PERSPEKTIVENWECHSEL mit Thomas Haller
Wenn man Thomas Haller sagt, dass etwas nicht möglich ist, ist das für ihn der Ansporn, es erst recht zu …
In dieser Sendung von PERSPEKTIVENWECHSEL ist der Unternehmer und Philanthrop Martin Essl zu Gast. Als Initiator des Zero Project kämpft er gemeinsam mit seinem Team und einem internationalen Netzwerk für eine Welt ohne Barrieren.
Martin Essl war Geschäftsführer der Baumax AG. Bei Baumax war auch sein erster Kontakt mit Menschen mit Behinderungen. In einer Baumax-Filiale traf Essl auf einen Mitarbeiter mit Behinderung, dessen Engagement ihn beindruckte.
Das inspirierte ihn, Menschen mit Behinderungen zu fördern. Zunächst wurden in allen Baumax-Filialen Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Baumax suchte gezielt Behindertenheime auf, um Arbeitskräfte für Baumax zu finden und das zu einer Zeit, in der Inklusion auf dem Arbeitsmarkt noch sehr wenig im Gespräch war.
Eine weitere wichtige Erfahrung war für Martin Essl der Jakobsweg, den er als Pilger ging. Damals wurde Baumax verkauft und er musste sich überlegen, was er weiterhin in seinem Leben machen möchte, deshalb ging er den Jakobsweg. Er gab Gott das Versprechen, dass, wenn er diese schwierige Zeit gut überstehen würde, er sich sozialen Projekten widmen wolle. Es ging alles gut und Martin Essl hielt sein Versprechen.
Entstanden ist das Zero Project, es wurde 2008 von der österreichischen gemeinnützigen Essl Foundation gegründet.
Das Zero Project ist ein globales Netzwerk. Es wurde von mehr als 10.000 Expert:innen, politischen Entscheidungsträger:innen, Unternehmen, Wissenschaftler:innen und anderen Menschen mit und ohne Behinderung aufgebaut. Dieses internationale Netzwerk trägt dazu bei, dass eine globale Gemeinschaft für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen entsteht.
Ziele des Projekts sind Inklusion und die Umsetzung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (CRPD), indem innovative Lösungen gefunden und international ausgetauscht werden, die Barrieren für Menschen mit Behinderungen in den Ländern beseitigen.
Das Zero Project geht über Österreich hinaus, mittlerweile gibt es Ableger in Südamerika, Indien und Singapur. Die Themen der geförderten Initiativen decken verschiedene Bereiche ab, wie zum Beispiel Arbeit, Bildung, Technologie oder Kunst. Martin Essl glaubt fest daran, dass Inklusion durch innovative Ansätze umgesetzt werden kann.
Erfahren Sie mehr über Martin Essl und das Zero Project im Studiogespräch mit Ivana Veznikova. Den Beitrag finden Sie auf der Internetseite von PERSPEKTIVENWECHSEL.
OKTO strahlt regelmäßig Folgen der preisgekrönte Inklusionssendung „Perspektivenwechsel“ von Antina Zlatkova und Thomas Lindermayer aus, die auch in der OKTOTHEK online nachsehbar sind.
Mediengarten
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