ÖZIV-Medienpreis zum 18. Mal verliehen
Preise für herausragende Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen gehen an Bettina Enzenhofer (Kategorie Print) und Markus Preslmayr (Elektronische Medien). Einen …
Anerkennungspreise gehen an Caroline Bartos (KURIER) und die Redaktion von „Arbeit & Wirtschaft“
Seit dem Jahr 2006 – und damit bereits zum 19. Mal – prämiert der ÖZIV Bundesverband jedes Jahr herausragende Beispiele für die Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen – und war damit der erste Journalistenpreis zu diesem Thema.
Es wird jeweils ein Preis in der Kategorie Print (oder Artikel in Online-Zeitungen) und in der Kategorie Elektronische Medien (Radio, TV, Podcast) vergeben. Bei der Auswahl der Sieger-Beiträge wurde der ÖZIV Bundesverband auch dieses Jahr von einer prominent besetzten Jury unter dem Vorsitz von Prof. Fred Turnheim unterstützt.
In der Kategorie „Print“ wurde Thomas Winkelmüller für seinen Artikel „Im Spektrum, aus dem System“ – erschienen im Magazin DATUM – mit dem ÖZIV-Medienpreis ausgezeichnet.
Der Artikel befasst sich mit den Herausforderungen und Hürden, denen Eltern mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum gegenüberstehen. Denn Tausende Kinder mit Autismus bekommen in Österreich weder Kindergartenplätze noch Zugang zu fachgerechten Therapien.
Die Jury lobte, dass der Autor anhand konkreter Beispiele sehr anschaulich die Probleme aufzeigt, mit denen Eltern von Kindern mit Autismus zu kämpfen haben. Der Artikel zeichnet sich durch fachliche Genauigkeit, umfassende Recherche hervorragende gute Lesbarkeit aus.
Den Preis in der Kategorie „elektronische Medien“ holte sich ORF-Journalistin Constanze Ertl für ihre Beiträge zum Thema ME/CFS in den Sende-Formaten „ORF konkret“ und der ZIB 2 (TV) und im „Journal Panorama“ (Ö1-Radio).
Die Sendungen bestechen durch hohe Sachkenntnis und gründliche Recherche und zeichnen ein eindrückliches Bild der persönlichen Situation der von ME/CFS betroffenen Personen, zeigen ihren „Kampf gegen das System“ und thematisieren die unrühmliche Rolle der „Begutachtungen“.
Die Jury ist sich einig: „Die Beiträge von Constanze Ertl lassen tiefgründige Recherche und Know-How erkennen, ebenso wie Engagement zum Thema, ohne journalistische Objektivität vermissen zu lassen.“
Die Jury hat dieses Jahr zudem zwei Anerkennungspreise vergeben. Der erste Anerkennungspreis geht an Caroline Bartos für die crossmediale Verarbeitung der Lebens-Geschichte einer Frau mit Bi-Polarer Störung.
Die Preisträgerin hat dazu einen Artikel in einer Tageszeitung KURIER verfasst mit dem Titel „Ich weiß, wie es ist, eine Bipolare Störung zuhaben“. Darin zeichnet sie die Geschichte einer Frau mit der Diagnose Bipolare Störung nach und bietet auch umfangreiche Hintergrundinfos.
In der dazugehörigen Podcast-Folge des Podcasts „Ich weiß, wie es ist …“ kommt die Protagonistin aus der Print-Geschichte in erster Linie selbst zu Wort. Die Qualität der Podcast-Folge liegt nicht zuletzt in der qualitativen Vorbereitung und die Sachkenntnis der Preisträgerin begründet. Die Jury findet diese hochwertige crossmediale Bearbeitung des Themas deshalb absolut auszeichnungswürdig!
Den zweiten Anerkennungspreis vergab die Jury an die Redaktion des Magazins „Arbeit & Wirtschaft“ für die Ausgabe „Würde statt Hürde“ (Ausgabe 03/2024), die sich gesamtheitlich dem Thema INKLUSION (am Arbeitsplatz) widmet: „Wie ermöglicht man inklusives Arbeiten für Menschen mit Behinderungen?“.
Die Ausgabe greift unterschiedliche Aspekte des Themas „Menschen mit Behinderungen und Arbeitsplatz bzw. Arbeitsmarkt“ auf und vermittelt damit ein vielfältiges Bild eines durchaus komplexen Themas. Dass sich ein Magazin ausschließlich und mit hoher Qualität dem Thema Menschen mit Behinderungen und Arbeit widmet, hat die Jury bewogen, diesen Sonderpreis zu vergeben!
„Der ÖZIV-Medienpreis leistet seit fast zwei Jahrzehnten einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung zu adäquater medialer Darstellung von Menschen mit Behinderungen in den Medien. Die Preisträger:innen sind Vorbilder, was qualitätsvolle Berichterstattung über Menschen mit Behinderungen betrifft.“ erklärt ÖZIV-Präsident Rudolf Kravanja.
Jury-Vorsitzender Fred Turnheim ergänzt: „Gerade wir Journalist:innen haben eine besondere Verantwortung: wir sollten absolut vermeiden, dass Menschen mit Behinderungen stets nur als Held:innen oder Opfer dargestellt werden. Die heurigen Sieger-Beiträge zeigen, dass Journalismus auf Augenhöhe und hohem Informationsgehalt möglich ist.“
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