OÖ: Kontrollor warf behindertes Mädchen aus Zug – Eltern suchten stundenlang

Ausgesprochen peinlich ist den Bundesbahnen ein Vorfall, der sich kürzlich im Salzkammergut ereignet hat. Ein Zugbegleiter warf ein Mädchen aus dem Zug, weil es wegen seiner Behinderung keine Antwort geben konnte.

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„Dass unsere Johanna behindert ist, kann man auf den ersten Blick nicht erkennen. Aber mit ein bisschen Gespür merkt man das nach ein paar Minuten“, sagt Franz K. und schildert jenes Ereignis, das seiner Tochter angstvolle Stunden beschert hat. Saß sie doch Stunden mutterseelenallein, von Weinkrämpfen geschüttelt in einer ihr völlig fremden Umgebung, berichten die Oberösterreichischen Nachrichten.

Das Mädchen beruhigte sich und begann zu erzählen. Bei der Fahrscheinkontrolle kurz nach Bad Ischl hatte sich herausgestellt, dass Johannas Vorteilscard vor drei Tagen abgelaufen war. Der Schaffner verlangte eine Aufzahlung, das Mädchen hatte aber zuwenig Geld bei sich. Und als die 16-Jährige auf seine Fragen keine Antwort gab, wertete der Zugbegleiter dies als Provokation und warf Johanna aus dem Zug. „Johanna hat immer gleich Angst und traut sich nichts sagen. Der Mann muss doch gemerkt haben, dass sie völlig verschreckt war“, meint der Vater gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.

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