Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz hat sich bewährt

Dr. Günther Schuster, Leiter des Bundessozialamtes, erinnerte in seinem Statement an die Anfänge der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz und zeigt Entwicklungen in diesem Bereich auf.

Dr. Günther Schuster
BIZEPS/Eva Kosinar

Er hob jüngste, positive Entwicklungen bei der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz beim BIZEPS-Kongress am 22. April 2010 in Wien hervor.

„Wir haben etwa im vergangenen Jahr einen sehr bemerkenswerten und sehr anerkennungswerten Prozess im Unterrichtsministerium erlebt, wo das Unterrichtsministerium selbstverständlich bereit war – und das ist in Zeiten wie diesen, denke ich, besonders zu würdigen – die Kosten der Persönlichen Assistenz für Schüler und Schülerinnen in Bundesschulen zu übernehmen“, erinnerte er an diese positive Entwicklung.

Besonders erwähnenswert war für ihn der Umstand, dass das Unterrichtsministerium die Regelungen der Richtlinie bis hin zur Abrechnung übernommen habe. „Ich würde meinen, dass das sehr beispielhaft ist und auch die Zielsetzung des Gleichstellungsrechts hier auch andere Lebensbereiche zu erreichen gut umfasst“, zeigt sich Schuster erfreut.

Schwierige Situation bei den Universitäten

Schwieriger ist da leider die Situation bei den Universitäten. „Hier leisten wir nach wie vor Persönliche Assistenz auch für Studierende, auch wenn es dort unserer Ansicht nach so sein sollte, dass es auch hier die ressortspezifischen Kosten auch vom jeweiligen Ressort zu tragen sind“, bemerkt er. Doch da die Universitäten zumindest Teilrechtsfähigkeit haben, ist die Struktur viel heterogener.

Weiterentwicklung der Richtlinie

Man werde die Richtlinie für Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz modernisieren und dies werde „selbstverständlich wieder im Zusammenwirken mit den betroffenen Organisationen, auch mit den Assistenz-Servicestellen als Förderpartner erfolgen“, kündigt er abschließend an.

Entwicklung der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz
SprecherIn: Dr. Günther Schuster (Bundessozialamt)
Audioquelle: BIZEPS

Und ich glaube, dass wir auch von unserer Seite als Förderverwaltung sagen können, dass sich das Instrument sehr, sehr bewährt hat. Wir haben laufend Zuwachsraten von betroffenen Personen, die diese Leistungen in Anspruch nehmen.

Auch im vergangenen Jahr waren es wieder etwa 30 Personen mehr, mittlerweile etwa 310, genau, 308 Personen bundesweit, die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz nutzen und wir wenden in etwa 3,5 Millionen Euro für diese Leistungen auf.

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0 Kommentare

  • @Klaudia Karoliny: ich finde diesen Zugang auch sehr, sehr wichtig, denn irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass es immer nur um Kosten, Kosten und nochmals Kosten geht, ohne dabei zu sagen, was mit diesen Posten eigentlich geschaffen wird. Und das sollte in Zeiten wie diesen doch einigermaßen wichtig sein …

  • Ist alles schon und gut, sowohl für die PA im privaten Bereich wie am Arbeitsplatz, solange die Zahl der behinderten Menschen überschaubar ist und man das Zuckerl verteilen kann. Wenn das Ganze aber rechtlich nicht abgesichert ist, dann ist das schneller wieder weg, als man schauen kann, wenn gespart werden muss.

  • Mich würde es zusätzlich noch interessieren, wieviele Arbeitsplätze PAA schafft. Wir behinderte Menschen sind nicht nur ein „Kostenfaktor“, sondern wir schaffen auch Arbeitsplätze. Ich finde das gehört auch noch erwähnt.