Ostern ist vorbei – die Wiener Linien verstecken ihre WCs aber noch immer

Die Wiener Linien betreiben eine Vielzahl barrierefreier WC-Anlagen. Viele davon sind versperrt oder verdreckt.

BIZEPS
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Wenige Wochen vor dem Song Contest ist die Toilettensituation bei den Wiener Linien noch immer nicht gelöst.

„Derzeit kann man nicht sicher sein, ob man die Toiletten in den U-Bahnstationen nutzen kann. Einige sind zugesperrt, andere in schlechtem Zustand“, hält Dipl.-Pol. Christiane Link, Mobilitätsexpertin vom BIZEPS-Behindertenberatungszentrum – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, fest. (Beispiele)

Die Wiener Linien waren nie glücklich darüber, dass sie Toiletten im U-Bahn Bereich betreiben müssen. Dementsprechend sind diese Anlagen teilweise völlig heruntergekommen. Verschärft wurde die Situation mit der Dezentralisierungsnovelle Anfang 2014. Um das Budget der Bezirke zu entlasten, wurden die WCs im U-Bahn Bereich den Wiener Linien übertragen.

Bis Ende 2014 – so versprachen die Wiener Linien mehrfach schriftlich – wird ein Betriebskonzept vorgelegt. Doch dies ist nicht erfolgt. Es existiert weder eine einsehbare Liste wo barrierefreie WC-Anlagen vorhanden sind noch gibt es Information, ob diese Wiener Linien WCs nutzbar sind.

„Das kann für behinderte und ältere Menschen zu einem ernsten Problem werden und ist so nicht hinnehmbar“, hält Christine Link abschließend fest.

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0 Kommentare

  • Sie schreiben mir aus der Seele.
    Leider trifft es nicht nur barreirefreie WC-Anlagen. Mein Mann hatte mich Anfang des Jahers gebeten zu eruieren, warum in der Station kaisermühlen wurde die Toilettenanlage geschlossen wurde. Nach Rückfrage war zu erfahren: „… weil z.B. wie in der Station Kaisermühlen, die Anlagen von Menschen missbräuchlich genutzt (Prostitution, Drogen…)“ – mein Mann hat Morbus Crohn und sie können sich vorstellen wie wichtig eine geöffnete WC-Anlage für ihn ist.
    Übrigens – Imbiss-Stände gibt es am Vorplatz und in der Station eine Bäckerei. Also konsumieren dürfen wir, U-Bahn-Tickets zahlen auch, aber wo dürfen wir uns ‚erleichtern‘?