Pflege: Senioren und Hilfsorganisationen haben heute vorgelegt. Jetzt muss Sozialminister handeln!

Nach heutiger Enquete ist klar: Pflegefonds muss kommen. Vorher sind einheitliche und schlanke Strukturen zu schaffen!

Ingrid Korosec
ÖVP

„Unser Ruf nach einem „Runden Tisch“ zur Neugestaltung von Pflege und Betreuung war lange unbeantwortet verhallt. Doch anstatt zu jammern haben wir Seniorenvertreter die heutige Pflege-Enquete im Parlament einberufen. Nun liegen konkrete Lösungsansätze auf dem Tisch, jetzt muss der Sozialminister handeln! Denn wenn wir nicht umgehend die Verhandlungen zur Neustrukturierung und Finanzierung von Pflege und Betreuung beginnen, werden wir noch auf Jahre hinaus zu keiner zufrieden stellenden und finanzierbaren Lösung gelangen“, fordert LAbg. Ingrid Korosec,

Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes den zuständigen Minister auf, nun endlich alle betroffenen Interessenvertretungen einzuberufen und eiligst die Verhandlungen aufzunehmen.

Raus aus der Sozialhilfe – Schlankere Strukturen!

„Die wichtigsten Punkte dabei: Pflege darf nicht länger Teil der Sozialhilfe sein. Es dürfen nicht länger 280 verschiedene Stellen nach verschiedenen Kriterien die Pflegegeld-Einstufung vornehmen. Es darf nicht länger sein, dass man in manchen Bundesländern (wie in Wien) mehr als 5 Monate auf den Pflegegeld-Bescheid wartet. Es kann nicht sein, dass bei jedem Sparbudget als erstes über eine Abschaffung oder Kürzung der für die Menschen so wichtigen Pflegegeldstufen diskutiert wird“, zählt Korosec einige wichtige Punkte, die es nun zu klären gilt auf.

„Und diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen! Faktum ist, alleine über’s Geld zu reden wird nicht ausreichen. Die Finanzierung ist wichtig, aber auch die Strukturen muss man neu aufstellen“, ist Korosec überzeugt.

Jetzt: Arbeitsgruppe einberufen und bis 2013 umfassende Lösungen vorlegen

„Angesichts der vielen unterschiedlichen Herausforderungen, angesichts des steigenden Kostenbedarfs und aufgrund der vielen unterschiedlichen Bedürfnisse – von den Pflegebedürftigen, über pflegende Angehörige und Pflegefachkräfte, über Pflege-Organisationen bis hin zu den unter der Finanzlast stöhnenden Ländern und Gemeinden – muss der Sozialminister so schnell als möglich alle betroffenen Gruppen an einen Tisch bringen. Unsere Vorschläge sind dabei klar: Pflegefonds finanziert aus Vermögenszuwachssteuern und Schaffung von bundeseinheitlichen schlanken Strukturen. Weil wir es uns nicht mehr leisten können, nichts zu tun. Und weil wir es den Menschen schuldig sind“ betont Korosec abschließend.

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