ORF: „Zeit im Bild“ mit Gebärdensprache bald online

Seit 5. Juli 2004 wird die Hauptnachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZiB) des ORF mit Gebärdensprache (ÖGS) ausgestrahlt. Im Internet ist sie noch nicht verfügbar; doch das werde sich bald ändern, gibt der ORF bekannt.

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„Die Sendung ZiB1 mit Dolmetschung in Österreichische Gebärdensprache (ÖGS) wird zwar täglich auf ORF 2E ausgestrahlt, wird aber nicht als streaming (video on demand) auf www.orf.at angeboten“, kritisiert Ing. Lukas Huber in seinem Schlichtungsantrag, den er wegen Diskriminierung durch den ORF im September 2007 eingebracht hat.

So will er erreichen, dass „die ORF-ON Redaktion kurzfristig – am besten sofort – die „ZiB1″ mit ÖGS auf der video-on-demand Webseite anbietet“, erläutert Huber und ergänzt: „Die Umsetzung dürfte für den ORF leicht sein, da am Videoinhalt nichts verändert werden soll, weil die Übersetzung in ÖGS im Film bereits zu sehen ist.“

ORF: Mit Jahresbeginn 2008

Bei der ersten Schlichtungsverhandlung am 16. Oktober 2007 wurde vereinbart, dass der ORF bis Mitte November 2007 bekannt geben wird, „ob und in welchem Zeitraum die ZiB1 mit Gebärdensprache“ im Internet angeboten werden kann.

Nun liegt die offizielle Antwort vor: „Die Direktion Online und neue Medien wird die ZiB um 19.30 Uhr mit Gebärdensprache (ZiB von ORF 2 E) mit Jahresbeginn streamen: die ZiB mit Gebärdensprache ist dann als Livestream und als on demand-Angebot im ORF.at-Netzwerk (dzt. tv.ORF.at/ondemand) abrufbar“, kündigt Hannes Märk (ORF) die erfreuliche Neuerung an.

Huber: „Erfreulich“

„Es ist erfreulich, dass eine meiner Forderungen in kurzer Zeit erfüllt wird. Nicht nur, dass die ZiB1-Sendung in ÖGS „on demand“ abgerufen werden kann, der ORF verspricht sogar eine Live-Ausstrahlung auf der ORF-Website“, zeigt sich Huber zufrieden.

Diesen ersten Schritt habe er vom ORF „auch fest erwartet, dies umso mehr, da an sich alle Voraussetzungen für die Übertragung von Sendungen auf der ORF-Website gegeben sind“.

ORF-Sendungen untertiteln

Der weitaus größere Schritt des ORF fehlt aber noch: Die Inhalte der ORF-Sendungen im Internet, die unter tv.orf.at/ondemand abrufbar sind, zu untertiteln. So erfreulich der erste Schritt auch sei, es „bleibt für den ORF noch genug zu tun“, so Huber und denkt schon an die nächste Schlichtungsverhandlung Anfang 2008, bei der diese Probleme besprochen werden sollen. „Da kann man gespannt sein, was die nächste Schlichtungsverhandlung bringt“, so Huber abschließend im BIZEPS-INFO Interview.

ORF.at nicht barrierefrei

Dass ORF.at – trotzs eines öffentlich-rechtlichen Auftrags – bisher die fehlende Barrierefreiheit seiner Internetangebote ignoriert hat, ist schon länger bekannt.

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