Peinliche Verwechslung bei Untertitel im Schweizer Fernsehen

Vor wenigen Tagen wurden beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) die Untertitel von "Sport aktuell" und der Komödie mit dem Titel "Jungfrau (40), männlich, sucht" verwechselt. Das hatte peinliche Folgen.

Panne bei den Untertitel im Schweizer Fernsehen
SRF

„In der Tat ist uns ein kleines Malheur passiert. Die Untertitel gehörten zu einem Film, der auf SRF 2 lief“, bestätigt Gion Linder, Bereichsleiter der Untertitelung von Swiss Teletext, in blick.ch.

Ein technisches Problem dürfte Ursache dieser Verwechslung gewesen sein, ist einem Artikel in der NZZ zu entnehmen: In die Untertitel schlichen sich zahlreiche schlüpfrige Ausdrücke ein. Zur Moderation von Rainer Maria Salzgeber etwa hieß es: „Du darfst Sex haben und ich nicht. Das ist unfair.“ (siehe auch Artikel in toponline.ch sowie persoenlich.com)

Interessant auch jenes Detail: Laut NZZ gingen beim SRF Kundendienst seitens hörbehinderter und gehörloser ZuseherInnen keinerlei Beschwerden bezüglich der falschen Untertitel ein.

Das SRF untertitelte im Vorjahr 12.000 Stunden Programm, was einer Quote von 50 Prozent entspricht, informiert Gion Linder.

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0 Kommentare

  • Pannen passieren nicht nur den Schweizern.

    Der ORF prodziert nicht nur Filme, sondern auch mehr oder weniger oft „Pannen“ – so nicht selten bei den Untertiteln.

    Häufig sind es Synchronisatiosfehler, wo das Geschehen und die UT nicht zusammenpassen. Da sind 20-30 Sekunden Unterschied schon auch mal passiert, da liest man oft erst die UT wenn am Bildschirm schon längst eine andere Szene flimmert!

    UT sind für die Gehörlosen schlicht gesagt der „optische Ton“ – was wäre wenn das selbe mit dem „akustischen Ton“ passieren würde – den ganzen Film lang ohne das sich wer drum kümmert? Da wuerde es Beschwerden hageln! Bei den Gehörlosen schert sich keiner drum wenn 2 Std lang die UT und das Geschehen 20-30 Sekunden auseinader ist!

    Und deswegen Beschweren?
    Kommunikation ist *DIE* Behinderung der Gehörlosen! das „Nichthören“ ist da eher eine sekundäre Behinderung (das können sich Aussenstehende oft nicht recht vorstellen). Was wundert es also wenn keine Beschwerden kommen? Wenn doch die Artikulations-Hemmschwelle, das Problem der Schrift, einen GL 3x überlegen lässt ob er was unternimmt! Und dann, wer ruft an? Schon mal eine Gehörlosen telefonieren gesehen? Natürlich, Email gibts auch, aber… )siehe oben).

    Ich vermute trotzdem dass sich viele vor allem deshalb nicht beschweren, weil man diese Pannen gewöhnt ist. In der Schweiz wirds auch nicht besser sein als in Österreich.

  • wenn keine beschwerden beim kundendienst eingegangen sind, war´s vielleicht ein willkommenes hoppala :))