Pflegegeld: Behinderte Menschen fordern Rücktritt Hundstorfers

Sozialminister stimmt gegen Rechte der Betroffenen

BIZEPS
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„Wir fordern den Sozialminister auf, zurückzutreten, weil er Verschlechterungen für hilfs- und pflegebedürftige Menschen plant“, sagt Annemarie Srb-Rössler, Vorsitzende des Behindertenberatungszentrums BIZEPS.

Der Sozialminister wird pflegebedürftigen Menschen bis ins Jahr 2014 in Summe 318 Millionen Euro vorenthalten. (2011: 17 Millionen, 2012: 59, 2013: 100 und 2014: 142).

Allein im Jahr 2011 werden 14.000 Personen nach der geplanten drastischen Veränderung ein geringeres Pflegegeld erhalten (Stufe 1 statt 2). Weiteren 10.000 Personen wird überhaupt jede Unterstützung verwehrt.

Minister Hundstorfer spricht angesichts dieser größten Kürzungen seit Bestehen des Pflegegeldes von moderaten Eintrittsbestimmungen und von einem ausgewogenen Budget im Sozialbereich.

„Ich halte die Aussagen von Minister Hundstorfer für zynisch angesichts der großen Anzahl von hilfs- und pflegebedürftigen Menschen, die durch diese Maßnahmen durch das Soziale Netz fallen werden“, stellt Annemarie Srb-Rössler fest.

Diese Maßnahmen wiegen umso schwerer angesichts der Tatsache, dass das Pflegegeld seit seinem Bestehen durch die Nichtvalorisierung rund 20 % an Kaufkraft verloren hat. Gleichzeitig unterstellt Minister Hundstorfer immer wieder den Pflegegeldbeziehern mit unbewiesenen Behauptungen, sie würden das Geld nicht für die notwendige Hilfe und Pflege ausgeben.

„Ein Sozialminister, der dieser gesellschaftlich besonders schwachen Gruppe – für die er ressortständig ist – derart in den Rücken fällt, hat nichts in dieser Funktion verloren“, so Srb-Rössler abschließend: „Es ist besser, Hundstorfer nimmt noch heute seinen Hut“.

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0 Kommentare

  • er macht das mit kranken menschen ganz radikal, damit er und seine freunde mehr im eigene tasche beckommen. Menschen sind im egal. Er will Österreich so reten, beser were wenn er seine freunde um 1% von lohn um verzicht anfordert, und kranken menschen und ihren fam. mitglieder die so wieso genug leisten und sicher nicht leicht haben hilft. für mich ist er ein hund.

  • Der Minister hat eine Ahnung, ganz wie seine Kollegin aus Wien, Frau Wehsely. Weiter als bis zur Finanzierung des Enkels reicht die Vorstellungskraft der beiden offenbar nicht. Ich oute mich nun und gestehe, daß ich die Griffe des Rollstuhles vergolden lasse, eventuell kommt ein Rubin an den Radnaben dazu. Wegen der Verkehrssicherheit. Werde ich jetzt vergeklagt? Haben Minister und Stadträtin noch immer nicht genug? Womöglich schließen die zwei ja von sich auf andere(das ist nur eine Vermutung). Oder was schlagen sie sonst noch vor? Euthanasie? Hartheim steht noch, ist erst renoviert worden. Es gäbe natürlich auch die Möglichkeit, die Leute zum Steinbruch zu führen, Motto „Springen! Den Rollstuhl halt ich eh!“ Wieviele Millionen Ersparnis wäre das? Das Enkerl hätte halt kein Moped, ein Kollateralschaden. P.S. tschech. „vesely“ bedeutet „fröhlich, lustig“. Noch so ein Zynismus. Aber den Hund im Dorf wird’s freuen.

  • Meine Partnerin kann auf Grund des Pflegegelds weniger arbeiten und mich pflegen. Ausserdem will ich selbst bestimmen wer mich wäscht, anzieht, für mich kocht und für mich da ist wenns mir schlechtgeht.
    Es ist eine Schande das so ein Unsozialminister aus der Sozialistischen Partei kommt.

  • Besonder gut gefällt mir: „Gleichzeitig unterstellt Minister Hundstorfer immer wieder den Pflegegeldbeziehern mit unbewiesenen Behauptungen, sie würden das Geld nicht für die notwendige Hilfe und Pflege ausgeben.“

    Interessant. Und wie kann er diese Unterstellung behaupten? Kennt er jeden Pflegegeldbezieher? Steht er um 9 auf der Matte und beobachtet, wie die ganzen Behindis aus den Rollstühlen hupfen und sich einen weggrinsen? Naja, realitätsfremd und zynisch.

    Natürlich gibt es jene, die das System ausnutzen, ja es gibt sie und darüber müssen wir auch ned diskutieren. Aber zu behaupten, den Beziehern würde diese Summe (die ohnehin weitaus unrealistisch ist, wenn ich mir alleine meinen Bedarf anschau und ich hab Stufe 3) ned zustehen, ist wirklich mies und hat hier absolut nichts verloren.

    Ich bin ja kein garstiger Mensch – ok, bin ich doch. Ich würde es wohl mit den poetischen Worten meines Taxlers aussprechen „Soin dem Trottel die Fiaß obfaul’n“ …In diesem Sinne …

  • der soll ein SOZIAL minister sein? NEIN DANKE

  • ja weg mit dem hundsdorfer er ist eine schande so wie genug andere Politiker die nur auf sich schauen warum sparen sie nicht bei ihnen hat jeder genug tausende € da wird nichts gekürtzt das vielle geld das sie verdienen steht für diese leistung was sie bringen gar nicht zu.

  • Dem stimme ich voll Inhaltlich zu

  • mach ma a demo gegen den hundsdorfer !!!

  • sofort raus mit ihm!!!! er hat nichts mehr verloren als sozialminister.

  • Herr Hundsdorfer ist leider, so wie die anderen SPÖ`ler auch nur ein verluderter Sozialdemokratie. De facto gibt es im EU-Europa keine Sozialdemokratie mehr. Und wer weiß, wie korrupt und verkommen die Gewerkschaft ist, in der Hundsdorfer ja einer der Leitenden war, den wundert gar nichts mehr!

  • Dass der Herr „Sozialminister“ zwar Minister ist, der Zusatz „Sozial“ entspricht, wie er schon des Öfteren gezeigt hat, in keiner Weise den Tatsachen – er war, ist und bleibt halt Gewerkschafter!

  • Wegen des würdelosen Vorgehens gegen pflegebedürftige und behinderte Menschen sowie ihren pflegenden Angehörigen, besteht der dringende Verdacht, dass der Unsozialminister am § 248 StGB „Herabwürdigung des Staates“ anstreift. Obwohl die Würde des Staates verfassungsgemäß anzuzweifeln ist, weil sogar die Bundesverfassung der Menschenwürde entbehrt, wird von ihm nun offensichtlich alles daran gesetzt, die Herabwürdigung des Staates noch zu vertiefen. Es besteht Wiederholungs- und Suchtgefahr.

  • Herr Hundstorfer am Mittwoch sage nach 18 jähriger Mitgliedschaft bei der GPA Auf Wiedersehen!!!

  • wo kann man unterschreiben bezüglich einer sofortigen absetzung?

  • Ich warte seit 12.09. !! auf eine Antwort des Unsozialministers (mail anlässlich der ORF 2 Sendung … es wird keinerlei Änderungen im Pflegebereich geben …) Warum müssen wir Österreicher für unfähiges Politikerpersonal bezahlen, das nur noch lügt und zu feig ist Antworten zu geben ???

  • empfehle dem hundstorfer sich mit der schoddamizzi fekter auf ein packl zu hauen. statt junger gesunder asylanten, sollte man vielleicht alte kranke und behinderte abschieben, vielleicht nach afghanistan zum abenteuerurlaub.

  • „moderat“ und „ausgewogen“. Naja. Marie Antoinette hätte sich soetwas nicht getraut.

  • Geht es dem Herrn Minister um Versorgung der Versorger? Und wie will er ihnen dann verklickern, daß sie für 3,50 € per Stunde arbeiten sollen?

  • mich würde ja brennend interessiere, wer diese Einsparungen berechnet hat und wie. Ausserdem befürchte ich, daß über Überprüfungen des Pflegebedarfes, schwupp di wupp, ganz viele Frauen und Männer kein Pflegegeld oder nur mehr Stufe 1 statt 2 bekommen. und selbst dann sind diese Einsparungsziele zu hoch oder es drohen noch mehr Schweinereien.

  • Leider hat man dies befürchtet, dass dieser Sozialminister gegen die Interessen behinderter Menschen handelt. Deshalb wurde er ja Arbeits- und Sozialminister. Die jüngsten Aussagen von Soz.Min. Hundstorfer haben jedoch die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Eine Sauerei, dass so schamlos die Interessen der „Pflegevereine“ bedient werden sollen auf Kosten der Pflegegeldbezieher, die sich das privat mir Freunden und Familienangehörigen organisieren. Da wundern sich dann die Koalitionsparteien, dass das Vertrauen in die Politik verlorengeht, indem sie Wahlversprechen beinhart bricht. Wir sind der Befürsorgungsgesellschaft wieder ein Stück näher gekommen. Sie Sozialdemokratische Partei hat immer die schwächsten der Gesellschaft unterstützt. Die ist nun nicht mehr der Fall

  • Um solcher offen zur Schau getragenen Inkompetenz und Menschenrechtsignoranz des Ministers und des gesamten Regierungsteams vorzubeugen, sollte die UN-Behindertenrechtskonvention von den Vertretern der Regierungsparteien SPÖ & ÖVP vielleicht doch einmal gelesen werden.

  • Pflege: 24.000 von Einschränkungen betroffen

    Von der im Zuge der Budgetkonsolidierung eingeführten Beschränkung bei den Pflegestufen sind 24.000 Menschen betroffen. Künftig kommen 14.000 Pflegebedürftige in Stufe 1 (154 Euro) anstatt in Stufe 2 (284 Euro pro Monat), und rund 10.000 werden unter der Einstiegsschwelle von 60 Stunden liegen und kein Pflegegeld bekommen.

    Die Einsparungen durch den erschwerten Zugang werden für 2011 mit 17 Millionen Euro beziffert. 2012 sind es bereits 59 Mio., 2013 schon 100 Mio. und 2014 fast 142 Mio. Euro. Statt derzeit jährlich 60.000 neuer Pflegegeldbezieher soll es künftig um 10.000 Neuzugänge pro Jahr weniger geben. Die Regelung gilt nur für Neuanträge.
    Bei Ausgaben im EU-Schnitt

    Das Sozialministerium begründet die Beschränkungen damit, dass die Zugangsschwelle zum Pflegegeld in Österreich im internationalen Vergleich verhältnismäßig niedrig angesetzt sei. In Deutschland seien 2,6 Prozent der Bevölkerung im Pflegesystem, in Dänemark 3,5 Prozent und in Österreich fünf Prozent.

    Österreich lag 2008 mit etwa 1,3 Prozent des BIP bei den Pflegeausgaben im Durchschnitt der EU – hinter Schweden, den Niederlanden und Dänemark, aber vor Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Finnland.