ÖZIV: 5.121-mal Ja zu Barrierefreiheit

Ausbildungs-Bürgerinitiative an NR-Präsidentin Prammer übergeben

Übergabe Bürgerinitiative: Barrierefreiheit als Pflichtfach
ÖZIV

Mitte April startete der ÖZIV seine parlamentarische Bürgerinitiative „Barrierefreiheit als Pflichtfach“. Heute übergaben ÖZIV Präsident Klaus Voget und sein Vize Georg Leitinger 5.121 Unterstützungserklärungen an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer.

Hintergrund der Aktion ist, dass zwar spätestens ab dem Jahr 2016 öffentlich zugängliche Gebäude barrierefrei sein müssen, es aber keine verpflichtende Ausbildung hinsichtlich Barrierefreiheit gibt.

Egal ob Universität, Fachhochschule oder HTL, das Thema Barrierefreiheit ist nur als Wahlfach etabliert. „Unsere Initiative ist nun umso drängender, da die Thematik auch im kürzlich vom Ministerrat angenommenen Nationalen Aktionsplan Behinderung (NAP) im Kapitel Verkehr abgeschwächt wurde“, erklärt ÖZIV Präsident Klaus Voget.

„War im Entwurf zum NAP noch von der Schaffung von Pflichtlehrveranstaltungen zum Thema Barrierefreiheit bei Studien an Technischen Universitäten sowie weiteren Ausbildungsstätten die Rede, ist in der endgültigen Fassung nur mehr von der Sicherstellung von Lehrveranstaltungen die Rede. Das ist eindeutig zu wenig und ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen!“

Die Lehrpläne und Ausbildungsziele der weiterführenden Schulen fallen in Bundeskompetenz. Mit der Einbringung der Bürgerinitiative hofft der ÖZIV nun auf eine entsprechende parlamentarische Behandlung und die Festschreibung der verpflichtenden Ausbildung hinsichtlich barrierefreiem Planen und Bauen.

Im NAP heißt es wörtlich: Eine essenzielle Voraussetzung für barrierefreies Bauen und Wohnen ist die Sicherung eines Qualitätsstandards in den entsprechenden Ausbildungen. Die Entschließung des Europarates ResAP (2001) über das Universelle Design fordert daher die Einführung der Grundsätze des Universellen Designs in die Lehrpläne für sämtliche Berufe im Bauwesen, einschließlich der Bereiche Architektur und Stadtplanung sowie in allen anderen Berufen und Tätigkeiten, die mit dem baulichen Umfeld zu tun haben oder es gestalten.

„Wir hoffen und appellieren an das Parlament, dass hier rasch eine Einigung erzielt wird. Es geht nicht länger an, dass die durch die UN-Konvention verbrieften Rechte von Menschen mit Behinderungen durch mangelnde Ausbildung und dementsprechende Planungs- und Baufehler hintertrieben werden“, so Voget abschließend.

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