Persönliche Assistenz: Rechte behinderter Menschen werden verletzt

Am 9. Juni 2010 wurde dem "Unabhängigen Monitoringausschuss zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" eine Mängelliste im Bereich Persönliche Assistenz übergeben.

Schulze empfängt Schreiben; welches Srb-Rössler übergibt
BIZEPS

„Menschen mit Behinderungen aus mehreren Bundesländern, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind – wenden sich hiermit an den Monitoringausschuss, weil wir der Meinung sind, dass Österreich das ‚Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen‘ nicht einhält“, ist jenem Schreiben zu entnehmen, welches am 9. Juni 2010 im Rahmen einer Demonstration für Persönliche Assistenz (siehe Fotos) der Vorsitzenden des Monitoringausschusses übergeben wurde.

Obwohl Österreich die UN-Konvention schon im Jahr 2008 ratifiziert hat, ist es noch immer so, dass Menschen mit Behinderungen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, je nach Bundesland völlig unterschiedliche Regelungen vorfinden, erinnerte Annemarie Srb-Rössler, die der Vorsitzenden des Ausschusses, Mag. Marianne Schulze, die Liste übergab.

Verletzungen der UN-Konvention aufgelistet

Im übergebenen Schreiben werden die Verletzungen im Detail aufgelistet:

„Die Leistungen der Persönlichen Assistenz sind in der Regel

  • nicht für jeden Menschen mit Behinderung zugänglich
  • nicht bedarfsgerecht und manches Mal sogar nur ein pauschale Abgeltung
  • nicht immer einkommens- und vermögensunabhängig
  • nicht immer frei wählbar in der Organisationsform
  • nicht ortsunabhängig konsumierbar“.

Srb-Rössler wies auf die Wichtigkeit von Persönlicher Assistenz für die anwesenden Personen hin und bat den Monitoringausschuss zu prüfen, in welchen Punkten die Rechte der behinderten Menschen verletzt werden.

Die Vorsitzende sagte diese Überprüfung zu.

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0 Kommentare

  • traurig aber leider wahr ich hätte ein telefongespräch mit der stadträtin wo wir nocheinmal meiner ausnahme sitation wegen meiner OP vo ich nach der op oberschenkelgips habe danach dann schienen tragen können muss, die reha mit PA wichtig ist und ich naturlich auch trainieren muss. darf ich mir trotzdem keine höhere finazierung meiner persönlichen assistenz erwarten!!!! und muss daurch mein minus auf meinem konto vollig ausschöpfen um überhaupt eine chance haben zu können meine ziele zu erreichen bzw fortschritte machen zu können. menschen können so grausam sein

  • Herzlichen Dank dem kompletten Team für die Aktion. Jetzt muß man an den mehr als berechtigten Forderungen dran bleiben. Versprochen wurde schon sehr viel, gehalten aber wenig. Das von Richard-walter geschilderte Problem der Sachenverständigenuntersuchungen ist dringend reformbedürftig.
    Als aktiver Vertreter in diesem Bereich kann ich nur bestätigen, daß klare Richtlinien geschaffen werden müßen, die für alle Bundesländer gültig sein müssen. Gerhard-Norbert Ludwig, Behindertensprecher der Bediensteten der Stadt Wien

  • da alle gutachter in dienste stehen und auch bezahlt werden von denen die auch das pflegegeld vergeben kann es schon vorkommen von unobjektivität

  • Ist doch typisch „österreichisch“. Nur gegenüber andere Länder buhlen sie sich auf, wegen Menschenrechte. Bei uns gibt es die nicht und schon gar nicht für das eigene Volk. Beschämend und diskriminierend einfach. Diese Heuchelei stinkt zum Himmel.

    Außerdem gehören einmal die Gutachter, die für die Einstufung zuständig sind, unter die Lupe genommen. Da klaffen die Einstufungen gravierend auseinander.