OTTO STÄNKERER: Pflegegeld

Seitdem es das Pflegegeld gibt, haben, laut einem Dossier der Nationalratsabgeordneten Reitsamer, SPÖ, Vorsitzende des Sozialausschusses 268.793 behinderte Menschen ein Zusatzeinkommen von insgesamt 704 Millionen Schilling monatlich erhalten.

Otto Stänkerer - Kürbis der böse schaut
BIZEPS

Diese Sozialschmarotzer! Kassieren Steuergeld, um damit auf Urlaub zu fahren oder die Erben zu beglücken. Wird eh schon viel zu viel Geld für die Behinderten ausgegeben. In anderen Ländern haben sie nicht einmal einen Rollstuhl. Noch dazu fördern sie die Schwarzarbeit. Die Leute, die bei denen arbeiten, zahlen weder Steuern noch Sozialversicherung.

Ich weiß nicht, wie das die Menschen, die angeblich ihr Pflegegeld horten, machen sollen. Sie könnten zum Beispiel extrem wenig trinken. Dadurch werden zwar die Nieren kaputt, aber sie müssen weniger oft aufs Klo.

Oder sie streichen die morgendliche Dusche und kleiden sich in leicht waschbare, bügelfreie Kartoffelsäcke. Auf die Straße können sie derart bekleidet und stinkend natürlich nicht. Aber angesichts der vielen Stufen und der nicht benützbaren öffentlichen Verkehrsmittel, ist das vermutlich erwünscht.

Trotz Sozialschmarotzerdebatte, stets geführt von Nichtbetroffenen, erhebe ich für mich den Anspruch, täglich zu duschen, aufs Klo zu gehen, wann ich muß und, ebenfalls mit Hilfe einer Assistentin – gewaschen und gut gekleidet – am öffentlichen Leben teilzunehmen. D. h. selbstbestimmt zu leben!

Bezüglich der Sozialversicherungsbeiträge gibt es eine einfache Lösung. Wir brauchen endlich genügend Pflegegeld, um unsere AssistentInnen anstellen zu können.

In anderen, meist wirtschaftlich schwächeren Länder gibt es weniger Leistungen für behinderte Menschen. – Stimmt. Wieder andere haben ganz selbstverständlich Hublifte, abgeschrägte Gehsteige, ein Antidiskriminierungsgesetz …

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