Persönliche Assistenz wird in Salzburg stetig ausgebaut

Möglichst unabhängig und selbstbestimmt leben – das ist auch für Menschen mit Behinderung ein großer Wunsch. Antragstellung bis 20. September 2021 auch online möglich

Heinrich Schellhorn
GRÜNE

Möglichst unabhängig und selbstbestimmt leben – das ist auch für Menschen mit Behinderung ein großer Wunsch. Mit der persönlichen Assistenz kann dieser Wunsch ein Stück weit mehr ermöglicht werden.

Deshalb baut das Land Salzburg dieses Angebot immer weiter aus – von 17 (2019) auf 28 Personen im Vorjahr, heuer sind es bereits 35, die diese Leistung beziehen. Interessierte können sich ab sofort bis 20. September bewerben, auch online unter www.salzburg.gv.at/persoenliche-assistenz.

„Auch in diesem Jahr setzen wir den Ausbau der persönlichen Assistenz fort. Das ist mir ein großes Anliegen, weil Menschen mit Behinderungen dadurch viel an Unterstützung bekommen. Sie gewinnen Selbstbestimmung und Unabhängigkeit. Das sind wichtige Grundvoraussetzungen für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und für die Organisation des Alltags“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn.

Bewerben auch online möglich

Seit dem Ende des Pilotprojekts im Mai 2019 wird die persönliche Assistenz kontinuierlich ausgebaut, und zwar von 17 (2019) auf 28 Personen (2020). Heuer sind es bereits 35.

Interessierte Menschen mit Behinderung können sich bis 20. September 2021 unter www.salzburg.gv.at/persoenliche-assistenz bewerben.

Eigene Kompetenzen notwendig

Dazu sind bestimmte Voraussetzungen notwendig: Es braucht eigene Kompetenzen, beispielsweise die Fähigkeit, die Assistenz anleiten zu können. Auch eine Beratung durch den Verein knack:punkt und die Abgabe eines Selbsteinschätzungsbogens gehören zur Anmeldung.

Anschließend findet ein Abklärungsgespräch statt. Dabei wird der monatliche Bedarf festgelegt. Eine Koordinationsstelle des Landes entscheidet über die Aufnahme.

Ein Angebot im ganzen Bundesland

Die persönliche Assistenz startete als Pilotprojekt im Juni 2017 mit 17 Personen. Von diesen befinden sich derzeit noch zwölf in diesem Programm. Aktuell beziehen 35 Personen diese Leistung, davon sind 19 weiblich und 16 männlich. 21 sind aus der Stadt Salzburg, sieben aus dem Flachgau, vier aus dem Pinzgau, zwei aus dem Pongau und eine aus dem Lungau.

15 Leistungsbeziehende sind 50 Jahre oder älter, 20 sind im Alter zwischen 20 und 49 Jahre. Das durchschnittliche Alter liegt bei 43 Jahren.

Mehr Personen, Stunden und Budget

Aktuell wird den 35 Anspruchsberechtigten eine persönliche Assistenz im Ausmaß von rund 7.250 Stunden pro Monat bewilligt. Im Durchschnitt sind das 207 Stunden pro Person und Monat. Im Vorjahr waren es noch 6.051 Stunden pro Monat, 2019 lag man noch bei 3.837.

Das Land hat die Ausgaben dafür von 2019 (878.000 Euro) auf 2020 fast verdoppelt (1,6 Millionen Euro).

Assistenten immer gesucht

Persönliche Assistenz kann in Salzburg im Unterschied zu anderen Bundesländern auch von Menschen mit kognitiven Behinderungen oder psychischen Erkrankungen in Anspruch genommen werden.

Die Leistung richtet sich an Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren im eigenen Haushalt. Wer Interesse an einer Arbeit in der persönlichen Assistenz hat, kann sich an die Caritas und die Lebenshilfe wenden. 

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3 Kommentare

  • Und mit 65 Jahren müssen die Leute dann in ein Heim?

    • Ja, das habe ich mich auch gefragt!
      Mit 66 brauche ich also gar nicht erst anfragen, oder?
      Ist das nicht Altersdiskriminierung?
      Und wozu soll diese Grenze gut sein?

  • Bewerbungen als Persönliche Assistenz können auch an die Interessensvertretung „Knackpunkt“ info@knackpunkt-salzburg.at gemailt werden, da diese die Auftraggeber*innen im Dienstgebermodell vertritt. und bei der Assistenzsuche unterstützt. LG