Pflegegeld: Ärztekammer für Reform des Pflegegeldes

Pflegegeld verstärkt an professionelle Hilfe binden - Immer mehr alte und kranke Menschen auf hochwertige Versorgung angewiesen - Begrenzte Ressourcen

Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Otto Pjeta, unterstützt den Vorschlag von SP-Vorsitzenden Dr. Alfred Gusenbauer zu einer Reform des Pflegegeldes. Bekanntlich hat der SP-Chef jüngst angeregt, das Pflegegeld in eine Sachleistung umzuwandeln.

„Es ist dringend erforderlich, den Bezug des Pflegegeldes, insbesondere ab der Pflegestufe III, an eine professionelle Versorgung zu binden. Das Pflegegeld sollte daher zumindest teilweise als Sachleistung bezogen werden können“, sagte der Ärztepräsident Donnerstag in einer Aussendung.

Bei der bisherigen Regelung können diese Mittel ohne verpflichtende professionelle Pflege und ärztliche Betreuung in Anspruch genommen werden, erläuterte Pjeta. Diese Vorgangsweise müsse jedoch in Anbetracht des zunehmenden Anteils hochbetagter und fortgeschritten pflegebedürftiger Menschen sowie begrenzter Geldmittel überdacht werden. So könnte das Pflegegeld laut Pjeta geteilt werden: Es sollte zur Bestreitung des spezifischen und erhöhten Privataufwandes einerseits sowie zur professionellen Pflege und ärztlichen Behandlung andererseits zur Verfügung gestellt werden.

Dabei, so Pjeta, müsse man beachten, dass bei vielen Betroffenen auch eine Betreuung rund um die Uhr erforderlich sei. Gerade in solchen Fällen müsse ein Geldbetrag für den erhöhten Aufwand ausbezahlt werden, währenddessen ein Teil des Pflegegeldes an Sachleistungen für professionelle Pflege und regelmäßige medizinische Betreuung zu binden sei.

Der Kammerpräsident: „Damit werden die Angehörigen bei ihrer schwierigen Aufgabe unterstützt und im Einzelfall auch eine Betreuung rund um die Uhr mit ausgebildetem Pflegepersonal ermöglicht. Im Interesse der multimorbiden und sehr alten Menschen müssen wir danach trachten, dass eine bestmögliche Versorgung sichergestellt ist.“

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  • Wo bleiben bei diesen Überlegungen die behinderten Kinder?