Prioritätenliste technischer Hilfsmittel: ein Wegweiser zu mehr Teilhabe

Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte vor wenigen Tagen eine Prioritätenliste technischer Hilfsmittel (kurz APL für den englischen Namen) auf ihrer Homepage.

World Health Organization
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Diese Liste beruht auf einer von Expertinnen und Experten ergänzten, 150 Hilfsmittel umfassenden, ausführlicheren Liste, die online als Umfrage zur Verfügung stand. Über zehntausend Menschen aus 161 Ländern nahmen an dieser Umfrage und so an der nun veröffentlichten Liste der 50 wichtigsten Hilfsmittel, teil. Diese Hilfsmittel reichen von Braillelesegeräten über Prothesen und Zeitplanern bis hin zu einfach bedienbaren Mobiltelefonen.

Die Weltgesundheitsorganisation führt dazu aus, dass nur ca. 10 Prozent der betroffenen Weltbevölkerung Zugang zu den jeweils benötigten technischen Hilfsmitteln haben. Gründe dafür sind unter anderem die hohen Kosten, sowie fehlendes Wissen. Technische Hilfsmittel seien aber essentiell für gesunde, produktive, unabhängige und würdevolle Leben und Teilhabe an der Gesellschaft.

Die Staaten bzw. deren Regierungen, sind nun aufgerufen Strategien zu entwickeln, um sicherzustellen, dass Zugang zu den benötigten Hilfsmitteln besteht. Diese müssen die Qualität der Produkte und deren Finanzierung sicherstellen. Bei der Berechnung etwaiger Kosten sollte dabei bedacht werden, dass einige dieser Hilfsmittel zu einer Verringerung des Pflegebedarfes durch Fachkräfte führen, oder auch eine Teilhabe am Arbeitsleben erst möglich machen und daher Sozialleistungen einsparen können.

Einige der angeführten technischen Hilfsmittel fallen im Österreichischen Kontext in den Bereich, der von Krankenversicherungen abgedeckt wird. Andere, wie zum Beispiel Alarmmelder, können hingegen beträchtliche Kosten verursachen, die (noch) nicht für Zuschüsse in Frage kommen.

Hier herrscht noch Handlungsbedarf, bei dem die Weltgesundheitsorganisation in absehbarer Zeit als Folgeschritte zur ALP Rahmenempfehlungen veröffentlichen wird. Weiters soll bei der Erstellung der Strategie Unterstützung angeboten werden. Wichtig ist in jedem Fall die Einbeziehung der Produkthersteller sowie Betroffener in den Planungsprozess.

Die APL kann hier – in englischer Sprache – heruntergeladen werden.

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