Ratgeber Persönliche Assistenz

Persönliche Assistenz rund um die Uhr in Wien bald Realität?

Der "Fonds Soziales Wien" startet endlich den lang geforderten Modellversuch "Persönliche Assistenz" in Wien.

Die langjährige Forderung von BIZEPS, der Wiener Assistenzgenossenschaft und anderen Selbstbestimmt-Leben-Organisationen soll in Wien für vorerst 25 Personen, ab sofort Wirklichkeit werden.

In der Sitzung des „Fachforums Persönliche Assistenz“, in dem auch BIZEPS vertreten ist, wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Fonds Soziales Wien darüber informiert, dass der schon lange angekündigte Modellversuch „Persönliche Assistenz in Wien“ nunmehr per 1. September 2005, mit einer Laufzeit von zwei Jahren, endlich gestartet wird.

Zielgruppe sind behinderte Menschen ab Beendigung der Schulpflicht im erwerbsfähigen Alter mit einer Pflegegeldeinstufung von 5 bis 7, in begründeten Ausnahmefällen ab der Stufe 3, die in einem eigenen Haushalt leben oder leben möchten.

Bei der Bewilligung der Persönlichen Assistenz wird vom tatsächlichen Bedarf ausgegangen. Werden 24 Sunden Assistenz pro Tag benötigt, dann sollen Wege gesucht werden, die Finanzierung zu ermöglichen. Bezüglich der Organisation von Persönlicher Assistenz wird es Wahlfreiheit geben. Es wird Direktzahlungen an die Betroffenen geben. Persönliche Assistenz kann im Arbeitgebermodell organisiert werden oder die Dienstleistung kann über der WAG in Anspruch genommen werden. Auch Mischmodelle werden möglich sein.

Das Einkommen wird nach dem Kostenbeitragssystem der Sozialen Dienste zur Berechnung herangezogen werden. In der Zeit des Modellversuchs werden die detaillierten Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Persönlichen Assistenz erarbeitet. Die Ergebnisse der Evaluierung werden als Grundlage dafür dienen, wie Persönliche Assistenz als Angebot in Wien etabliert werden wird.

Anträge sind formlos an den Fonds Soziales Wien, zu Handen Herrn Johann Schmidt an die Adresse johann.schmidt@fsw.at zu richten.

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0 Kommentare

  • Ich halte den Modellversuch für viel zu lange ausgedehnt. PA für nur 25 Personen zwei Jahre lang zu evaluieren ist keinesfalls notwendig, weil wir bereits viele nationale und internationale Erfahrungen mit PA haben. Was will Wien damit herausfinden? Ob PA Sinn macht? Das klingt mir eher nach Verzögerung einer generellen Einführung. Neben den Dankesworten und Glückwünschen sollte also auch der Forderung Nachdruck verliehen werden, dass möglichst bald alle, die PA benötigen, diese auch bekommen!

  • Lieber Herr Schmidt, zurückkommend auf Ihren o.e. Artikel begrüße ich diese persönliche Assistenz sehr, die hier die persönliche Betreuung auf eine besondere Art und Weise gewährleistet und dazu noch die Möglichkeit der Personalassistenz-Wahlfreiheit bietet. Ich beglückwünsche Sie zu diesem beispielhaften Erfolg.
    Beste Grüße und weiterhin viel Glück zur Durchsetzung solch wichtiger Ziele wünscht Renate Münch. Die Anerkennung des Lebens sowie die zielgerichteten, optimierten Wege zur Erleichterung des Lebens bei behinderten und nicht behinderten Menschen sollten immer im Vordergrund stehen und jeglicher Diskrimierung weichen.

  • In Wien warens bisher nur 2 h/Tag bzw. 16 h/Woche (wenn ich mich nicht irre). Da seid im Grunde eh gesehen (außer den 25 glücklichen) besser dran.

  • Endlich – im Einzelfall bedarfsgerechte PA! Das hätten wir in OÖ auch gern … – echte Mäglichkeiten als Alternative zur Heimunterbringung oder sonstigen „Almosen“ von Familie, Bekannten und FreundInnen! Fünf Std. PA/Tag sind oft halt viel zu wenig um wirklich selbstbestimmt leben zu können!

  • Damit geht ein Traum vieler behinderte Menschen für 25 in Erfüllung. Ich stelle mir daher die Frage: Nach welchen Kriterien wird bei der Auswahl der 25 Personen entschieden und wer entscheidet es.

  • Ich gratuliere euch allen zu diesem Erfolg, der ein echter Durchbruch in Sachen persönliche Assistenz in Österreich ist!