Pflege-Sozialpartner: Bei der Pflegereform wurde auf Heimhilfen und Behindertenbegleitung vergessen!

Gewerkschaften GPA und vida und Sozialwirtschaft Österreich appellieren an Minister Rauch

Logo ÖGB
BIZEPS

Sowohl die Gewerkschaften GPA und vida als auch der Arbeitgeberverband Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) begrüßen als Sozialpartner im privaten Pflegebereich grundsätzlich den geplanten Entgeltzuschuss für Pflegekräfte.

Die Sozialpartner fordern aber, dass auch Heimhilfen und Beschäftigte in der Behindertenbegleitung vom Zuschuss profitieren.

Eva Scherz, Kollektivvertragsverhandlerin der Gewerkschaft GPA, erklärt: „Nach den derzeitigen Plänen würde in manchen Einrichtungen die Hälfte der Belegschaft vom Zuschuss profitieren und ihre Kolleginnen und Kollegen, die mit ihnen arbeiten, nicht. Das führt zu Verwerfungen und ist schlicht ungerecht.“

Michaela Guglberger, Kollektivvertragsverhandlerin der Gewerkschaft vida, ergänzt: „Wir fordern Gesundheits- und Sozialminister Rauch auf, die Ungleichbehandlung im Bereich der Behindertenbegleitung und der Heimhilfen zu beenden und den Zuschuss an alle Beschäftigten in der Pflege auszuzahlen!“

Erich Fenninger, Vorsitzender der SWÖ, sagt: „Alle Beschäftigten im Pflegebereich leisten wertvolle Arbeit. Ohne Heimhilfen oder Behindertenbegleitung kann ein hohes Niveau nicht aufrechterhalten werden. Sie haben ohne Zweifel den Entgeltzuschuss ebenso verdient.“

Walter Marschitz, Geschäftsführer der Sozialwirtschaft Österreich, „Ich fände es bedauerlich, wenn die Akzeptanz dieser an sich richtigen Maßnahme dadurch geschmälert würde, dass wichtige Gruppen davon ausgenommen sind.“

Gemeinsam fordern die Sozialpartner den Minister auf, die Regelungen zum Entgeltzuschuss so zu überarbeiten, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Pflegebereich profitieren.

Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich
Hier beginnt der Werbebereich Hier endet der Werbebereich

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.