Pflegenotstand nicht jetzt programmieren!

Just am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, berät der Sozialausschuss Verschlechterungen beim Pflegegeld.

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Die ÖAR fordert alle Nationalratsabgeordneten auf, diesem Entwurf wegen der dramatischen Auswirkungen für pflegebedürftige Menschen nicht zuzustimmen und startet ihre Petition zur Pflegeabsicherung auch online.

„Jedes Jahr würden zusätzlich mindestens 6.000 Personen benötigte Hilfe und Unterstützung nicht erhalten. Das betrifft uns alle, als Angehörige, im Alter oder als Menschen mit Behinderungen!“ hält ÖAR Präsident Dr. Klaus Voget fest. „Es geht nicht an, dass noch mehr Menschen die dringend benötigte Unterstützung etwa beim Einkaufen, Zusammenräumen oder der Körperpflege einfach nicht erhalten, wenn sie diese nicht selbst finanzieren können.“

Sind keine Angehörigen vorhanden, die zur Not einspringen, bleibt den Betroffenen nichts anderes übrig, als früher oder später stationäre Hilfe in einem Krankenhaus oder Pflegeheim in Anspruch zu nehmen. Eine menschlich unvertretbare Situation, die noch dazu weit höhere Kosten für die öffentliche Hand verursachen wird und keinesfalls den erhofften Kostendämpfungseffekt bewirken kann. Ein Gesamtkonzept, das auch Rehabilitation im Alter und Prävention der Pflegebedürftigkeit zum Inhalt hat, steht aus.

Daher hat ÖAR-Präsident Dr. Klaus Voget an alle Abgeordneten zum Nationalrat geschrieben, dieser Verschlechterung nicht zuzustimmen. Die ÖAR hat bereits rund 10.000 Originalunterschriften für eine parlamentarische Bürgerinitiative zur Pflegeabsicherung gesammelt, um diese der Präsidentin des Nationalrates zu übergeben. Täglich kommen mindestens 300 Unterschriften dazu. Das macht klar, dass dieses Thema den Nerv der Menschen in Österreich trifft.

Seit kurzem gibt es auch die Möglichkeit, das Anliegen online zu unterstützen, den Link finden Sie unter www.oear.or.at.

„Denn es kann nicht sein, dass jene Menschen, die ohnedies schon am meisten unter der Krise zu leiden haben, schon wieder zur Kasse gebeten werden, obwohl sie diese nicht verursacht haben“ empört sich Dr. Klaus Voget.

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0 Kommentare

  • Warum ich diese dringliche Petition an den Österreichischen Nationalrat unterstütze:

    Behinderte und pflegebedürftige Menschen sind samt ihren Familien ohnehin von allen anderen wirtschaftlichen Belastungen, wie Sozialabbau, Leistungskürzungen, Steuer- und Gebührenerhöhungen, Teuerungen, kalte Progression, Reallohnverlust usw. auch schon betroffen, so wie die noch nicht von Pflegebedürftigkeit herausgeforderte Bevölkerungsmehrheit.

    Zusätzliche Einschnitte für die Betroffenen bei der Pflegefinanzierung belasten mit präziser Treffsicherheit einmal mehr und damit überproportional sehr sensible Bereiche:
    Einbrüche ihrer sozialen Sicherheit, Verlust von Existenzgrundlagen sowie Aufzehrung und Unmöglichkeit von Eigenvorsorgen, wozu langjährige pflege- und behinderungsbedingte Mehraufwendungen führen.

    Unzählige Betroffene wurden bereits durch diese politisch motivierte Diskriminierungsgewalt in die Verarmung und soziale Isolation getrieben, nicht wenige in die Verzweiflung.
    Das alles ist zusätzlich zu den Einschränkungen, Belastungen und Herausforderungen, denen sie durch die erschwerte Alltagsbewältigung sowie Pflege- und Hilfebedarf ausgesetzt sind, zu tragen. Von den alltäglichen Diskriminierungen durch Barrieren, Ausgrenzungen, überbordende Bürokratie und zermürbende Behördenwillkür noch gar nicht zu sprechen.

    Durch die gewohnheitsmäßigen Realkürzungen beim Pflegegeld in insgesamt 19 (!) Nullrunden in 23 Jahren (1993-2015) hat diese menschenverachtende Politik GEGEN behinderte und pflegebedürftige Menschen und ihre pflegenden und unterstützenden Familien bzw. Nahestehenden ein ekelhaftes Übermaß angenommen. Diese skrupellosen und böswilligen Benachteiligungen müssen dringend gestoppt und rückgängig gemacht werden!