Plötzlich ist Primar Gross „voll rechtsfähig“

Ehrenkreuz: Ein neues Gutachten sorgt für Verwirrung

Heinrich Gross
APA

Die Optik ist wieder einmal schief im Fall Heinrich Gross, berichtet der Kurier. Der Strafprozess (Beihilfe zum neunfachen Mord an der NS-Euthanasieklinik Am Spiegelgrund) liegt auf Eis, denn der 85-Jährige wird in mehreren Gutachten als „nicht verhandlungsfähig“ eingestuft.

Seit Dienstag liegt allerdings im Wissenschaftsministerium ein neues Gutachten, und in diesem steht, der einstige NS-Arzt und Gerichtspsychiater sei „voll rechtsfähig“. Das muss, so erklären Juristen dem KURIER, nicht unbedingt ein Widerspruch sein. Es könne sehr wohl jemand in der Lage sein, etwa mit seiner Pensionsversicherung zu streiten – aber andererseits einen „gestörten Antrieb“ haben, um sich wegen Verbrechen, die 60 Jahre zurück liegen, zu verteidigen.

Zur aktuellen Einschätzung kam es, weil im Ministerium von Elisabeth Gehrer das Verfahren um Aberkennung des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst erster Klasse läuft.

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