Karin Praniess-Kastner

Praniess-Kastner: SPÖ-Alleinregierung behindert Menschen in Wien

Verantwortliche der SPÖ-Stadtregierung nehmen Hunderten von Menschen die Chance, durch eine geregelte Arbeit für ihren Lebensunterhalt zu sorgen

„Es ist beschämend, dass sich die Stadt Wien jährlich mit öffentlichen Steuergeldern in der Höhe von mehreren Millionen Euro von der Einstellungsverpflichtung nach dem Behinderteneinstellungsgesetz freikauft. Damit behindert die SPÖ-Stadtregierung Hunderte von Menschen und nimmt ihnen die Chance einer geregelten Arbeit nachzugehen und so für ihren Lebensunterhalt zu sorgen“, kritisiert die Behindertensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Karin Praniess-Kastner.

Während etwa Oberösterreich, Steiermark oder Kärnten eine über die im Behinderteneinstellungsgesetz vorgeschriebene Anzahl von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen bereitstellen und auch die zweitgrößte Stadt Österreichs, nämlich Graz, dies schafft, sind es in Wien rund 800 Arbeitsstellen, für die Wien lieber Abschlagszahlungen leistet, als behinderten Menschen einen Arbeitsplatz zu bieten, betont Praniess-Kastner und erinnert an die jahrelange Forderung der ÖVP Wien, dass Wien diesbezüglich eine Vorbildfunktion haben soll und muss.

SPÖ Wien schafft Arbeitsplätze 2. Klasse für Menschen mit Behinderung

„Die Wiener SPÖ rechtfertigt die mangelnde Bereitschaft, Arbeitsplätze für behinderte Menschen zu schaffen, mit so genannten ‚Sonderaktionen‘. Nicht nur, dass der Begriff bereits diskriminierend ist, weil alleine das Wort eine Art von Aussonderung bedeutet. Es handelt sich auch de facto um Arbeitsplätze 2. Klasse, weil TeilnehmerInnen an dieser ‚Sonder’aktion kaum eine Chance haben, in reguläre Dienstverhältnisse im Magistrat übernommen zu werden. Damit sind derartige Aktionen reine Alibiaktionen, sonst nichts“, so Praniess-Kastner.

Meldeservice von baulichen Barrieren in Wien stellt Barriere dar

„Das vor wenigen Monaten eingerichtete Meldeservice für bauliche Barrieren in Wien erweist sich als eine ebensolche Alibiaktion der SPÖ-Allmacht in Wien. Nicht nur, dass dieses Service über die Homepage des Fonds Soziales Wien (FSW) kaum zu finden ist und diese Homepage nicht einmal die Minimalanforderungen an Barrierefreiheit erfüllt, ist der FSW grundsätzlich die falsche Stelle für derartige Anliegen.

Die Zuständigkeit für die Sicherstellung baulicher Barrierefreiheit liegt nach wie vor bei der Stadt Wien selbst“, stellt Praniess-Kastner klar und fordert abschließend: „Das Meldeservice ist ja grundsätzlich zu begrüßen, muss aber umgehend in den Internetbereich der Stadt Wien, die auch dafür zuständig ist, übernommen werden. Auch die betroffenen Menschen sind auf Dauer einzubinden und das System ist, beispielsweise durch Angabe von Datum und Uhrzeit, transparent zu machen.“

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0 Kommentare

  • Die LAbg Praniess-Kastner hat 100% recht. Hinzu kommt, dass diese Behinderten, ca. 700 an der Zahl, von 5 Sozialarbeitern bespizelt werden. Die Arbeitskollegen werden von diesen über deren Arbeitsverhalten befragt und dem Arbeitsgeber berichtet. So schaut es aus! Statt Förderung wird weiter diskriminiert. Von sozial keine Spur.

  • beide argumente stimmen. barrierefreiheit ist nach wie vor ein stiefkind der verwaltung – ob in nö oder wien

  • Warum sagt sie nicht, dass das Land und die Gemeinden in Niederösterreich ebenfalls Ausgleichstaxen in Millionenhöhe bezahlen statt Menschen mit Behinderung zu beschäftigen? Vielleicht weil da die ÖVP regiert?

  • Aufgrund Ihres Artikels habe ich gleich mal versucht, dieses Meldeservice des FSW selbst zu suchen (man sollte sich ja schliesslich eine eigene Meinung bilden).
    ABER: Nach 15 Minuten, in denen ich auf der Homepage des FSW absolut nichts und im Google unter „FSW – Meldeservice“ nur alles ueber Meldezettel gefunden habe, habe ich aufgegeben. Eine Webpage, die man nicht einmal finden kann, braucht dann garnicht barrierefrei zu sein. So einfach können Lösungen sein.