Off-Road-Rollstuhl für Entwicklungsländer

Das Team rund um den MIT-Forscher Amos G. Winter ermöglicht, dass Menschen in schwer erreichbaren Gegenden mit Hilfe des "Leveraged Freedom Chairs", große Strecken zurücklegen können.

Leverage Chair
Global Research Innovation & Technology

Laut der Hilfsorganisation „USAid“ benötigen rund 20 Millionen Menschen in Entwicklungsländern einen Rollstuhl, verfügen aber über keinen. Die neue Erfindung könnte dazu verhelfen, dass auch Menschen in schwer zugänglichen Dörfern mobil sein können.

Die Idee kam dem Assistenzprofessor, als er an einem Projekt für „Whirlwind Wheelchair International“ in Tansania mitgearbeitet hat. Dort fiel ihm auf, dass die Rollstühle den dortigen Bedürfnissen der Menschen nicht angepasst sind.

Da man sich mit den gängigen Modellen auf dem unwegsamen Gelände nicht gut fortbewegen kann, bedarf es eines Rollstuhls, der auf jeglichem Untergrund genutzt werden kann.

Wie funktioniert das „Leveraged Freedom Chair„?

Der Rollstuhl funktioniert wie jeder andere, mit dem Unterschied, dass er ein kleines Vorderrad besitzt. Bedient wird er mit Hebeln, je nachdem wie diese bewegt werden, kann man auf ebenem oder auf rauem Gelände fahren.

Damit der Rollstuhl für Hilfsorganisationen leistbar ist, wird er nur rund 150 € kosten. Man hofft, in die Massenproduktion einsteigen zu können. „Unser Ziel ist es für heuer, 6.000 ‚Leveraged Freedom Chairs‚ herzustellen, die dann in Entwicklungsländern von Hilfsorganisationen verteilt werden sollen“, meint Amos G. Winter im Interview mit science.orf.at.

Der Rollstuhl wurde so konzipiert, dass er neben der leichten Bedienung auch leicht zu reparieren ist. Mit dem „Leveraged Freedom Chair“ können auch größere Strecken in kürzerer Zeit zurückgelegt werden.

Zurzeit gibt es Überlegungen, den Rollstuhl auch in Industrieländern auf den Markt zu bringen.

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0 Kommentare

  • M. E. sind die Räder allesamt zu schmal, sodass man bei weichem oder sandigen Untergrund sofort hängen bleibt. Das Vorderrad ist zu klein und man bleibt stecken. Der Rolli hat hinten keine Kippstütze, sodass man bergauf leicht nach hinten umkippt. Der Schwerpunkt dürfte zu hoch sein, als dass man nicht seitlich umkippen könnte. Ich hoffe, dass das vor der Serienproduktion berücksichtigt wird, sonst werden die Behinderten wohn noch behinderter (wenn denn das Wort gibt) sein.