echte Hilfen ohnehin mit vielen bürokratischen Hürden verpflastert und wir konnten bisher nur in ca 2/3 der Fälle helfen. – Die sogenannte christliche Partei hat sehr viele Sozialleistungen eingeführt mit hunderten von Ausnahmen, sodass sie eh nur wenige bekommen. – Wenn es aber um Steuern geht, dann sind sie sehr schnell und sehr radikal.

  • Wurde Mensdorff-Kallat aus einem bestimmten Grund in diese Liste aufgenommen? Wäre deshalb interessant, weil die Dame ja selber eine blinde Tochter hat. Für deren Ausbildung hat sie sich soviel ich weiß eingesetzt bevor sie in die Politik ging. Scheint aber nicht mehr viel an Erinnerung übrig geblieben zu sein…

  • Es liegt offensichtlich in der Natur vieler Menschen, dass sie, wenn es eng wird, immer auf die Schwächsten losgehen. Ich würde gern auf das Pflegegeld meines schwerstbehinderten Sohnes verzichten und mit ihm so leben, wie es alle nicht behinderten Menschen tun. Wann werden wir endlich alle aufstehen und uns das nicht mehr gefallen lassen?!

  • „Geldesel“ gebe es ja durchaus; nur sind die von viel stärkerer Natur, als die Menschen mit Behinderung. Bevor man da Wähler vergrämt, staubt man lieber bei „leichteren Opfern“ ab: Den Menschen mit Behinderung. http://www.profil.at/articles/1011/560/264730/schlummernde-milliarden-wo-regierung

  • @ Anonym! vom 18. März 2010, 07:45 Uhr
    Mich würde Herrn Huainiggs Meinung jetzt auch sehr interessieren. Das ist das Dilemma, wenn man parteipolitisch „gefangen“ ist und deshalb bin ich sogar sehr froh darüber, nicht der Gunst irgendwelcher Parteifreunde bedurft zu haben, und zwar auch dann nicht, wenn ich durch das Fehlen solcher Verbindungen auch nicht unerhebliche Nachteile bis hin zu persönlichem Schaden hinzunehmen hatte. Deshalb schreibt es sich aber im Gegensatz hierzu viel viel leichter so richtig „frei von der Leber! Ausserdem gibt es glücklicherweise noch weitaus Mächtigeres, als politisch Einflussreiche es je sein können. Das möchte ich Euch allen, die Ihr jetzt zurecht so betroffen und bestürzt über diese konkrete Situation seid, mit auf Euren Weg geben:-)!

  • Danke für die vielen klaren Kommentare zu dieser wohl kaum noch zu überbietenden und weiteren Schweinerei von einem Repräsentanten dieser Republik! Herr Kaltenegger, herzliche Gratulation, sie machen ihrem Namen alle Ehre und ich bin mir sicher, als sie ihm in nicht all zu ferner Zukunft auch zu „vollem Ruhm“ verholfen haben. Soetwas fällt für mich unter den Begriff gelungener PR-Arbeit christlich-sozialer Natur!
    Sie haben es wohl noch nicht realisiert, wohin Verhetzung in der Menschheitsgeschichte geführt hat.
    @Lukas Huber! Ich denke wie Du, es ist an der Zeit, dass sich ein verantwortungsbewusster und mit humanem Gedankengut ausgestatteter Jurist dieser „Angelegenheit“ annimmt, denn mit der Kreation von Feindbildern kann keine sinnvolle Politik gemacht werden, das seie allen Fraktionen ins Stammbuch geschrieben! Nach den Ausländern schmeiss ma uns jetzt auf die Behiiiiiiiinderten, was?

  • ja die jungs und mädels der övp wollen dem westerwelle nacheifern. ich sage gerne kaltenegger lege ich mein einkommen offen, wenn du es auch tust, wenn alle parteien es tun, wenn es alle unternehmer tun, alle bauern, alle die nur von kapitalgeschäften leben, wenn es alle abgeordneten tun, vor allem jene obergescheiten, die „leistung muss sich wieder lohnen“ und „sozialmissbrauch“ schreien. und das tun nicht nur die sogenannten christlichsozialen, sondern auch sozialdemokröten wie nissl und andere. wabbler streichts das sozial aus eurem vokabular, es führt niemand mehr in die irre.

  • Dieser Hr. Kaltenegger soll sich einmal die Einstufungen der Behinderten, die meist 2-3 Stufen unter den tatsächlichen Gegebenheiten liegen, anschauen.
    Ebenso soll er sich einmal die Gutachen ansehen, bei denen klinische Spezialuntersuchungen lt. Guachter als „klinisch nicht nachvollziehbar“ abgetan werden, wie es in meinem Fall war.
    Somit ist die Aussage „Sozialschmarotzer“ eine Frechheit und Unterstellung der Behinderten, die nicht nur den gesundheitlichen Schaden haben, sich aber noch mit solchen Unterstellungen konfrontiert sehen.
    Eine Schande Hr. Kaltenegger !

  • Die ÖAR sollte sich einmal Gedanken machen, ob solche Äußerungen eines Politikers nicht knapp an der Grenze des Tatbestands nach § 283 StGB neu (Verhetzungsverbot – behinderte Menschen) zieht. Wann tritt die Novelle endlich in Kraft?

  • Ich möchte dem Artikel von Herrn Srb in einem Punkt widersprechen: Die SPÖ hatte einmal ein soziales Gewissen, das in den letzten Jahren im Sausetempo verloren ging. Die ÖVP kann kein soziales Gewissen verlieren, sie hatte nie eines. Die ÖVP war immer die Partei der Besitzenden (Kapital, Grund, Betriebe, Immobilien…). Sie war immer die Partei der heuchlerischen Christen und der Verklemmten; gerade jetzt wo wir täglich von neuen, erschütternden Verbrechen an Kindern – das Wort Missbrauch ist mir da etwas zu milde – hören müssen, muss das erwähnt werden!
    Deshalb können die Schwarzen mit den Roten nicht gleichziehen. Es ist genau umgekehrt, die Roten haben sich in Riesenschritten den Neoliberalen angebiedert – offensichtlich auch in der Behindertenpolitik.
    Der Standard Artikel ist ein Rundumschlag gegen MmB. Da geht es um das Herzstück Pflegegeld, um die Invaliditätspensionisten und potentielle Mindestsicherungsempfänger. Viele MmB werden oftmals eine Kombination von Sozialleistungen empfangen. Man unterstellt vielen MmB also nicht nur Pflegegeldbetrug, sondern Sozialbetrug in allen Bereichen! Warum folgt eigentlich der Betrugsunterstellung beim Pflegegeld keine Anzeige, konkrete Personen betreffend? Das wäre doch das logische Rechtsmittel. Vielleicht weil man die das Pflegegeld versaufenden und die Omas verlottern lassenden Angehörigen gar nicht real kennt? Das Ganze ist nur eine schlimme Metapher, die zum Hetzen und Vernattern einlädt!

  • und sowas nennt sich volksvertreter besser wäre volkstreter

  • Nicht die Äußerung ist schäbig sondern die schwarze, menschenverachtende Philosophie. Die ÖVP war immer die Partei des Kapitals und wird es auch bleiben.Diese Philosophie ist auch Schuld daran, daß man Eisbären und Krokodile jagen darf, die Meere leer gefischt werden, weil diese Herrschaften über die momentane Haben/Soll Situation nicht hinausdenken können. Profit ist ihr höchstes Ziel und daher müssen die Bedürfnisse der Menschen ihnen selbst zur Lösung überlassen werden, da die Bedürfnisse ja Subjektive sind sind. leider ist auch der H. Androsch so ein Denkender und daher kann man sehr bald erwarten, daß die Hatz auf die Pflegegeld Bezieher eröffnet wird!
    Natürlich mit dem Versprechen, daß niemanden etwas genommen wird,außer den Betrügern und als solche werden die Pflegegeldbezieher ja jetzt schon eingestuft.

  • Mich würde Interessieren ob Politiker das geigentlich dürfen, so gegen Staatsbürgerinnen und Bürger herziehehn. ´Wenn man von Betrug am Staat spricht und das ernst meint, dann muss man zu erst dort beginnen, wo wirklich betrogen wird, nämlich bei der Steuer. Wenn die ÖVP mal gegen die Mobil macht, dann nehme ich síe ernst. Aber das kann sie nicht, denn das ist ja ihre Klientel Zu der Beschipfung der Bauern möchte ich noch etwas sagen, die darf und durfte in Österreich ja immer ohne Einspruch passieren. Auch wenn es niemand zu wissen scheint, dass sind die, die dafür sorgen , dass die Beschimpfer was zu essen haben! Und das die Landwirtschaft subventioniert wird, geschieht nicht wegen der Bauern, sondern damit Herr und Frau Österreicher sich Lebensmittel überhaupt leisten können. Meine Eltern waren Bauer, ich kennen nimanden sonst, der so viel, für so wenig Geld gearbeitet hat wie die zwei.Und zu dem ewigen Vorurteil, die Bauern würden nur die ÖVP wählen, ich kenne Gott sei Dank viele Jungbauern, die Grün wählen.

  • kaltenegger macht seinem namen alle ehre, dieser hat in der geschichte traurige berühmtheit!

  • Kaltenegger wird diese Aussage nur solange tätigen, bis es ihn indirekt oder direkt betrifft. Wie Pflegegelduntersuchungen abgewickelt werden und wie schwierig es ist, eine höhere Stufe zu erhalten, weiß ich aus eigener Erfahrung. Herr Kaltenegger und die sog. christlich sozialen haben den sozialen Charakter verloren. Denkt auch an die Pensionssicherung! Zuerkennung von I-Pensionen erschweren! Das ist wohl das Letzte. Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind keine Sozialschmarotzer – wir sind ein Teil des österreichischen Volkes. Und ich behaupte jetzt noch mal: diese Partei ist weder christlich noch sozial.

  • ÖVP – moralische Instanz: Mensdorff-Kallat, Grasser, Schottermitzi. Außer die Bauern und ihren Geldgeber IV vertritt die VP niemanden. Ich freue mich auf die Wahlen in Wien.

  • 1. Mich würdeinteressieren wie hoch das Gehalt dieses Politikers ist der eine Hetzkampagne gegen Pflegegeldbezieher startet. oder überhaupt an alle Politiker die sichan dieser Kampagne beteiligen.

    2. Man sollte diese Politiker alle mal unter einer Dunkelbrille oder im Rollstuhl ca. 1 Woche all Ihre Arbeiten ( Welche Art von Arbeiten ) allein und ohne Hilfe machen lassen. Nach dieser Woche noch eine Woche aber mit Hilfe einer Fremden Person durchführen lassen.Und diese 2. Woch mit einem Vidiobegleiten und alles dokumentieren. mal sehen was dabei rauskommt.

    3. Vermute das die Kampagne dann sehr gern beendet wird.

  • Mich würde an dieser Stelle aber sehr die Meinung von Herrn Huainigg interessieren. Laut hier immer wieder zu lesenden Aussagen hat sein Schaffen nichts mit Parteipolitik zu tun. Wo bleibt sein Aufschrei? (Jede Wette, dass er ausführlich seine Empörung kundgetan hätte, wenn ein Mitglied der SPÖ oder FPÖ diese Aussage getätigt hätte). Da es jedoch die ÖVP war können wir darauf wahrscheinlich lange warten …

  • Wo die tatsächlichen Betrüger an der sozialen Verantwortung zu suchen sind, wurde somit wieder einmal unter Beweis gestellt: Dort, wo von einer völlig abgehobenen Polit-Finanz-Elite, einer ineffizienten Verwaltung und einem Volksvermögen vernichtendem Föderalismus-Unsinn durch hetzerische Lügenpropaganda abzulenken versucht wird. Unsere Geduld ist schon lange am Ende!

  • @Klaus Widl: Gebe ihnen vollkommen recht, dass das eine massive Verunglimpfung aller Angehörigen ist. Die Frage ist aber: Und was weiter? Diese Aussagen haben ja ein Ziel, besser gesagt ein Sparziel.
    Kommt nach der Verurteilung der Äußerungen noch was? Wenn die Leute dann ab kommenden Jahr weniger Pflegegeld und ungewollt mehr Sachleistung haben, hilft ihnen die reine Verurteilung nicht wirklich weiter!

  • Diese ÖVP-Äußerungen sehe ich nicht nur als Hetzkampagne gegen pflegebedürftige Personen, sondern auch gegen hunderttausende Angehörige!

    In Anbetracht dessen, dass ohne der wichtigen Säule und damit Unterstützung der Angehörigen das ganze Pflegesystem zusammen brechen würde, ist obiger Ausdrucksweise „DÜMMLICHE ÄUßERUNG“ sicher angebracht! Aber wenn’s schon um Einsparungen geht: Will und kann sich Österreich Politiker mit solch dümmlichen Aussagen leisten?

  • Früher war die ÖVP eine christliche Partei. Gott sei dank müssen die großen Gründer wie Leopold Figl diesen Grasser-Haufen nicht sehen. Diese Klienten-Bedien-Partei ist zum Kotzen.

  • Nochmals meine Aufforderung: Eine Überparteiliche Demo mit Besetzung (Mahnwachen) der Parteizentralen und des Parlaments. ÖZIV – Teilorganisationen der ÖAR aber auch von Pensioniertenorganisationen würden sicherlich Eindruck machen wenn österreichweit mobilisiert wird. Gleichzeitig könnte man wichtige Forderungen der Behindertenbewegung transportieren – da können sämtliche Majormedien nicht mehr alles „totschweigen“ Nochmals: die Privatisierung im Sozialbereich ist eine Schande für Österreich und Europa..EU-Politiker und Präsident des österreichischen Hilfawerkes Othmar Karas will Bundespräsident werden – Das österreichische Hilfswerk hat eine Rechtsform gewählt die abstoßend ist – ist an der Börse. Die Angestellten werden schlecht bezahlt jedoch die Verharmlosten sind ist undurchschaubar und somit ein Fall für den RECHNUNGSHOF! der dann nicht mehr zuständig ist – Schlau jegal?! aber auf jeden Fall verwerflich!

  • Christlich-sozial ist längst Geschichte! Heute regiert dort Raiffeisen, in Koaltion mit Bauernbund und Wirtschaftsbund. Einmal jährlich treten diese Christlich-sozialen dann einen Bußgang nach Mariazell an – verbunden mit manch milder Gabe an Behinderte ….