Präsentation des FSW-Geschäftsberichts 2025

Der Fonds Soziales Wien (FSW) unterstützte im Jahr 2025 insgesamt 133.500 Menschen. Am 17. Juni 2026 wurde der FSW-Geschäftsberichts 2025 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Opposition kritisiert die Budgetpolitik der Stadt Wien.

FSW-Guglgasse
FSW

Finanziert wurden Leistungen in den Bereichen Pflege und Betreuung, Behinderung und Inklusion, Obdach- und Wohnungslosenhilfe sowie Grundversorgung. Der Gesamtaufwand lag bei rund 2,9 Milliarden Euro; 93,1 Prozent davon flossen laut Aussendung direkt in Leistungsförderungen und soziale Dienstleistungen.

Im Bereich Behinderung und Inklusion wurden 2025 insgesamt 15.520 Wienerinnen und Wiener mit Behinderung durch den FSW versorgt. Das entspricht einem Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Laut Aussendung des FSW gab es Zuwächse insbesondere bei Personen mit hohem Betreuungsbedarf und bei Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau von Wohnangeboten. Der FSW eröffnete zwei Garconnierenverbünde und schuf insgesamt 95 neue Plätze im Teilbetreuten Wohnen. Diese Wohnform soll ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen.

Als weiteres Element der Selbstvertretung nennt die Aussendung den FSW-Kund:innen-Rat. Dieser wurde im Vorjahr mit 1.200 Stimmen von FSW-Kund:innen neu gewählt.

Auch im Kund:innenservice wurden Maßnahmen zur Erhöhung der  Barrierefreiheit umgesetzt. Der Beratungsstandort Guglgasse wurde mit barrierefreien Funktionen ausgestattet. Zudem wurden Gebärdensprach-Kompetenzen ausgebaut. Parallel dazu führte der FSW ein digitales Kund:innenportal ein.

Zusammengefasst stellt die Aussendung den Bereich Behinderung vor allem über drei Punkte dar: eine leicht gestiegene Zahl unterstützter Menschen, den Ausbau teilbetreuter Wohnplätze und Maßnahmen zur besseren Zugänglichkeit von Beratung und Service.

Opposition kritisiert die Budgetpolitik der Stadt Wien

Die Grünen kritisieren, dass der FSW-Geschäftsbericht im Behindertenbereich zentrale Entwicklungen ausblende: Demnach sei der Personalaufwand beim Wohnen für Menschen mit Behinderung um fast 32 Prozent und in Beschäftigung und Tagesstruktur um mehr als 22 Prozent gesunken; zugleich warteten laut Grünen 424 Menschen auf vollbetreutes Wohnen, 1.704 auf teilbetreutes Wohnen und 940 auf einen Platz in einer Tagesstruktur.

Die FPÖ verweist darauf, dass Sparmaßnahmen und steigende Kosten die soziale Versorgung insgesamt unter Druck setzen könnten; im Behindertenbereich würde das vor allem dann relevant, wenn Finanzierung, Personal und der weitere Ausbau von Betreuungs- und Wohnangeboten dadurch eingeschränkt werden.

Siehe: FSW-Geschäftsbericht 2025, Zahlen und Fakten, ORF-Wien

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