Pfuscherwesen

ursprünglichen Aufgabenstellung kaum mehr lohnende Betätigungsfelder

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Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV), eine seit Kaisers Zeiten in Wien ansässige, altehrwürdige Institution (gegr. 1839), scheint in seiner ursprünglichen Aufgabenstellung kaum mehr lohnende Betätigungsfelder zu finden und tritt daher neuerdings als Veranstalter auf.

Allerdings mit geringer Sachkenntnis, wie in der „Presse“ von Mittwoch (30.01.2002) nachzulesen ist. Eine bunt zusammengewürfelte Runde von Referenten diskutierte die „Zukunft des Pflegegeldes“ und lieferte teilweise Beiträge, die auf extreme Unkenntnis der Materie schließen lassen.

So kamen denn auch die sachbezogenen Diskussionsbeiträge von den beiden anwesenden Experten Heinz Barazon und dem Präsidenten des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger Herwig Frad, die die Valorisierung des Pflegegeldes einmahnten.

Da mit umfangreichen Studien (Prof. Badelt) die Treffsicherheit des Pflegegeldes belegt ist, wären einige der Wortmeldungen in dieser Veranstaltung verzichtbar gewesen. So fiel etwa der ärztliche Direktor des Hauses der Barmherzigkeit (HdB) durch Unwissen auf und war nicht in der Lage Krankenpflege von vielfältigen Assistenzleistungen zu unterscheiden, für die das Pflegegeld ausschließlich geschaffen wurde.

Wenn Gisinger (HdB) feststellt, dass das Pflegegeld u.a. dazu verwendet wird, „eine Haushaltshilfe mit dem Einkaufen zu betreuen oder für sonstige Belange des Haushalts zu verwenden“, dann zeigt das, dass er das Pflegegeldgesetz offensichtlich nicht kennt, weil das Pflegegeld den Zukauf solcher Dienstleistungen ermöglichen soll.

Die ÖAR ersucht daher den ÖGV, sich künftighin wieder Industrie, Gewerbe und Handel zuzuwenden oder sich beim Design von Veranstaltungen geeigneter Experten zu bedienen.

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