ÖZIV: Politik soll Menschen mit Behinderung nicht nur am Welttag zuhören

ÖZIV (Österreichischer- Zivil-Invalidenverband) fordert Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung

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Drei Petitionen mit konkreten Umsetzungsvorschlägen an den Nationalrat sind im Umlauf. Der ÖZIV fordert eine jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes, eine automatische Anhebung der Steuerfreibeträge für Menschen mit Behinderung und eine Novellierung des Bundes-Behindertengleichstellungsgesetzes: Die Barrieren müssen beseitigt werden. Der im Gesetz niedergeschriebene Schadenersatzanspruch ist zu wenig.

Die Petitionen können in allen ÖZIV Büros und online unterzeichnet werden. „Mit unseren Petitionen vertreten wir nicht nur die Forderungen unserer 25.000 Mitglieder sondern die Wünsche aller Menschen mit Behinderung in Österreich. Die Politik muss die Umsetzung der UN-Konvention als ein vorrangiges politisches Ziel sehen und bei den Umsetzungsmaßnahmen Menschen mit Behinderung einbinden“, fordert Hedi Schnitzer, Geschäftsführerin des ÖZIV.

Klaus Voget, Präsident des österreichweit tätigen Verbandes findet es erstaunlich, wer sich aller anlässlich eines Welttages zu Wort meldet. „Es wäre ja schön, wenn ich meine Behinderung das übrige Jahr irgendwo abgeben könnte. Meine und die Realität aller übrigen Menschen mit Behinderung ist allerdings, dass wir das ganze Jahr über mit behinderungsbedingten Problemen zu kämpfen haben. Wir fordern daher Politiker aller Parteien und auch sonstige Wortspender auf, gemeinsam mit uns an dringend notwendigen Verbesserungen zu arbeiten!“

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0 Kommentare

  • Zum Glück sind die Wort- und sonstiges Spendengehabe auf wenige Tage im Jahr begrenzt. Apropos, wann zieht sich der ÖAR endlich von der unseligen Licht-ins-Dunkel Geldmaschine zurück? Das passt nämlich so gar nicht mit den Zielen der UN-Behindertenrechtskonvention zusammen – meine Meinung.

  • aus eigener erfahrung, man ist nicht behindert, man wird behindert