Pro Bahn: Barrierefreiheit erstmals Thema auf Bundesverbandstag

Der deutsche Fahrgastverband Pro Bahn wird das Thema Barrierefreiheit und Öffentlicher Personenverkehr für mobilitätseingeschränkte Menschen auf seinem Bundesverbandstag am 19. März erstmalig auf der Bundesebene des Verbandes behandeln.

ICE
BIZEPS

Wie dessen Behindertenbeauftragter, Alexander Drewes, heute weiter mitteilte, bildet – neben Kundenanforderungen an die Tarife im Öffentlichen Personenverkehr und „Stuttgart 21“ – Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Menschen im Öffentlichen Verkehr einen Arbeitsschwerpunkt auf dem Verbandstag.

Drewes will die Schwerpunkte Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Stationen und Wagenmaterial, den Service und die Information sowie die Beschaffung von Fahrscheinen in den Vordergrund einer Arbeitsgruppe stellen. Er sieht erheblichen Nachholbedarf bei Eisenbahnverkehrsunternehmen.

Aber auch die Politik sei verpflichtet, „zum einen gleichwertige Wettbewerbsbedingungen für verschiedene Verkehrsträger zu schaffen (z.B. im Fernbusreiseverkehr, hinsichtlich der Anschlussgarantie, die gesetzlich lediglich für den Eisenbahnverkehr geregelt ist), zum anderen Barrierefreiheit endlich auch im Verkehrswesen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe anzuerkennen, die eine Finanzierung von Barrierefreiheit für den Öffentlichen Personenverkehr durch die öffentliche Hand erforderlich macht“.

Bei der Deutschen Bahn erkennt Drewes mittlerweile erhebliche Bemühungen, mobilitätseingeschränkten Fahrgästen das Reisen zu erleichtern. Erstmalig würden im kommenden Jahr im Fernverkehr Fahrzeuge mit fahrzeuggebundenen Einstiegshilfen eingesetzt, das Unternehmen sei auch bei den stationären Einstiegshilfen zunehmend zu Kompromissen bereit wie jetzt in Mainz (kobinet 12.3.11).

Unternehmenschef Dr. Rüdiger Grube lasse deutlich erkennen, dass ihm die Schaffung von Barrierefreiheit am Herzen liege. Bei einem Gespräch mit Pro Bahn habe Grube am 9. März in Berlin noch einmal zugesichert, dass bis 2025 sämtliche Bahnhöfe in Deutschland barrierefrei ausgestaltet sein werden.

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0 Kommentare

  • Barrierefreie Bahnhöfe alleine sind zwar brauchbar. Das Service-Personal für Menschen mit Behinderung fürs Ein- und Aussteigen muss nur auch noch mitspielen und sich ein KundInnenservice angewöhnen, wie es hoffentlich wenigstens nichtbehinderten KundInnen zuteil wird. Mir sitzen immer noch Erlebnisse in München vor 2 Jahren im Nacken, wo es schauderhaft zuging und einem meiner Freunde der letzte rolligängige Zug davonfuhr, weil sich das Service-Personal allzu lange bitten ließ, trotz Voranmeldung und mehr als großzügen Verweildauer vor Abfahrt am Bhf, damit ja nichts passiert. Mich hat der Zug fast eingeklemmt und mitgezerrt als er losfuhr.