Pflegegeld: „Kreative“ Einsparungsideen bringen gar nichts!

Weitere Einsparungen beim Pflegegeld sind daher aus Sicht der ÖAR strikt abzulehnen!

kein Geld
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Nachdem SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter Anfang Dezember den Vorstoß gemacht hatte, dass man beim Budgetposten Pflegegeld einsparen könnte, wenn das Pflegegeld einkommensabhängig ausbezahlt werden würde, ist jetzt aufgrund einer parlamentarischen Anfrage der Grünen bewiesen, dass nur knapp 1,2 % der PflegegeldbezieherInnen über der Höchstbemessungsgrundlage liegen; 39,1 % jedoch mit einem Brutto-Monatseinkommen von 1.000 bis knapp über 2.000 Euro auskommen müssen. Kräuters Einsparungsvorschlag wird also einmal mehr – wie viele Einsparungsvorschläge seitens verschiedener Politiker seit Bestehen des Pflegegeldes – ad absurdum geführt.

Reiche Menschen sind also unter den PflegegeldbezieherInnen nicht zu finden – eine Tatsache, die der ÖAR schon lange bekannt war.

Ohnehin sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, dass aufgrund der Verschärfung der Zugangsbedingungen die Zahl der PflegegeldbezieherInnen bereits rückläufig ist, was zur Folge hat, dass vor allem ältere pflegebedürftige Menschen seltener notwendige finanzielle Unterstützung bekommen und somit schneller ins Abseits und damit in die Armut gedrängt werden.

Das bringt allein prognostizierte Einsparungen im Bundesbudget von knapp 400 Millionen Euro bis 2014!

Weitere Einsparungen beim Pflegegeld sind daher aus Sicht der ÖAR strikt abzulehnen!

Sinnvoll und begrüßenswert hingegen ist die Reduktion bei den auszahlenden Stellen von vormals 280 auf 7. Erste Zahlen über tatsächliche Einsparungen im administrativen Bereich werden voraussichtlich im Frühsommer vorliegen.

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