OTTO STÄNKERER: „Ich schäme mich“

"Ich schäme mich, Bürger so einer Stadt zu sein." (Zitat Bürgermeister Zilk anläßlich eines Fundes von vor 6 Jahren verstorbener Menschen in einer Wohnung.)

Otto Stänkerer - Kürbis der böse schaut
BIZEPS

Wenn ich im Ausland über Wien spreche, glitzern die Augen der ZuhörInnen. Wien ist eine Weltstadt mit Weltruhm. Unangenehm wird es aber, wenn mich meine FreundInnen fragen: „Und, ist die Stadt behindertengerecht?“

Was soll ich Ihnen dann erzählen?

Vielleicht, daß

  • für behinderte TouristInnen kaum möglich ist, sich Wien anzusehen, weil es Unmengen an Barrieren gibt?
  • RollstuhlfahrerInnen (per Gesetz) aus fast allen Veranstaltungsstätten ausgesperrt sind?
  • es RollstuhlfahrerInnen (per Gesetz) verboten ist, alleine in einem öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren?
  • behinderte Menschen in Wien immer als Sozialfälle gesehen werden und daher in der Sozialversorgung behandelt werden?
  • es in Wien noch im Jahr 1992 eine Aktion „Es gibt keine behinderten Menschen“ gab?
  • Parkplätze für behinderte Menschen zwar teilweise vorhanden sind, aber diese regelmäßig verparkt sind?
  • noch immer nicht möglich war, Gehsteige ordentlich und vollständig abzusenken?
  • öffentliche Verkehrsmittel für be-hinderte Menschen unbenützbar sind und auch keine Anstrengungen zur Verbesserung der katastrophalen Situation unternommen werden?

Wenn mich behinderte FreundInnen auf Wien´s Behindertengerechtigkeit ansprechen, beginne ich mich für Wien zu schämen.

Übrigens: Der Bürgermeister könnte dies ruhig auch tun.

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