Pühringer: Bei der Bildung darf es nur Gewinner geben!

Viele Schulen in Wien müssen die Planungen für das nächste Schuljahr kübeln. Erfolgreiche Sozialprojekte müssen über Nacht eingestellt werden, Mehrstufenklassen aufgelöst, Inklusionsklassen, die Kindern mehr Chancen geben sollen, müssen beendet werden.

Judith Pühringer
GRÜNE

„Stadtrat Wiederkehr muss die Reform im Bildungsbereich stoppen und die Kürzungen rückgängig machen. Echte Bildungsreformen sind nur im Dialog und gemeinsam mit allen Lehrer*innen und Direktor*innen möglich. Schulen zwei Wochen vor Schulschluss Kürzungen mitzuteilen, ist keine Bildungsreform”, so die Grüne Stadträtin für Soziale Gerechtigkeit, Judith Pühringer. (siehe auch)

Weiterhin melden sich zahlreiche Schulen, die von massiven Kürzungen bei ihren Lehrer*innen und Stunden berichten. Auch viele Schulen mit großen Herausforderungen, sogenannte „Brennpunktschulen“ berichten, dass sie nächstes Schuljahr weniger Lehrer*innen und weniger Stunden zur Verfügung haben.

„Es ist weder gerecht, noch fair, Schulen zwei Wochen vor Schulschluss mitzuteilen, dass sie im nächsten Jahr drei oder vier Lehrer*innen weniger haben“, so Pühringer. Ebenso sei es abzulehnen, Schulen gegeneinander auszuspielen.

„Wenn Stadtrat Wiederkehr davon spricht, dass es ‚gleich viele Gewinner wie Verlierer‘ gibt, ist das purer Zynismus. Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen, die im letzten Schuljahr alles gegeben haben, auszurichten, dass sie zu den Verlierern gehören, ist alles, nur nicht chancengerecht”, so Bildungssprecher Felix Stadler.

Viele Schulen müssen die Planungen für das nächste Schuljahr kübeln. Erfolgreiche Sozialprojekte müssen über Nacht eingestellt werden, Mehrstufenklassen aufgelöst, Inklusionsklassen, die Kindern mehr Chancen geben sollen, müssen beendet werden.

„Kolleg*innen haben zwei Wochen vor Schulschluss erfahren, dass ihre Projekte, in denen jahrelange Arbeit und Herzblut steckt, nächstes Jahr nicht mehr stattfinden können. So wie Stadtrat Wiederkehr diese Maßnahme aufgesetzt hat, ist sie der Tod für jede Innovation in den Schulen“, ergänzt Bildungssprecherin Julia Malle.

Es ist völlig intransparent, warum welche Schulen Kürzungen haben, wohin die zusätzlichen Lehrer*innenstunden verteilt wurden und wieso viele Zusatzprojekte an Schulen gekürzt wurden.

Schulen, die sich in den letzten Jahren mit großer Mühe Sozial- Musik- oder Inklusionsschwerpunkte erarbeitet haben, müssen jetzt erfahren, dass sie für ihre Zusatzprojekte keine Stunden mehr erhalten. Es ist dabei völlig unverständlich und intransparent, warum die Autonomie von Schulen bei solchen Projekten eingeschränkt wird.

„Diese ‚Reform‘ ist weder transparent noch fair. So schafft man keine Chancengerechtigkeit für die Kinder dieser Stadt“, schließen Pühringer, Stadler und Malle.

Siehe auch Facebook-Beitrag

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Ein Kommentar

  • Was haben „die GRÜNEN“ in der Vergangenheit für Inklusion in Wien oder im Bund gemacht? Nix!

    Jetzt so zu tun, Einsparungen NUR den NEOS in die Schuhe zu schieben ist unredlich. Man muss aber schon anmerken, dass Hr. Wiederkehr dass Wort Inklusion, wie der Teufel das Weihwasser scheut. Wird seinen Grund haben.

    Alle gleich!